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Volltext : 10, 1887

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sie  V/i  oder  2m  vom  Boden  angebracht  waren,  die  Abweichungen  von  den  durch  Schleudern  eines  Thermometers ­
  an  derselben  Stelle  und  in  derselben  Höhe  erhaltenen  Temperaturen  (siehe  unter  k)  zeigten  kein
System  und  waren  so  gering,  dass  sie  gegenüber  den  übrigen  untersuchten  Differenzen  vernachlässigt  werden
konnten.  Ich  habe  daher  die  Ablesungen  an  dieser  Stelle  innerhalb  der  eben  bezeichneten  Grenzen  unterschiedslos, ­
  und  zwar  als  nächste  Annäherung  an  die  wahre  Temperatur  der  Luft  über  dem  Reservoir  verwendet, ­
  und  sie  als  Nullpunkt  für  den  Vergleich  der  übrigen,  von  der  Strahlung  mehr  beeinflussten  Thermometer ­
  benutzt.
aZum  Vergleich  sind  unter  diesem  Zeichen  die  gleichzeitigen  Ablesungen  am  Beobachtungs-Fenster
an  der  Ost-Ecke  des  Hauses  eingeführt,  jedoch  nur  direkte  Ablesungen  am  gewöhnlichen  Beobachtungs-Thermometer,
  nicht  die  Aufzeichnungen  des  Thermographen  daselbst.
a".  Angaben  eines  an  den  Nordpfeilern  der  Thermometerhütte  (mit  4  auf  dem  erwähnten  Plan  bezeichnet)
in  der  Mitte  des  Grasplatzes  frei  in  1.4  m  Höhe  aufgehängten  Thermometers  der  Form  2  oder  3.  Boden
unter  demselben  grossentheils  besonnt,  Hütte  durchwärmt.
b.  Thermometer  frei  iu  der  Sonne  an  einem  ausgespannten  Draht  1.5  m  über  dem  Boden  hängend.
c.  Thermometer  unter  einem  ausgespannten  Schirm,  vgl.  die  zweite  Abhandlung.
d.  Thermometer  in  einem  nach  meinen  Angaben  1878  angefertigten  kleinen  weisslackirten  Jalousie-Blechgehäuse
  von  länglicher  (für  ein  Psychrometer  bestimmter)  Form,  bei  welchem  nur  die  Gefässe  der
Thermometer  geschützt  sind,  während  deren  Skalen  herausragen;  147z  cm  breit,  31cm  lang,  ursprünglich
1372  cm  hoch;  durch  Wegschneiden  der  untersten  von  den  3  Jalousien  auf  10cm  erniedrigt,  so  dass  die
unteren  Enden  der  Thermometergefasse  eben  (1—2  mm  weit)  herausragen  und  vom  Winde  getroffen  werden.
Dies  Gehäuse  wurde,  am  Draht  iu  1.8  bis  2  m  Höhe  über  dem  Boden  aufgehängt,  der  Sonne  ausgesetzt.
e.  Ebensolches,  jedoch  etwas  grösseres,  weiss  angestrichenes  Gehäuse,  welches  an  einen  transportablen
hohlen  Stab  befestigt  ist  und  zu  den  grossen  Beobachtungsreihen  diente,  welche  im  Schatten  des  Thürmchens
im  Aufträge  des  Herrn  Direktors  von  Herrn  Dr.  Duderstadt  ausgeführt  sind.  Neben  Gehäuse  d,  jedoch
etwas  näher  zu  den  Mauern  des  Thürmchens,  1.34  m  von  ihnen  abstehend.  Gehäuse  der  Sonne  frei  exponirt
/.  Kleineres,  rundes  Blechgehäuse,  welches  so  koustruirt  ist,  dass  bei  möglichster  Freiheit  der  Luftzirkulation ­
  doch  alle  von  der  Sonne  getroffenen  Wände  durch  eine  zweite  Blechwand  vom  Thermometer-Gefäss
  getrennt  sind  und  nicht  direkt  gegen  dasselbe  strahlen  können;  Oberfläche  blankes  Metall  oder  dünne
Oxydschicht.  Unter  f  dieses  Gehäuse  ohne  Boden,  mit  theilweise  herausragendem  Thermometer-Gefässe;
unter/j  dasselbe  resp.  ein  genau  übereinstimmendes  Gehäuse  mit  eingesetztem  jalousie-artig  durchschnittenem
Boden.  Beide  am  Draht  hängend  der  Sonne  ausgesetzt.
g.  Das  grosse  Zinkblechgehäuse,  welches  die  bei  den  regelmässigen  Beobachtungen  an  der  Seewarte
abgelesenen  Thermometer  umfasst  (Zeichnung  s.  Instruktion,  Archiv  1878.  2)  und  für  gewöhnlich  vor  dem  oben
erwähnten  Fenster  angebracht  ist,  wurde  zweimal  für  einige  Stunden  auf  das  Reservoir  gebracht  und  dort
der  freien  Strahlung  ausgesetzt.  Das  Gehäuse  war  dabei  an  einem  überragenden  Gestell  (einer  Leiter)  am
NE-Ende  des  Reservoirs  frei  über  dem  Rasen  so  aufgehängt,  dass  die  Kugeln  der  Stationsthermometer  sich
1.3  m  über  dem  Rasen  befanden.  Das  Gehäuse  ist  ganz  gleich  den  auf  den  übrigen  Normal-Beobachtungsstationen ­
  der  Seewarte  aufgestellten  und  mit  Ausnahme  des  fehlenden  Bodens  und  des  runden  und  mit
Schornstein  versehenen  Daches  dem  in  Russland  seit  1872  eingeführten  Gehäuse  gleich,  ferner  ähnlich  dem
in  Bayern  und  auch  dem  in  Oesterreich  üblichen  Gehäuse,  welche  jedoch,  namentlich  das  letztere,  offener
sind.  Das  benutzte  Exemplar  ist  mit  hellgrauer  Farbe  angestrichen,  hat  aber  durch  Staub  und  Russ  aussen
und  innen  eine  dunkle  und  rauhe  Oberfläche  erhalten,  die  zum  Versuch  nicht  verändert  wurde.
h.  Inneres  der  auf  dem  Plan  Taf.  2  der  Beschreibung  der  Seewarte  mit  4  bezeichneten  und  ebenda
Taf.  26  abgebildeten  Thermometerhütte,  2  m  über  dem  Boden;  Stelle  und  Instrument  dieselben,  welche  schon
seit  1879  zu  vergleichenden  Ablesungen  benutzt  wurden.
i.  Im  Schatten,  nahezu  horizontal  liegend,  nach  dem  Zenit  ausstrahlend,  45  cm  über  dem  Boden.
j.  Desgleichen  5  cm  über  dem  Boden.
k.  Im  Schatten  des  Thürmchens  in  1.5—1.8  m  Höhe  geschleudert.
Wir  lassen  nun  die  Ablesungen  in  extenso  folgen,  wobei  wir  sie  gruppenweise,  wie  sie  angestellt  wurden,
zu  Mittelwertben  verbinden.  Sämmtliche  Ablesungen  sind  wegen  der  Skalenfehler  korrigirt,  im  übrigen
aber  so  wieder  gegeben,  wie  sie  erhalten  wurden.  Die  in  Klammern  gestellten  Mittelwerthe  sind  aus
unvollständigen  Zahlenreihen  durch  Differenzen  gegen  nächstverwgndte  komplete  Reihen  gewonnen.
            
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