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Volltext : 8, 1885 (1889)

23

zwischen  6 a  und  8“,  weil  ihre  Zahl  gegen  jene  an  den  übrigen  Stunden  zurücksteht  unter  7®  zusammengefasst ­
  wurden.  Dasselbe  gilt  für  die  Vergleiche  zwischen  9“  und  12®,  die,  da  die  meisten  zwischen  10®
und  11®  gemacht  sind,  alle  auf  diese  Stunde  vereinigt  wurden.  Ein  Sternchen  (*)  bei  den  Zahlen  deutet
an,  dass  nur  an  einer  vergleichsweise  geringen  Anzahl  von  Tagen  zu  dieser  Stunde  beobachtet  worden  ist.
Die  Vorzeichen  haben  die  oben  erläuterte  Bedeutung.

Tabelle  1.

7

S“--9“



10“--11“



12 a

—l’’

l p -

-2»

2P--3

 P

3'*-_4?



6*-—7

 P

7?--S

 p

Monat

Stf.-Stf.-



















Rot-St.



Rot.

St.

Rot.

st.

Rot.

st.

Rot.

st.

Rot.

St.

Rot.

St.

Rot.

St.

Rot.

O

o

O

o

o

o

o

o

o

o

o

o

o

o

o

o

o

o

Juni  .  .  .

0.54*

0.62*

0.41

0.35

0.15

0.40

0.32

0.30

0.58

0.63

0.54

0.95

0.88

0.99

0.34

0.21

0.35

0.43

Juli....

0  34

0.43

0.43

0.75

0.59

0.75

1.04

1.12

1.49

1.62

1.26

1.42

0.53

0.60

0.51

0.43

August.

-0.42

-0.50

0.16

0.23

0.19

0.33

0.42

0.66

1.01

1  24

1.36

1.47

0.94

1.10

0.69

0.71

0.82

0.76

Septbr..

-0.10

-0.11

0.32

0.38

0.61

0.71

1.07*

1.01*

Oktbr.  .

-0.16

-0  16

0.43

0.52

Novbr.  .

0.01

0.02

0  24

0.21

Januar.

0.13*

0.00*

0.07*

0.02*

März  .  .

