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Differenzen des trockenen Thermometers hei nördlichen (WKW—ENE) und südlichen (SE-
(4- bedeutet: Eimsbüttel wärmer. In Klammern: Zahl der Beobachtungen.)
-WSW) Winden.
00
00
CD
e~
oo
8 ffi
2P
8P
nördlich
südlich
Diff
nördlich
südlich
Diff.'
nördlich
südlich
Diff.
Septbr.
—0.1
(5)
+ 0.3
(10)
0.4
+0.1
(S)
+0.6
(3)
0.5
+ 0.1
(5)
+0.0
(6)
0.1
Oktober
—0.2
(4)
+0.1
(18)
0.3
—0.0
(3)
+0.1
(13)
0.1
—0.4
(4)
+0.1
(15)
0.5
Novbr.
0.0
(3)
+0.2
(22)
0.2
+0.4
(3)
+0.3
(14)
—0.1
0.0
(5)
+ 0.6
(15)
0.6
Dezbr.
—0.1
(3)
+0.2
(14)
0.3
—0.1
(7)
+0.1
(14)
0.2
-0.3
(4)
+0.4
(13)
0.7
Januar
-0.4
(10)
+0.1
(2)
0.5
—0.3
(10)
0.0
(4)
0.3
—0.1
(13)
+0.2
(1)
0.3
Februar
—0.3
(8)
0.0
(7)
0.3
0.0
(11)
+ 0.1
(8)
0.1
—0.4
(10)
+ 0.1
(6)
0.5
März
—0.1
(6)
+0.2
(6)
0.3
—0.1
(8)
+0.1
(6)
0.2
0.0
(8)
+0.3
(8)
0.3
April
—0.3
(11)
+0.1
(7)
0.4
—0.2
(12)
+ 0.3
(9)
0.5
—0.1
(14)
+0.1
(4)
0.2
Mai
—0,1
(6)
—0.3
(6) -
-0.2
0.0
(5)
+0.2
(4)
0.2
—0.2
(5)
+0.1
(2)
0.3
Juni
—0.2
(3)
0.0
(12)
0.2
—0.4
(3)
—0.1
(7)
0.3
+0.4
(5)
0.0
(10)-
-0.4
Juli
-0.5
(3)
0.0
(14)
0.5
—0.4
(4)
+0.3
(6)
0.7
+0.2
(5)
—0.1
(5) -
-0.3
August
—0.1
(5)
+0.1
(17)
0.2
+0.2
(6)
+0.4
(12)
0.2
—0.5
(8)
0.0
(5)
0.5
Jahr
0.3
0.3
0.3
Bei nör
dlichen
Winden ist
also
Eimsbüttel, bei südlichen
die
Seewarte kühler.
Es sind das
die
Winde, welche an die betreffende Oertlichkeit frische, unbeeinflusste Landluft bringen. Die Fälle mit E und
ESE habe ich ausgelassen, weil diese Winde beiden Stationen Stadtluft resp. Fabrikrauch etc. bringen,
also keinen Unterschied erwarten lassen. In der obigen Tabelle liegen die Differenzen mit Ausnahme sehr
weniger Monate im erwarteten Sinne. Im Jahresmittel ist die Station auf der Luvseite der Stadt zu allen drei
Tageszeiten 0.3° C. kühler, als jene auf deren Leeseite — ein Resultat, welches sich wahrscheinlich auch
bei allen anderen Grossstädten heraussteilen wird, obwohl es, meines Wissens, noch von keiner anderen
nachgewiesen ist.
III. Auszugsweiser Bericht über die Ergebnisse einiger anderen Beobachter
auf diesem Gebiete aus den letzten Jahren.
Die grosse Komplizirtheit des Gegenstandes bedingt es, dass die Untersuchungen verschiedener Forscher
über denselben nur wenig Zusammenhang unter sich aufweisen. Bei der Armutli an definitiven, allgemein
überzeugenden Schlussresultaten seiner Vorgänger geht jeder Forscher mehr oder weniger wieder vom
Anfang aus und verfolgt seinen eigenen Gedankengang, so dass eine Verknüpfung der Ergebnisse unter
einander sehr schwierig ist. Auch die im Obenstehenden mitgetheilten Thatsachen und Ueberlegungen
können nur die Bedeutung weiteren Materiales zur Lösung der Frage beanspruchen. In dem Wunsche
jedoch, möglichst zu dieser Lösung beizutragen und die nothwendige Verknüpfung des auf diesem Gebiete
bisher Geleisteten vorzubereiten, gebe ich im Folgenden eine Reihe von Auszügen aus Arbeiten neueren
Datums, namentlich aus solchen, welche deutschen Lesern nicht so leicht zugänglich sind wie die Zeit
schriften der Deutschen und Oesterreichischen Meteorologischen Gesellschaften und die Monatsschrift von
Dr. Assmann, „das Wetter“. Um jedoch diesen Bericht nicht allzusehr anschwellen zu lassen, will
ich mich in Bezug auf die Frage nach den lokalen Temperatur-Unterschieden mit einem kurzen Hinweis
begnügen und nur auf jene nach den Strahlungs-Einflüssen näher eingehen, ohne auch in Bezug auf die
letzteren eine erschöpfende Vorführung der umfangreichen Literatur im Entferntesten anstreben zu wollen.
Ueber den Temperatur-Unterschied zwischen Stadt und Land hat Hann in den Sitzungs-Berichten der
Wiener Akademie, 5. März 1885, und in der Oesterr. Zeitschrift für Meteorologie 1885, Seite 457, berichtet;
ausser den dort angeführten Beobachtungen sind auch noch neuere zu nennen, welche vom Preussischen
Meteorologischen Institut in seinen letzten Jahrbüchern mitgetheilt sind, sowie solche, die Prof. Hazen
theils selbst angestellt, theils bearbeitet hat und in „Professional Papers of the Signal Service, No. XVIII,“
Seite 4—9, veröffentlicht hat. Alle Ergebnisse stimmen darin überein, dass die Stadt fast stets wärmer
als das Land ist; die Untersuchung von Hazen zeigt zugleich, dass dieser Ueberschuss in der kälteren
Jahreszeit in den Morgen- und Abendstunden viel grösser ist bei klarem, als bei bedecktem Himmel; auf