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Full text: 7, 1884 (7, 1884)

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Fig. 10. 
Fig. 11. 
Es hängt also die Grösse dieser Koeffizienten ab von dem Induktions-Koeffizienten der Dwarsschiffs- 
Komponeute des Erdmagnetismus in der Längsschiffs - Richtung und von dem Induktions-Koeffizienten der 
Längsscliiffs-Komponente des Erdmagnetismus in der Dwarsschiffs-Richtung. In den meisten Fällen werden 
diese Induktions-Koeffizienten = 0 sein, wie ein Blick auf die Figuren 5 und 7 zeigt, 
da in den meisten Fällen in Bezug auf die Dwarsschiffs - Induktion die neutrale Ebene, 
bezw. der neutrale Punkt durch die Mittschiffslinie bezeichnet sein wird, und in dieser 
der Kompass aufgestellt zu werden pflegt. Ist der Kompass nicht in der Mittschiffslinie 
aufgestellt, so wird in der von ihm ausgehenden Längsschiffslinie fast immer ein Pol 
von der Dwarsschiffs-Induktion hervorgerufen sein, und zwar wird bei einem an Steuer 
bord aufgestellten Kompass vor dem Kompass Nord-Magnetismus durch Dwarsschiffs- 
Induktion, achter demselben Süd - Magnetismus induzirt sein, wie nebenstehende Figur 
zeigt. Ein an Steuerbordseite aufgestellter Kompass zeigt also meistens —b, ein an Back 
bordseite aufgestellter Kompass dagegen + b. 
Auch d wird in der Regel sehr nahe gleich 0 sein, denn wenn auch die Vertheilung 
des im Schiffe induzirten flüchtigen Magnetismus so sein mag, dass in der durch den 
Kompass gehenden Dwarsschiffslinie die eine Polarität von der Längsschiffs-Induktion 
überwiegt (meistens die des Achterschiffs, Süd-Magnetismus unserer 
Figur 7), so wird doch diese Polarität für einen in der Mittschiffslinie 
aufgestellten Kompass an beiden Seiten desselben sehr nahe gleich stark 
sein, und daher keine Wirkung in der Dwarsschiffs-Richtung bemerkbar 
sein, siehe nebenstehende Figur 11 (a). 
Für einen ausserhalb der Mittschiffslinie aufgestellten Kompass wird 
sich dagegen meistens ein d bemerkbar machen. Steht der Kompass an 
Steuerbordseite, so wird an Backbordseite mehr des von der Längsschiffs- 
Ivomponente induzirten Magnetismus sein, als an der Steuerbordseite, und 
wir erhalten, wenn der Kompass im Achterschiff angenommen wird, ein 
— d. Siehe nebenstehende Figur 11 (b). 
Ein an Steuerbordseite aufgestellter Kompass wird daher, wenn 
nur das Schiff im Grossen und Ganzen auf ihn einwirkt, —b und —d, 
^ und folglich je nach der Grösse von b in Bezug auf d ein fl- oder —31, 
aber stets ein —(5 haben. Ein an Backbordseite aufgestellter Kompass hat dagegen +d und +&, daher 
je nachdem b^ d ein negatives oder positives 31, aber stets ein positives (5. 
Da jede Eisenmasse, deren horizontale Induktionsaxe exzentrisch zum Kompass liegt, 
31 und 6 hervorruft, so muss dieselbe ein +d, oder ein +b hervorrufen, und ist in 
jedem einzelnen Falle das Vorzeichen dieser Koeffizienten nach der Lage der betreffenden 
Eisenmassen zum Kompasse klar; auch müssen diese Koeffizienten stets auftreten, wenn 
bei seitlich aufgestellten Kompassen die mittschiffs liegende Steuerwelle nicht sehr entfernt 
ist. Eine solche Steuerwelle verursacht alsdann für einen an Steuerbordseite aufgestellten 
Kompass ein +d, für einen an Backbordseite aufgestellten Kompass ein —d (ausserdem 
in beiden Fällen ein +ffl), gibt also im ersteren Falle +31 und +®, im letzteren Falle 
— 3t und —(5. Siehe nebenstehende Figur 12. 
Die Formeln für 31 und S zeigen, dass, wenn für den Kompass die Koeffizienten d und 
b in Betracht kommen, sowohl 3t wie © entstehen muss. Nur in dem Falle, wo beide das 
selbe Vorzeichen haben und gleich gross sind, wird 3t == 0, während 6 einen verhältniss- 
mässig grossen Werth erreicht. Haben b und d entgegengesetzte Vorzeichen und sind 
gleich gross, so wird @ = 0, 31 verhältnissmässig gross werden; nur wenn d und b beide 
gleich Null sind, können 31 und ® beide gleich Null werden. 
Ueber die Grösse von d und b auf verschiedenen Schiffen und bei verschiedenen Kompass-Aufstellungs 
orten ist zur Zeit nur wenig bekannt. 
In den Fällen, wo eine Kompensation von St und 6 wünschenswerth sein sollte, wird es sich meistens 
wohl nur um die Aufhebung der Wirkung der Steuerwelle handeln. Es geschieht das alsdann am besten 
Fig. 12.
	        
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