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Volltext : 10, 1887

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1.  Es  sei  9  >  P;  der  Punkt  P  liege  in  a  (Fig.  7).  Alsdann  erreicht  d-  seinen  Minimalbetrag
—  9  zur  Zeit  t  —  t:  und  cp  seinen  Maximalbetrag  etwas  später  zur  Zeit  t  =  er'.  Es  sei  nun  (Fig.  5  u.  6)
¿i
np  resp.  nq  der  Längenkreis,  auf  welchem  der  Punkt  a  zur  Zeit  t  —  <r  seine  kleinste  resp.  zur  Zeit  t  =  a
seine  grösste  Länge  erreicht,  und  es  seien  ferner  gh,  ik  und  Im  die  Breitenkreise  in  den  Polabständen:
',}  =  arc  cos  [sine  .  cos  (^+Ä')]j  ~  —  ö  und  =  arc  cos  [sin  9  .  cos  (h'—^>)],

auf  welchen  der  Punkt  sich  zu  den  Zeiten  t  ~  2,  t  =  t  (t'),  i  =  6  befindet.  Verstehen  wir  in  den
Figuren  5  und  6  allgemein  unter  dem  Punkte  t  den  Ort  des  Punktes  P  zur  Zeit  t,  so  können  wir  also
von  der  Bahnkurve  des  Punktes  a,  die  von  den  Meridianen  np  und  nq  und  den  Breitenkreisen  gh  und  ik
eingeschlossen  wird,  das  Folgende  aussagen:  Der  Punkt  a  geht  zunächst  aufwärts  bis  zum  Punkte  <s  der
Linie  pn  und  erreicht  dann,  abwärtsgehend,  im  Punkte  2  der  Linie  gh  seinen  grössten  Polabstand.  Sodann
nähert  er  sich,  weiter  abwärtsgehend,  dem  Meridiane  ik,  den  er  im  Punkte  r  erreicht  und  setzt  seine  abwärtsgehende ­
  Bewegung,  indem  er  sich  wieder  von  der  Linie  ik  entfernt,  noch  bis  zum  Punkte  a'  fort,  der
auf  dem  Meridiane  qn  zwischen  den  Breitenkreisen  ik  und  Im  liegt.  Von  jetzt  an  geht  er  bis  zur  Vollendung
seiner  Bahn  aufwärts,  und  zwar  entfernt  er  sich  zunächst  noch  wieder  von  der  Linie  ik,  bis  er  im  Punkte  6
auf  dem  Breitenkreise  Im  zum  zweiten  Male  seine  relativ  grösste  Poldistanz  erreicht.  Sodann  wendet  er
sich  wieder  der  Linie  ik  zu,  die  er  im  Punkte  %  erreicht  und  entfernt  sich  darauf  von  dieser  Linie  wieder,
bis  er  nach  acht  Sekunden  im  Punkte  o  seine  ursprüngliche  Lage  wieder  eingenommen  hat.  Aus  dem
Verlaufe  der  Kurve  a  erkennen  wir,  dass  sich  die  Strecken  2  t  und  g  t  nothwendig  zwischen  den  Breitenkreisen ­
  ik  und  Im  durchschneiden  müssen.  Das  Resultat  unserer  Diskussion  lässt  sich  also  folgender  -
maassen  aussprechen:
Der  Punkt  a  durchläuft  auf  der  Kugel  vom  Radius  r  eine  zwischen  den  Meridianen
np  und  nq  eingeschlossene,  sich  durchschneidende  Bandschleife  a  (0  er  2  t  g'  6  %  0),  deren
oberer,  grösserer  Theil  von  den  Breitenkreisen  ik  und  gh  und  deren  unterer,  kleinerer
Th  eil  von  den  Breitenkreisen  ik  und  Im  begrenzt  wird.
Es  mag  hierbei  die  kurze  Bemerkung  gemacht  werden,  dass  von  den  Gleichungen  (9)  die  zweite  den
Theil  t  0  G  2  r  und  die  dritte  den  übrig  bleibenden  Theil  %  g'  6  %  der  Bandschleife  liefert.

2.  Es  sei  9  =  T\  der  Punkt  P  liege  in  b  (Fig.  7)..  In  diesem  Falle  erreicht  &  zur  Zeit  t  =  •v
den  Minimalwerth  ^—9  und  gleichzeitig  cp  seinen  Maximalwerth  ~  +  h  1—.  Wir  erhalten  dann
die  bei  6  etwas  eingedrückte  Kurve  b  (Fig.  5  und  6),  die  in  dem  Punkte  r  (er')  auf  dem  Durchschnitt  der  Linien
fi  ki  und  qp  in  eine  Spitze  ausläuft  und  in  den  Punkten  2,  6  und  %’  die  den  vorigen  entsprechenden  Breitenkreise ­
  g\  hi;  li  «ii;  ki  berührt.
3.  Es  sei  9  <  T-,  der  Punkt  P  liege  in  c  (Fig.  7).  Es  erreicht  dann  zunächst  cp  zur  Zeit  t  —  a r
seinen  grössten,  und  etwas  späterzurZeit  t  —  %  &  seinen  kleinsten  Werth  —0;  der  Punkt  c  durchläuft
¿i
also  die  bei  6  ein  wenig  eingedrückte  Kurve  c  (Fig.  5  und  6),  die  von  den  analogen  Längen-  und  Breitenkreisen ­
  eingeschlossen  wird.
In  allen  drei  Fällen  liegen  die  Punkte  %  einerseits  und  die  Punkte  %  andererseits  auf  denselben
Meridianen:
»=  i+äV”!?  —  »=  i-A/Hli'

also  symmetrisch  in  Bezug  auf  den  Meridian  cp  =  —,  d.  h.  symmetrisch  in  Bezug  auf  die  xy-Ebene.
Ferner  erkennen  wir  auch,  dass  die  Breitenkreise  gh,  ik,  Im,  die  sich  überdies  schon  sehr  nahe  liegen,
noch  um  so  näher  an  einander  heranrücken,  je  mehr  9  abnimmt,  d.  h.  je  näher  der  Punkt  P  auf  dem
Meridiane  Gh  (Fig.  7)  dem  Pole  G  kommt.

Archiv  1887.  4.

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