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Volltext : 7, 1884 (7, 1884)

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Afrika,  der  Bai  von  Bengalen,  den  Sunda-Inseln,  China,  Japan  u.  s.  w.  bringen,  der  letzten  Strecken,  welche
die  vom  Atlantischen  Ozean  kommenden  und  ostwärts  bestimmten  Schiffe  zurückzulegen  haben.  Jeder
praktische  Scbiffsführer  weiss,  dass  dieser  soeben  defiuirto  Gegenstand  für  die  Segelschifffahrt  von  grosser
Wichtigkeit  ist,  bisher  aber  noch  nie  in  genügender  und  wünschenswerther  Weise  klargelegt  wurde.  Es  ist
dieser  Mangel  insoferne  wohl  erklärlich,  als  die  jahreszeitliche  Verschiedenheit  der  Winde  und  Meeresströmungen ­
  und  die  in  der  That  verwickelten  hydrographischen  Verhältnisse  der  ostasiatisclien  Gewässer
die  Beantwortung  der  Frage  nach  der  zweckmässigsten  lloute  hier  in  den  meisten  Fällen  von  ganz  besonderer ­
  Schwierigkeit  erscheinen  lassen.  Da  eine  eingehende  Behandlung  des  Gegenstandes  auch  im  Hinblick
auf  das  demnächst  herauszugebende  Segel-Handbuch  für  den  Indischen  Ozean  nothwendig  erschien,  wurde
zu  der,  die  Beantwortung  jener  Frage  bezweckenden  Diskussion  der  Schiffsreisen  das  ganze  einschlägige
Material  der  Seew r artc  herangezogen.
Die  als  Mittheilungen  der  Seewarte  von  Abtheilung  I  in  den  „Annalen  der  Hydrographie
etc.“  veröffentlichten  Aufsätze  sind  an  einer  anderen  Stelle  dieses  Berichtes  aufgeführt.  Hier  ist  hinsichtlich ­
  derselben  nur  zu  bemerken,  dass  wegen  Maugels  an  Itaum  oder  aus  sonstigen  Gründen  das  Erscheinen
in  der  genannten  Zeitschrift  sich  mehrmals  sehr  verzögerte,  so  dass  für  zweckmässig  erachtet  werden  musste,
die  Einsendungen  zu  beschränken.
Die  Mittheilungen  über  das  Wetter  auf  dem  Nordatlantischen  Ozean  wurden  nach  wie
vor  in  der  „Ilamburgische  Börseuhallo“  und  etwas  später  in  der  „Monatliche  Uebersicht  der  Witterung“
publizirt.  Es  konnten  dazu  durchschnittlich  die  Journale  von  20  Segelschiffen  und  44  Dampfschiffen  benutzt
werden.  In  einzelnen  Monaten  betrug  die  Anzahl  der  Schifte,  deren  Journale  für  diese  Arbeit  extrahirt
werden  mussten,  sogar  80  bis  90.
Kartenskizzen  über  die  Verbreitung  des  Treibeises  bei  Neufundland  wurden  ebenso,
wie  in  früheren  Jahren  zu  verschiedenen  Malen  herausgegeben  und  an  die  Kapitäne  der  nach  Nordamerika
fahrenden  Dampfer  und  Segelschiffe  ausgetheilt.  Wegen  anderweitiger  dringender  Beschäftigung  des  Zeichners ­
  des  Institutes  konnte  die  Herausgabe  nicht  so  oft  geschehen,  als  im  Interesse  der  Betheiligten  wohl
wünschenswert!!  gewesen  wäre.  Indessen  wurden  in  Abtheilung  I  fortlaufend  alle  betreffenden  Nachrichten
gesammelt,  um  dieselben  in  einer  umfassenden  Arbeit,  die  für  den  Schluss  der  Eis-Epoche  1884/85  geplant
ist,  zu  verwenden.
Die  synoptischen  Karten  des  Nordatlantischen  Ozeans  wurden  bis  zum  Monat  Januar  1882
fcrtiggestellt  und  dem  Dänischen  Meteorologischen  Institut  zur  Vervollständigung  eingeschickt.  Auszüge
aus  den  Journalen  holländischer  Schiffe,  die  der  Direktor  des  Institutes  zu  Utrecht,  Herr  Professor  Buy  s-Ballot,
  die  Güte  hatte,  einzusenden,  konnten  leider  für  den  Zweck  nicht  verwendet  werden,  weil  darin
die  Beobachtungen  um  8 h  Morgens  fehlten.  Es  muss  bemerkt  werden,  dass  das  Material,  welches  der  Seewarte
  für  die  Zeichnung  der  Karten  zu  Gebote  steht,  wennschon  es  im  Vergleiche  gegen  früher  als  ein  sehr
reiches  bezeichnet  werden  muss,  doch  immer  noch  für  einzelne  Theile  des  dargestellten  Gebietes  erhebliche
Lücken  erkennen  lässt.  Besonders  ist  Dies  im  westlichen  Theile  des  Passat-Gebietes  der  Fall.  Um  diesem
Uebelstande  abhelfen  zu  können,  würde  es  sehr  erwünscht  sein,  wenn  sich  die  Führer  der  nach  West-Indien
und  dem  Golf  von  Mexiko  fahrenden  Dampfer  mehr,  als  bisher  geschehen,  an  der  Journal-Führung  betheiligen ­
  wollten.  Die  diesbezüglichen  Bemühungen  der  Agenturen  und  der  Abtheilung  I  sind  leider  bis
jetzt  erfolglos  geblieben.
Die  meteorologische  Arbeit  in  den  Eingradfeldern  des  Nordatlantischen  Ozeans
wurde  nach  Möglichkeit  gefördert.  Die  Extrahirungen  für  das  in  der  Bearbeitung  befindliche  Quadrat  148
sind  soweit  vorgeschritten,  dass  eine  Veröffentlichung  der  Tabellen  im  Jahre  1885  in  Aussicht  gestellt
werden  kaun.
In  erheblicher  Weise  wurde  die  Thätigkeit  der  Abtheilung,  und  zwar  des  Vorstehers  derselben,  durch
die  Fertigstellung  der  noch  fehlenden  Abschnitte  des  Segel-Handbuches  für  den  Atlantische])
Ozean  in  Anspruch  genommen,  eine  Arbeit,  die  —  wie  bereits  im  vorigen  Jahres-Berichto  bemerkt  wurde
(Seite  21  u.  24)  —  sehr  umfangreiche  und  zeitraubende  Vorarbeiten,  bestehend  in  Auszügen  und  Zusammenstellungen ­
  nach  den  Journalen  der  Seewarte,  bedingte;  indessen  war  es  möglich,  den  Druck  des  Werkes,
der  bereits  in  Angriff  genommen  war,  ohne  Verzug  zu  bewerkstelligen,  so  dass  das  Segel-Handbuch  dem
Plano  gemäss  noch  vor  Schluss  des  Berichts-Jahres  herausgegeben  werden  konnte.
            
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