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Full text: 10, 1887

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Platin-Zylinder eingeschlossen waren, dessen unteres Ende offen, dessen oberes bei dem einen mit einem 
Aspirator in Verbindung stand, welcher einen Luftstrom von etwa Vä engl. Meile in der Stunde bewirkte 
(also eine dem A s s m a n n’schen Instrument sehr ähnliche Einrichtung, jedoch Luftstrom sehr langsam, nur 
V. m P- s.) 
Mit Ausnahme des unter N0. 6 genannten, welches zuerst 13, dann 24 Fuss über demselben sich 
befand, waren alle Thermometer 4 Fuss vom Erdboden entfernt. Ausser N0. 4 und 5 waren alle Instru 
mente auf einem Platze inmitten einer grossen frei gelegenen Wiese vereinigt, so dass die Temperatur der 
Luft bis zur Berührung mit der Beschirmung sicher als dieselbe bei allen angesehen werden kann, wenn 
man von der grösseren Höhe von N0. 6 absieht. 
Von den Aufstellungen N0. 5, 6 und 7 werden im vorliegenden Bericht keine ziffermässigen Resultate 
beigebracht, sondern nur bemerkt, dass jene im Gebüsch ganz unbrauchbar für den Zweck erschien, dass 
das freihängende Thermometer am Tage höhere Angaben lieferte, als die geschlossenen Beschirmungen, und 
häufig höhere als alle, um 9 h p. m. aber mit ersteren gut übereinstimmte; endlich dass die unter N0. 7 
genannten Thermometer sowohl nicht aspirirt, als aspirirt am Tage bedeutend höhere und in der Nacht 
bedeutend niedrigere Werthe gaben, als die geschlossene Beschirmung, ja am Tage nicht selten höhere, als 
irgend eine der Beschirmungen. 
Hauptsächlich bezieht sich also der Bericht auf die Aufstellungsarten N0. 1 bis 3, und für diese giebt 
er auch numerische Tabellen, aus denen wir einen Auszug in den Originalzahlen (Fahrenheit-Grade) 
mittheilen wollen. Der Bericht beschränkt sich auf tabellarische Behandlung je eines Repräsentanten der 
3 Klassen, und zwar der Gehäuse von Stevenson, Martin*) und Glaisher, für 8 Monate des Jahres. 
Abweichungen des Stevenson-Gehäuses von Glaisher’s und Martin's Aufstellungen, in 0 F. 
(+ = Stevenson’s wärmer.) 
Bei wolkenlosem Himmel 
Jan. Febr. April Mai Juli Aug. Okt. Nov. 
9 h a. m. | 
3 h p. m. | 
9 11 p. m. | 
Maxim. | 
Minim. | 
Glaislier 
Martin 
Glaisher 
Martin 
Glaisher 
Martin 
Glaisher 
Martin 
Glaisher 
Martin 
+0.6 
+0.1 
+0.6 
+0.3 
+0.6 
+0.1 
+0.4 
0.0 
+0.5 
-0.3 
+0.5 
0.0 
0.0 
+0.1 
+0.6 
0.0 
-0.4 
+0.1 
+0.8 
-0.2 
0.0 
-0.6 
-0.8 
-0.6 
+1.1 
-0.1 
-0.1 
-0.1 
+0.7 
—0.5 
-0.4 
-0.8 
-0.8 
-0.9 
+0.7 
-0.3 
-0.6 
-0.2 
+0.6 
-0.7 
-0.4 
-0.7 
-0.5 
-1.0 
+0.8 
-0.4 
-1.1 
-0.9 
+1.0 
-0.9 
-0.3 
-0.5 
-0.4 
-0.6 
+0.8 
-0.2 
-0.7 
-0.6 
+1.0 
-0.8 
+0.4 
-0.4 
0.0 
-0.3 
+0.7 
0.0 
0.0 
+0.2 
+0.8 
-0.4 
0.0 
-0.2 
+0.2 
0.0 
+0.8 
0.0 
0.0 
+0.4 
+0.8 
-0.5 
Bei bedecktem Himmel 
Jan. 
0.0 
0.0 
+0.2 
+0.1 
+0.1 
+0.1 
0.0 
0.0 
+0.7 
-0.4 
Febr. 
0.0 
0.0 
0.0 
+0.1 
-0.1 
-0.1 
0.0 
0.0 
+0.9 
-0.1 
April 
-0.3 
-0.3 
-0.3 
-0.1 
+0.2 
-0.1 
-1.0 
-0.3 
+0.4 
-0.3 
Mai 
-0.1 
-0.2 
-0.7 
-0.2 
+0.2 
-0.1 
-1.7 
-0.9 
+0.4 
-0.3 
Juli 
-0.4 
-0.5 
-0.8 
-0.6 
+0.5 
+0.3 
-1.4 
-0.7 
+0.7 
-0.5 
Aug. 
-0.3 
-0.3 
-0.6 
-0.4 
+0.9 
-0.2 
-1.5 
-0.6 
+0.5 
-0.8 
Okt. 
-0.2 
-0.2 
-0.6 
-0.3 
+0.3 
-0.1 
-1.1 
-0.1 
+0.6 
-0.4 
Nov. 
0.0 
-0.1 
+0.2 
+0.2 
+0.2 
0.0 
-0.6 
-0.1 
+0.7 
-0.3 
Mittel V 2 (9" 
Glaisher +0.1 +0.2 
Martin 0.0 +0.1 
+ 9 1 ') bei allen Bewölkungen 
+0.1 -0.2 +0.2 +0.2 +0.4 +0.4 
-0.2 -0.2 -0.4 -0.3 -0.2 +0.1 
Mittel V2 (Max. + Min.) bei allen Bewölkungen 
+0.4 +0.5 +0.3 +0.1 -0.4 -0.2 +0.2 +0.4 
0.0 0.0 +0,5 -0.4 -0.7 -0.7 -0.1 0.0 
Die Hauptresultate der Untersuchung sind nach Gaster’s Bericht folgende: 
1) Selbst in den Wintermonaten ergeben die offenen Beschirmungen und jene von Griffith etwas 
höhere Maxima und tiefere Minima, als die geschlossenen. 
2) Diese Differenz nimmt zu mit steigender Sonne, so dass während in den Wintermonaten die 
Maxima in den gebräuchlicheren unter den offenen Beschirmungen (Glaisher’s und James’s) nur um 
wenige Zehntel 0 F. von jenen in den geschlossenen abweichen, in den Sommermonaten die mittlere Differenz 
über 1 */2° F. beträgt und in einzelnen Fällen weit höhere Unterschiede Vorkommen. 
3) Die Minima verhalten sich im Winter und Sommer nicht so verschieden, wie die Maxima. 
4) Die täglichen Schwankungen an Pastorelli’s, Lawson’s und Griffith’s Ständen übertreffen nicht 
nur jene in den geschlossenen, sondern auch die in den übrigen offenen Beschirmungen weit. 
5) Die beiden untersuchten geschlossenen Gehäuse, das von Kew und das Steven so n’sche, stimmen sehr 
nahe mit einander überein; die Schwankung ist nur ein wenig geringer im ersteren in den Sommermonaten. 
: ) Martin’s schon 1783 angewandte Beschirmung besteht in einem ziemlich dicken pyramidalen Strohdache auf Pfählen.
	        
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