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Volltext : 9, 1886

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Man  sieht,  dass  von  einem  regelmässigen  periodischen  Verlauf  der  Werthe  von  n  für  die  einzelnen
Tagesstunden  nicht  wohl  die  Rede  sein  kann,  sondern  dass  die  maassgebenden  Bedingungen  für  die  Werthe
von  k  sehr  komplizirter  Natur  sein  werden  und  vornehmlich  in  Strahlungsverhältnissen  liegen  dürften.  (Siehe
die  nachstehende  Zusammenstellung  der  Werthe  von  n  nach  den  Tagesstunden).

Differentialquotient  der  Temperaturänderung  (n)  nach  Tagesstunden  und  Hiimnelsansicht.

Tagesstunden

Himmelsansicht
0—5

Himmelsansicht
6-8

Himmelsansicht
9  und  10

0 h —  1‘‘

(+  0.0197)

1  —  2

(+  0.0222)

2  —  3

(+0.0167)

3  —  4

(+  0.0143)

4—5

(+  0.0143)

5—6

—  0.0167

—  0.0240  [—0.0656]

(+  0.0178)

6  —  7

—  0.0456

—  0.0052

[—0.0482]  (+0.0185)

7  —  8

[—0.0348]

8  —  9

—  0.0361

[—0.0290]

9  —10

—  0.0179

+  0.0279

—  0.0080

10  —11

11  —12

12  —13

—  0.0628

13  —14

14  —15

—0.0835  —0.0708

15  —16

+  0.0059

+  0.0138  —0.0053

16  —17

+  0.0002  +0.0160

17  —18

(+  0.0110)

18  —19

+  0.0215  (+0.0167)

19  —20

(+0.0188)

20  —21

(+0.0286)

21  —22

—  0.0189  —0.0179

(+  0.0276)

22  —23

(+  0.0240)

23  —  0

(+0.0200)

Die  in  (..)  gesetzten  Zahlen  beziehen  sich  alle  auf  September  4  bis  5  als  zusammenhängende  Reihe
und  die  in  [..]  gegebenen  sind  am  18.  August  gefunden.
Derjenige  Werth  von  Je,  welcher  keinerlei  Aenderung  der  Temperatur  in  der  durchlaufenen  Luftschicht
voraussetzt,  findet  sich  —  mit  den  Mittelwerthen  berechnet  —  aus
n  *=  0.0341  —0.1490  k
zu  k  =  0.2235.
Alle  Werthe  von  k,  welche  kleiner  sind  als  0.2235,  würden  also  mit  der  Höhe  eine  Temperatur-Abnahme,
diejenigen,  welche  grösser  sind,  eine  Temperatur-Zunahme  involviren.
Aus  dem  Vorstehenden  geht  hervor,  dass  im  Allgemeinen  trigonometrische  Höhenmessungen  in  den  Polargegenden ­
  nur  unzuverlässige  Werthe  geben  können,  wenn  man  nicht  im  Stande  ist,  die  Refraktions-Konstante ­
  für  jeden  einzelnen  Fall  zu  bestimmen.  Allerdings  wird  dieser  Uebelstand  aber  dadurch  etwas  gemildert, ­
  dass  an  bedeckten  Tagen  die  periodische  Tagesänderung  von  k  nur  gering  ist,  und  man,  wenn
nicht  zu  nahe  über  ausgedehnte  Schneefelder  hinweg  visirt  wird,  fast  für  den  ganzen  Tag  dieselbe  mittlere
Konstante  verwenden  kann,  wenigstens  gilt  dies  für  die  Stunden  von  10 h  a.  m.  bis  6 h  p.  m.  (Vergl.  auch
hierüber  a.  c.  United  States  Coast  Survey.
            
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