Zentralabteilung
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VFS "Komet" wurde ebenfalls im November umgebaut. Es wurden eine Abwas
seraufbereitungsanlage installiert, die Hauptmotoren- und Kupplungsanla
ge automatisiert und die Bullaugen von sechs Kammern höhergesetzt, wo
durch eine Tragfähigkeitszunahme von ca. 60 t erreicht wurde.
VS "Süderoog” und VWS "Wega" wurden im Mai mit einem kompletten Unter
wasseranstrich versehen, überholt und instand gesetzt.
VWS "Atair" wurde fortlaufend gewartet.
Der Auftrag für den Bau eines Vermessungs- und Wracksuchschiffs wurde an
die Kröger Werft in Rendsburg vergeben. Der Neubau soll eine Länge über
alles von ca. 50 m, eine Breite auf Spanten von 11,40 m und einen Kon
struktionstiefgang von 3,15 m erhalten. Die Probefahrtsgeschwindigkeit
soll 11,7 kn betragen, die Vermessung soll unter 1000 BRT bleiben.
2.4.3.2 Einsatz der Schiffe 1985
Auf 16 Fahrten des FS "Gauß" in Nord- und Ostsee fanden Untersuchungen
und Überwachungen statt:
1. Meereskunde:
- Bewegungsvorgänge (Strömungen)
- Vermischungen (Frontenuntersuchungen)
- Physikalische Meerwassereigenschaften (Trübungsmessungen)
Erdmagnetische Messungen auf See (z. B. zur Wracklokalisierung)
- Chemie des Meerwassers (Nährstoff- und Sauerstoffgehalt,
Schwermetalle und Radioaktivität)
- Organische Schadstoffe im Meer (z. B. chlorierte Kohlenwasser
stoffe und Erdöl)
Sedimentgeologie (Ablagerungen).
2. Technik:
- Baumusterprüfungen von nautisch-technischen Anlagen, Instrumenten,
Hyperbel-, Satelliten- und integrierten Navigationsanlagen gemäß
Schiffssicherheitsverordnung
Erprobungen von Geräten für die Meerestechnik.
Das Vermessungs- und Forschungsschiff "Komet" arbeitete in der Nordsee.
Außer den Vermessungsarbeiten wurden einige Fahrten zur Nordseeboje II
durchgeführt, die auch gewartet wurde.
Das Vermessungsschiff "Süderoog" vermaß im Küstenbereich der Nord- und
Ostsee laut Vermessungsplan.
Die Vermessungs- und Wracksuchschiffe "Atair” und "Wega" wurden für
Wracksucharbeiten und zur Überprüfung und Abnahme der im Vermessungsplan
1985 vermerkten Wracks eingesetzt.