accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 10, 1887

30 
Differenzen des trockenen Thermometers hei nördlichen (WKW—ENE) und südlichen (SE- 
(4- bedeutet: Eimsbüttel wärmer. In Klammern: Zahl der Beobachtungen.) 
-WSW) Winden. 
00 
00 
CD 
e~ 
oo 
8 ffi 
2P 
8P 
nördlich 
südlich 
Diff 
nördlich 
südlich 
Diff.' 
nördlich 
südlich 
Diff. 
Septbr. 
—0.1 
(5) 
+ 0.3 
(10) 
0.4 
+0.1 
(S) 
+0.6 
(3) 
0.5 
+ 0.1 
(5) 
+0.0 
(6) 
0.1 
Oktober 
—0.2 
(4) 
+0.1 
(18) 
0.3 
—0.0 
(3) 
+0.1 
(13) 
0.1 
—0.4 
(4) 
+0.1 
(15) 
0.5 
Novbr. 
0.0 
(3) 
+0.2 
(22) 
0.2 
+0.4 
(3) 
+0.3 
(14) 
—0.1 
0.0 
(5) 
+ 0.6 
(15) 
0.6 
Dezbr. 
—0.1 
(3) 
+0.2 
(14) 
0.3 
—0.1 
(7) 
+0.1 
(14) 
0.2 
-0.3 
(4) 
+0.4 
(13) 
0.7 
Januar 
-0.4 
(10) 
+0.1 
(2) 
0.5 
—0.3 
(10) 
0.0 
(4) 
0.3 
—0.1 
(13) 
+0.2 
(1) 
0.3 
Februar 
—0.3 
(8) 
0.0 
(7) 
0.3 
0.0 
(11) 
+ 0.1 
(8) 
0.1 
—0.4 
(10) 
+ 0.1 
(6) 
0.5 
März 
—0.1 
(6) 
+0.2 
(6) 
0.3 
—0.1 
(8) 
+0.1 
(6) 
0.2 
0.0 
(8) 
+0.3 
(8) 
0.3 
April 
—0.3 
(11) 
+0.1 
(7) 
0.4 
—0.2 
(12) 
+ 0.3 
(9) 
0.5 
—0.1 
(14) 
+0.1 
(4) 
0.2 
Mai 
—0,1 
(6) 
—0.3 
(6) - 
-0.2 
0.0 
(5) 
+0.2 
(4) 
0.2 
—0.2 
(5) 
+0.1 
(2) 
0.3 
Juni 
—0.2 
(3) 
0.0 
(12) 
0.2 
—0.4 
(3) 
—0.1 
(7) 
0.3 
+0.4 
(5) 
0.0 
(10)- 
-0.4 
Juli 
-0.5 
(3) 
0.0 
(14) 
0.5 
—0.4 
(4) 
+0.3 
(6) 
0.7 
+0.2 
(5) 
—0.1 
(5) - 
-0.3 
August 
—0.1 
(5) 
+0.1 
(17) 
0.2 
+0.2 
(6) 
+0.4 
(12) 
0.2 
—0.5 
(8) 
0.0 
(5) 
0.5 
Jahr 
0.3 
0.3 
0.3 
Bei nör 
dlichen 
Winden ist 
also 
Eimsbüttel, bei südlichen 
die 
Seewarte kühler. 
Es sind das 
die 
Winde, welche an die betreffende Oertlichkeit frische, unbeeinflusste Landluft bringen. Die Fälle mit E und 
ESE habe ich ausgelassen, weil diese Winde beiden Stationen Stadtluft resp. Fabrikrauch etc. bringen, 
also keinen Unterschied erwarten lassen. In der obigen Tabelle liegen die Differenzen mit Ausnahme sehr 
weniger Monate im erwarteten Sinne. Im Jahresmittel ist die Station auf der Luvseite der Stadt zu allen drei 
Tageszeiten 0.3° C. kühler, als jene auf deren Leeseite — ein Resultat, welches sich wahrscheinlich auch 
bei allen anderen Grossstädten heraussteilen wird, obwohl es, meines Wissens, noch von keiner anderen 
nachgewiesen ist. 
III. Auszugsweiser Bericht über die Ergebnisse einiger anderen Beobachter 
auf diesem Gebiete aus den letzten Jahren. 
Die grosse Komplizirtheit des Gegenstandes bedingt es, dass die Untersuchungen verschiedener Forscher 
über denselben nur wenig Zusammenhang unter sich aufweisen. Bei der Armutli an definitiven, allgemein 
überzeugenden Schlussresultaten seiner Vorgänger geht jeder Forscher mehr oder weniger wieder vom 
Anfang aus und verfolgt seinen eigenen Gedankengang, so dass eine Verknüpfung der Ergebnisse unter 
einander sehr schwierig ist. Auch die im Obenstehenden mitgetheilten Thatsachen und Ueberlegungen 
können nur die Bedeutung weiteren Materiales zur Lösung der Frage beanspruchen. In dem Wunsche 
jedoch, möglichst zu dieser Lösung beizutragen und die nothwendige Verknüpfung des auf diesem Gebiete 
bisher Geleisteten vorzubereiten, gebe ich im Folgenden eine Reihe von Auszügen aus Arbeiten neueren 
Datums, namentlich aus solchen, welche deutschen Lesern nicht so leicht zugänglich sind wie die Zeit 
schriften der Deutschen und Oesterreichischen Meteorologischen Gesellschaften und die Monatsschrift von 
Dr. Assmann, „das Wetter“. Um jedoch diesen Bericht nicht allzusehr anschwellen zu lassen, will 
ich mich in Bezug auf die Frage nach den lokalen Temperatur-Unterschieden mit einem kurzen Hinweis 
begnügen und nur auf jene nach den Strahlungs-Einflüssen näher eingehen, ohne auch in Bezug auf die 
letzteren eine erschöpfende Vorführung der umfangreichen Literatur im Entferntesten anstreben zu wollen. 
Ueber den Temperatur-Unterschied zwischen Stadt und Land hat Hann in den Sitzungs-Berichten der 
Wiener Akademie, 5. März 1885, und in der Oesterr. Zeitschrift für Meteorologie 1885, Seite 457, berichtet; 
ausser den dort angeführten Beobachtungen sind auch noch neuere zu nennen, welche vom Preussischen 
Meteorologischen Institut in seinen letzten Jahrbüchern mitgetheilt sind, sowie solche, die Prof. Hazen 
theils selbst angestellt, theils bearbeitet hat und in „Professional Papers of the Signal Service, No. XVIII,“ 
Seite 4—9, veröffentlicht hat. Alle Ergebnisse stimmen darin überein, dass die Stadt fast stets wärmer 
als das Land ist; die Untersuchung von Hazen zeigt zugleich, dass dieser Ueberschuss in der kälteren 
Jahreszeit in den Morgen- und Abendstunden viel grösser ist bei klarem, als bei bedecktem Himmel; auf
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.