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Full text: 10, 1887

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während für 1886 die Inklination im Mittel 67° 59/94 betrug — so dass auch hieraus eine Zunahme zu 
folgern wäre. Allein, da wir gegenwärtig sehr nahe dem Zeitpunkte sind, in welchem dieses Element seinen 
geringsten Werth erreicht — also von Jahr zu Jahr sich beinahe nicht verändert, so können kleine 
Schwankungen in den Beobachtungen (ob reell oder nur durch Fehler der Bestimmung verursacht, lässt 
sich gegenwärtig nicht mit Bestimmtheit entscheiden) den regelmässigen Gang verdecken; nach Dr. Eschen- 
hagens Untersuchungen würde für Wilhelmshaven der Minimalwerth der Inklination 1889.1 erreicht, aller 
dings mit einer Unsicherheit von Jil.5 Jahren.*) 
Horizontal-Intensität. Aus den 9 Reihen von absoluten Bestimmungen der Horizontal-Komponente des 
Erdmagnetismus ergiebt sich für 1887.7 ein Mittelwerth von 0.17837 C. G. S. Da im vorigen Jahre (1886.b) 
dieser Mittelwerth 0.17811 C. G. S. betrug (siehe Jahres-Bericht IX, Seite 31), so wäre der Zuwachs gleich 
0.00026 C. G. S., ein jedenfalls für' die gegenwärtige Epoche zu hoher Betrag. Zwischen den Jahren 1885 
und 1886 betrug dieser Zuwachs 0.00012, so dass man für die Epoche 1885—1887 einen Mittelwerth erhalten 
würde von 0.00019 C. G. S., was wohl immer noch etwas zu hoch sein dürfte, da sich auch der Wendepunkt 
für dieses Element sehr nahe rückt und das über Besprechung der Inklination Gesagte auch in diesem Falle 
Anwendung findet. 
Es mögen hier zum Schlüsse noch Bestimmungen erdmagnetischer Elemente besprochen werden, die 
von einigem Interesse auch für die Bestimmungen an der Küste sind. 
1) In Berlin wurde durch Herrn Dr. Duderstadt eine Reihe magnetischer Beobachtungen am 
1. Oktober 1887 ausgeführt und zwar an derselben Stelle, an welcher im Februar 1874 von Dr. Neumayer 
Beobachtungen gemacht worden sind, nämlich auf den Reh bergen. Es liegen diese kleinen Sandhügel 
im Norden der Residenz und insofern für magnetische Untersuchungen geeignet, als lokale Störungen dort 
nicht zu befürchten sind. Die Stelle der Beobachtungen war, wie sich aus den abgeleiteten Azimuten 
ergiebt, nahezu genau dieselbe, welche vor 14 Jahren benutzt wurde. 
Deklination, auf das Mittel des Tages reduzirt, 1. Oktober 1887 = 10°48.'9 W. Da der auf 1878 
reduzirte, auf den Rehbergen beobachtete Werth der Deklination 12°26.'3 gewesen ist, so ergiebt sich für 
die Epoche 1873—1887 eine Säkular-Aenderung von —6/8. 
Inklination für 1. Oktober 1887 ohne Reduktion 66°53.'8; da im Jahre 1873 die Inklination 66°58/5 
war, so ergäbe sich eine säkulare Veränderung von —0/34 (?) 
Horizontal-Intensität. Dieses Element ergab sich am 1. Oktober 1887 zu 0.18518 C. G. S. Im Jahre 
1873 war dieses Element 0.18228 C. G. S., so dass die Säkular-Aenderung für die Epoche 1873—1887 sich 
zu 0.00020 (zunehmend) ergiebt. 
2) Hamburg, am Diebsteich. An der Stelle, wo schon seit Jahren alljährlich magnetische Beob 
achtungen ausgeführt werden, wurde auch im Berichts-Jahre wieder im Mai und am 17. Septbr. beobachtet. 
Es wurde gefunden: Magnetische Deklination: 12°38.'03 W., auf die Mitte des Tages reduzirt. 
Magnetische Inklination: 67°46/9 N. 
Horizontal-Intensität: 0.17931 C. G. S. 
3) Swinemünde. An derselben Stelle, an welcher in der Regel die Beobachtungen von dem Vorsteher 
der Hauptagentur ausgeführt werden. Die Bestimmungen wurden von Dr. Duderstadt mit einem Bam- 
berg’schen Reisetheodolit am 30. September 1887 ausgeführt. Die Ergebnisse waren: 
Magnetische Deklination, auf das Tagesmittel reduzirt: 10°23/6 W. 
Magnetische Inklination, (nicht reduzirt) zwischen 11—12 Uhr: 67°39/1 N. 
Horizontal-Intensität, ohne Reduktion auf Tagesmittel: 0.18086 C. G. S. 
4) Kuxhaven. Ueber die im Berichts-Jahre ausgeführten Beobachtungen wurde schon im Jahres- 
Bericht IX, Seite 29 u. 30, berichtet, es mag daher darauf verwiesen werden. Der Vollständigkeit halber 
seien hier nur nochmals die auf das Berichts-Jahr Bezug habenden Werthe reproduzirt: 
*) „Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte“, Jahrgang XI, No. 4, Seite 3: Dr. M. Eschenhagen. „Die säkulare 
Variation der erdmagnetischen Inklination zu Wilhelmshaven.“
	        
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