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Dies sind die genauen Formeln, nach welchen 2h, 23/, Si, ®/, Si, // und ¡a und damit die Deviation
bei gekrängtem Schiffe berechnet werden müssten.
ln der Praxis aber würde das Verfahren zu umständlich sein und auch eine überflüssige Genauigkeit
invol viren.
Erstlich sollen für einen Kompass, für welchen überhaupt die Krängungs-Deviation einer numerischen
Berechnung unterzogen wird, ?f und 6 = 0 sein, d. h. d und b sollen = 0 sein.
Ferner sind f und h als die Koeffizienten des Ueberschusses der magnetischen Induktion an Steuer
bordseite gegen die Backbordseite, oder umgekehrt, für einen mittschiffs aufgestellten Kompass sehr klein.
Man darf also für die Praxis auch / = 0 und h = 0 setzen. Auch kann i niemals ein sehr grosser
Winkel werden, deshalb dürfen wir sini 2 gewiss = 0 setzen. Für die in der Praxis gebräuchlichen
Nährungsformeln setzt man aber auch sin i — i, cos i = 1, also 1 —cos i = sin vers i = 0.
Führen wir diese Substitutionen in die obigen Formeln ein, so wird:
Xt — 1 X
Ferner wird:
V, =
v +t«’■
Legen wir für die Deviation bei gekrängtem Schiff die Nälirungsformel:
d — A + Bsin £'+ Ccos £'+ D sin 2 £'-)- Ecos 2 J'
zu Grunde, so wird:
d, = A +
2/
1 / 7?\
i + Bsin -f- Ccos J' + ■■ (e—Je — ^ j tang& . i . cos £'+ D sin 2 £'+ Ecos 2 £'—
dt = d + %^y i + y(e—*—g) tang ff .i. cos i cos 2 £'•
i cos 2 oder:
C+ff.- ...o w
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Führen wir nun noch für
Stelle 1 — 2 sin £' 2 , so erhalten wir:
1 / _Zti\
j-le — fe—j tang ff die Bezeichnung J ein, und setzen für cos 2 £' an die
di = ö f i + J. i . cos g'— C ~iry'i (1—2 sin £' 2 ); oder:
u f, ü L
* s , c ■ 9 ■, t ■ -1 C . 9 ■ , C + ff ■ . wo 1
di = d + ^z —^z + J\z.cos£ — 2^;* — ¿^z + also:
di = d + i. cos g' -f- y* s * n r 2 + y-z sin g' 2 — -y-z, folglich:
dV = d-f- J\ z. cos g'-f- yf s/w g' 2 -f -^-z (s»z g' 2 —1); und endlich:
di = d + «7. i. cos g' + -?-z sin g' 2 —-y-zcosg' 2 ,
A A
welches die eigentliche Formel für die Krängungs-Deviation ist.