-0.08*

—0.02*

1.06*

Die  Betrachtung  vorstehender  Tabelle  zeigt,  dass  von  nach  9®  an  Stf.  stets  höhere  Temperaturen
zeigt,  als  die  beiden  anderen  Beobachtungen  ergeben,  dass  diese  Differenz  ihr  Maximum  erreicht  zwischen
2P  und  3P,  dass  sie  überhaupt  am  grössten  ist  im  Juli  mit  Ausnahme  der  Abendstunden  des  August  und
des  September.  Doch  mag  hier  gleich  dazu  bemerkt  werden,  dass  der  August  1886  in  seiner  letzten  Hälfte
sich  durch  besonders  heisse  klare  Tage  auszeichnete  und  dass  für  September  zu  dieser  Stunde  nur  wenige
Beobachtungen  und  auch  diese  nur  an  heissen  Tagen  gemacht  worden  sind.  Weiter  sei  gleich  darauf  hingewiesen, ­
  dass  die  Differenz  besonders  bei  St.  in  der  Stunde  von  10"—  ll a  klein  erscheint,  ein  Umstand,
der  auf  den  oben  schon  beregten  Sachverhalt  zurückgeführt  werden  kann,  dass  um  diese  Zeit  das  kleine
Gehäuse  von  der  Sonne  gestreift  wurde,  in  Folge  dessen  dies  Thermometer  etwas  höhere  Temperaturen  angenommen ­
  haben  kann.  Für  einzelne  Stunden  der  verschiedenen  Monate  diene  noch  Folgendes  zur  Erläuterung.
Die  Differenz  um  7 a  im  Juni  ist  sehr  gross.  Diese  Beobachtungen  sind  aber  nur  an  4  Tagen  gemacht  und
meist  etwas  nach  7®.  Ausserdem  zeichnete  sich  der  28.  durch  besonders  kräftigen  Sonnenschein  aus,  der  um
diese  Zeit  die  Hütte  schon  beträchtlich  erwärmt  haben  muss.  Der  relativ  niedrige  Stand  von  St.  um  2P—3P
(nur  0.54  kühler  als  Stf.)  ist  aus  vorliegendem  Material  nicht  zu  erklären,  der  hohe  Stand  des  Rotations-Thermometers ­
  zwischen  —7 P  (nur  0?21  kühler  als  Stf.)  findet  vielleicht  seine  Begründung  in  der  vorherrschenden ­
  Wolkenbedeckung,  da  bei  trübem  Himmel  das  rotirte  Thermometer  öfter  abnorme  Angaben  zeigt.  Verglichen ­
  mit  Juni  sind  im  Juli  die  Differenzen  um  8®—9®  klein;  es  mag  aber  dabei  in  Betracht  gezogen  werden,
dass  um  8®  im  Juli  an  22  Tagen  mehr  als  die  Hälfte  des  Himmels  mit  Wolken  bedeckt  war,  darunter
finden  sich  11  Tage  mit  Bewölkung  =  10,  und  10  Tage,  an  denen  um  8®  der  Wind  in  Stärke  4  und  darüber
wehte.  Durch  beide  Umstände  wurde  eine  intensive  Erwärmung  der  Hütte  nicht  möglich,  die  Differenz
gegen  St.  also  vermindert.  Das  Mittel  aus  den  Tagen  mit  Bedeckung  0—5  ergiebt  +0?60  für  St.  und  -+-0?69
für  Rot.  Letztere  Differenzen  dürften,  da  die  ersteren  unter  ganz  aussergewöhnlichen  Verhältnissen,  die
auch  den  sonstigen  Beobachtungen  im  Mittel  nicht  entsprechen  würden,  gewonnen  sind,  auf  grössere  Zuverlässigkeit ­
  Anspruch  erheben  können.  Dann  allerdings  ist  ebenso  wie  im  Juni  eine  bedeutend  grössere
Temperatur  -Erhöhung  bei  Stf.  um  diese  frühe  Zeit  bemerkbar  als  später,  bezw.  zeigt  dann  St.  und  Rot.
erheblich  niedrigere  Temperaturen  als  Stf.  Differenzen  dieser  Grösse  treten  im  Juli  erst  wieder  zwischen
12®  und  1P,  im  Juni  gar  erst  zwischen  l p  und  2 p  auf.  Leicht  könnte  dabei  die  Vermuthung  auftauchen,
dass  in  den  frühen  Morgenstunden  das  Mauerwerk  des  Häuschens,  in  dessen  Schatten  die  Ablesungen
gemacht  sind,  noch  abkühlend  auf  die  Luft  und  auf  die  Thermometer  St.  und  Rot.  wirkt.  Doch  scheint  ein
solcher  Einfluss  nach  darauf  hinzielenden  Vergleichen  am  Abend  ausgeschlossen.  Abends  ist,  wie  oben
gesagt,  ein  Schatten  des  Hauses  nicht  zu  benutzen,  doch  verhindern  die  Bäume  mit  ihrem  Laubwerk  den
Zutritt  der  Sonnenstrahlen  zu  den  Beobachtungsplätzen  von  St.  und  Rot.;  es  konnten  daher  Vergleiche
gemacht  werden  an  der  Nordnordost-Seite  des  Eingang-Häuschens,  die  seit  dem  frühen  Morgen  nicht  mehr
beschienen  war,  und  an  der  Südsüdwest-Seite,  die  während  des  grösseren  Theiles  des  Tages  unter  der  direkten
Wirkung  der  Sonne  gestanden,  sich  also  bedeutend  erwärmt  haben  musste.  Dicht  an  der  Mauer  dieser
            
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