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Full text: Jahresbericht 1961

Jahresbericht Nr. 16/1961 
Haushaltsmittel die aus der Praxis erhobene Forderung nach deutschsprachigen 
lesbaren Büchern nicht erfüllt werden kann.. 
Die schwache Personalbesetzung der Seehandbuchreferate wurde im Jahre 1961 
durch das unerwartete Ableben des Abteilungsleiters, ORR Kapt. Mertgen, be 
sonders fühlbar. Der Referent IA übernahm für fast 6 Monate die Aufgaben des 
Abteilungsleiters. Diese Tatsache im Verein mit den umfangreichen Zeichen- 
und Satzarbeiten ließ die Arbeit an den Seehandbüchern nicht so vorankommen, 
wie es die Praxis wünscht. Nur 4 Neuauflagen von Seehandbüchern sind erschie 
nen. Mit 18 Nachträgen und einer Ergänzung wurden jedoch die 45 Bände des 
Seehandbuchwerks auf dem neuesten Stand dadurch gehalten, daß diese Arbeiten 
teilweise in freiwilliger Mitarbeit vergeben wurden. Die Handbücher "West 
küste Afrikas, II. Teil", "Nordküste Rußlands, I. Teil" und "Irischer Kanal, 
I. Teil" mußten nachgedruckt werden, weil die Auflagen vergriffen waren. Das 
Heft "Winterbetonnung der deutschen Küstengewässer" konnte wie alljährlich 
im Oktober rechtzeitig herausgebracht werden. 
3. Ozeanhandbücher, Monatskarten, Schiffswege 
Ozeanhandbücher und Seehandbücher sind unterschiedlich aufgebaut, obwohl 
sie ähnliche Aufgaben zu erfüllen haben. Ozeanhandbuch, zeitweilig auch 
Dampferhandbuch genannt, leitet sich her von den Segelanweisungen heimischer 
Gewässer und später denen der transozeanischen Seglerwege, die im vorigen 
Jahrhundert als "Segelhandbücher" herausgegeben wurden. Diesen speziellen 
hydrographischen Arbeitszweig, der sich auf die Beobachtungen und Erfahrun 
gen der Seefahrer gründet, aufgebaut zu-haben, ist das Werk des amerikani 
schen Seeoffiziers und langjährigen Leiters des amerikanischen hydrographi 
schen Dienstes M.P. Maury.^ 
Schiffswege werden auch heute noch unter Berücksichtigung der auf dem 
Ozean herrschenden NaturVerhältnisse gewählt. Grundlagen für die Ausarbei 
tung von Empfehlungen für die Wahl des Weges geben die Reiseberichte der 
Schiffe, Schiffs- und meteorologische Tagebücher sowie die neuesten wissen 
schaftlichen, meteorologischen und ozeanographischen Erkenntnisse. 
Wie das Seehandbuch das Bild der Seekarte ergänzen soll, so das Handbuch 
der Ozeane das der ozeanischen Monatskarten. Aus beiden zusammen kann die 
Schiffsführung ihre Schlüsse für die günstigste Reiseroute ziehen. Geführt 
werden vom D.H.I. zusammen mit dem S.W.A. Monatskarten für den Nord- und 
Südatlant-ischen Ozean sowie den Indischen Ozean. Auf den 12 mehrfarbigen 
Hauptkarten sind die mittleren Wind- und Strömungsverhältnisse dargestellt. 
2) Vgl. A. Schumacher (1955). Matthew Fontaine Maury und die Brüsseler 
Konferenz 1853. D.H.Z. 6, S. 87. Hamburg 
- Seite 20 -
	        
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