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Full text: 10, 1887

24 
Datum 
8P 
10P 
12P 
2« 
4a 
6“ 
D. Rothes Thermometer. 
15.—16. Febr. 
0.3 
—0.1 
0.0 
0.4 
0.4 
0.3 
16.-17. „ 
0.5 
0.2 
— 
0.5 
—0.1 
1.5 
F. 
Bewölkung. 
15. Februar 
— 
— 
1 
10 
10 
10 
15.—16. „ 
1 
1 
1 
1 
1 
3 
16.-17. „ 
4 
6 
10 
10 
10 
10 
Auffallenderweise blieben also auch während der Nacht, die mit Farbe bestrichenen Thermometer höher 
als die Lufttemperatur, während sonst bei Thermometern, deren Emission und Absorption verstärkt ist, 
nach Sonnenuntergang das Entgegengesetzte eintritt. Die Bewölkung hatte in diesen drei Nächten an 
scheinend keinen Einfluss auf das Resultat. 
Am 23. Febr., welcher ein 
6“ 
7“ 
8“ 
Lufttemp. 
13.2 
13.4 
14.8 
weiss 
0.0 
0.4 
0.5 
schwarz 
0.3 
0.5 
1.2 
roth - 
-0.1 
—0.2 
0.5 
Erd-Therm. 
2.3 
3.1 
3.3 
Bewölkung 
9 
10 
10 
bewölkter, aber trockener Tag war, stellten sich die Thermometer wie folgt: 
9“ 10“ 11® 12“ 1P 2P 3P 4P 5P 6P SP 
16.2 
16.3 
17.0 
17.1 
18.2 
18.1 
18.7 
18.1 
17.3 
16.4 
14.8 
—0.4 
0.2 
0.0 
—0.1 
0.6 
5.7 
1.9 
0.1 
0.6 
0.5 
0.4 
0.2 
0.9 
1.0 
0.7 
1.3 
6.4 
3.8 
0.7 
0.7 
0.5 
0.4 
—0.4 
0.1 
0.0 
—0.1 
0.6 
5.4 
2.8 
—0.1 
0.2 
0.1 
0.2 
2.7 
4.2 
3.6 
2.9 
4.3 
4.9 
5.1 
2.9 
3.5 
2.6 
0.8 
10 
10 
10 
10 
10 
10 
4 
7 
6 
6 
2 
II. Beobachtungen über lokale Temperatur-Unterschiede (einschliesslich der 
Strahlungs-Einflüsse). 
a) Versuche im Sommer 1885 zu Eimsbüttel. Die Versuche im J. 1885 stellte ich sämmtlich in dem 
mein zweistöckiges Wohnhaus in einer Breite von 8—lim umgebenden kleinen Garten an, der in der 
Mitte sonnig, am Rande mit einigen hohen Bäumen besetzt ist und theils an andere Gärten, theils an 
Häuser anstösst, die indessen nur auf der Südseite eine zusammenhängende Reihe — ca. 16 m von meinem 
Hause abstehend —• bilden. An der Nordseite des letzteren schliessen zwei vorspringende Veranden einen 9 m 
breiten und nur 2 m tiefen Raum ein, welcher von der Sonne nur theilweise am frühen Morgen und späten 
Abend getroffen wird, und in welchem die Luftzirkulation am Boden durch Büsche etc. gehemmt, die 
Ausstrahlung zum Zenit aber theilweise frei ist. Ein und dasselbe Schleuder-Thermometer — ein feines Stab- 
Thermometer von Fuess — wurde nacheinander (1) in ruhiger Lage an einer horizontalen Schnur frei hängend 
in der Sonne, sodann (2) geschleudert in der Sonne, (3) geschleudert im jüngst entstandenen Schatten an der 
Nordseite der Hausecke, wo also die umgebenden Objekte und der Boden theils kurz vorher, theils noch 
jetzt von der Sonne beschienen waren („junger Schatten“), (4) desgleichen an luftigem Platz über Rasen, 
der aber schon seit mehreren Stunden im Schatten lag („alter Schatten“) und endlich (5) im oben beschriebenen 
Raume an der Nordmauer („Winkel“), */2 m von der Hausmauer entfernt. Diese Stelle befindet sich direkt 
unter demjenigen Fenster, welches ich beim Bezüge der Wohnung für die Anbringung eines Fenster-Thermo 
meters am passendsten gehalten hatte, und die Angaben des letzteren, welches allerdings nur 7 cm von der 
Fensterscheibe entfernt, mit der Mauerfläche ungefähr in gleicher Flucht, 2 m über dem Erdboden sich befindet, 
können recht wohl als Beispiel einer leidlich guten Nordfenster-Exposition dienen, weshalb am 27. einige 
Ablesungen an diesem Thermometer zum Vergleich notirt wurden. Am 14. Juni wurden dagegen einige 
Ablesungen am Schleuderthermometer im Baumschatten über Gras an der Südseite des Hauses, also unter 
Rückstrahlung von der sonnbeschienenen Wand, gemacht. 
Die letzte Ablesung in jeder Beobachtungsreihe fand etwa 8 Minuten nach der ersten statt, da an 
jeder Stelle erst durch mehrmalige Ablesung die Ueberzeugung gewonnen werden musste, dass das Thermo-
	        
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