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Volltext : 6, 1883

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Wir  erhalten  alsdann  zwar  nicht  als  Resultat  die  Deviation  d,  sondern  d  —  A.  —  Unsere  in  Rede
stehende  Deviation  ist  aber  jetzt  eine  viertelkreisförmige,  deren  Maximum,  welches  wir  E  nennen  wollen,
auf  N-,  0-,  S-  und  W-Kurs  eintriti,  und  welche  daher  rund  um  den  Kompass  mit  dem  Kurse  doppelt  so
schnell  verläuft,  wie  der  Breiten-Unterschied  gegenüber  der  Distanz,  also  dargestellt  werden  kann  durch
den  Ausdruck  Ecos2Sh  Unsere  Formel  (13)  geht  demnach  über  in:
d—A  =  Bsin  £'  +  Ccos  i'  +1)  sin  2  -f  U  cos  2  C
oder:
(14)  d  —  A  +  BsinC'+  OcosC'+  Esin2C'-{-  Ecos2C'  ■
Auch  bei  der  durch  dwarsschiffs  gerichtete  Induktions-Axen  entstehenden  Deviation  können  wir  in
derselben  Weise  verfahren.  (An  der  Tafel  graphisch  auszuführen!)  Wir  sehen  aber  dann  sofort,  dass,
während  wir  im  Falle  der  Annahme  einer  fortwährend  östlichen  Deviation  vorhin  +4.  (Formel  13)  und
-f-  E  (östliche  Deviation  aufN-Kurs)  erhielten,  wir  nun  zwar  bei  derselben  Verlegung  der  Null-Linie  nach  0
A  aber  —E  (westliche  Deviation  aufN-Kurs)  finden.  Es  wird  also  im  Falle,  wo  in  dieser  Weise  mehrere
exzentrische  Induktions-Axen  die  Deviation  des  Kompasses  hervorgerufen  haben,  nur  der  Unterschied  der
Koeffizienten  E  zur  Geltung  gelangen,  während  die  Summe  der  A  in  Rechnung  kommt.  —  Hätten  wir  aber
die  eine  der  Induktions-Axen,  z.  B.  die  längsschiffs  gerichtete,  wie  wir  im  allerersten  Falle  thaten,  mit  östlicher ­
  Deviation,  zugleich  aber  eine  zweite,  dwarsschiffs  gerichtete  Axe  mit  westlicher  Deviation  angenommen,
so  würden  wir  in  Bezug  auf  die  erstere  Deviation  die  Null-Linie  nach  0  verschieben  müssen,  also  +  A
erhalten;  in  Bezug  auf  die  letztere  Deviation  aber  die  Null-Linie  nach  W  zu  verschieben  haben  und  daher
—A  erhalten,  während  beide  Male  -\-E  resultirt.  Es  kommt  in  einem  solchen  Falle  nur  die  Differenz  der
beiden  A,  dagegen  aber  die  Summe  der  beiden  E  in  Rechnung.  Hiernach  ist  klar,  dass  in  unserer
Formel  (14)  sofort  die  gesammte  Wirkung  sämmtlicher  Eisenmassen,  deren  Induktions-Axen  nicht  zentrisch
zum  Kompass  gerichtet  sind,  zum  Ausdruck  gelangt,  indem  dort  die  Koeffizienten  A  und  E  die  algebraische
Summe  der  A  und  E  aus  den  einzelnen  Axen  enthalten.
Auch  vereinzelte  Eisenmassen,  welche  in  Bezug  auf  ihre  Induktions-Axen  zentrisch  zum  Kompass
gerichtet  sind,  rufen  unter  Umständen  eine  Deviation  hervor,  welche  der  zuletzt  betrachteten  konform  ist,.
Denken  wir  uns  z.  B.  irgendwo  auf  dem  Schiffe  in  der  Nähe  des  Kompasses,  etwa  an  Steuerbordseite  vor
dem  Kompass  eine  solche  Eisenmasse,  so  können  wir  uns  den  in  ihr  induzirten  Magnetismus  immer  dargestellt ­
  denken  durch  den  in  zwei  Stangen,  eine  längsschiffs  und  eine  dwarsschiffs  gerichtet,  induzirten.
In  beiden  sind  dann  die  Induktions-Axen  exzentrisch  zum  Kompass,  und  wir  erhalten  als  deren  Wirkung
die  Koeffizienten  A  und  E.  —  In  der  scliliesslichen  Deviationsformel  (14)  bilden,  wie  wir  gesehen  haben,
die  Koeffizienten  A  und  E  die  algebraische  Summe  der  gleichbedeutenden  Koeffizienten  aus  den  einzelnen
Axen.  Es  ist  daher  auch  klar,  dass  der  Fall  eintreten  kann,  wo  einer  dieser  Koeffizienten  zu  Null  wird.
Ergiebt  z.  B.  eine  der  Induktions-Axen  -f-  A  und  -\-E,  während  die  andere  —A  und  +  E  ergiebt,  so  wird
in  dem  Falle,  wo  die  Wirkung  beider  Axen  auf  den  Kompass  gleich  gross  ist,  +  A  gegen  —A  sich  heben
und  nur  der  Koeffizient  E  sich  zeigen.  Unter  Berücksichtigung  dessen,  was  vorhin  über  die  Deviation  gesagt
wurde,  welche  durch  die  einzelnen,  längsschiffs  oder  dwarsschiffs  gerichteten,  vor  oder  achter  dem  Kompass
befindlichen  Stangen  (Axen)  hervorgerufen  wird,  lehrt  uns  ein  Blick  auf  das  Modell  sofort,  dass  dieser  Fall
stets  eintreten  muss,  wenn  eine  Induktions-Axe  (Stange)  unter  dem  Winkel  von  45°  zentrisch  zum  Kompass
gerichtet  ist.  —  Auch  kann  der  Fall  eintreten,  wo  die  eine  Axe  und  —E,  die  andere  aber  •—A  und  -\-E
ergiebt,  wie  wir  das  schon  früher  zeigten.  Alsdann  kann  auch  E  zu  Null  werden.  —  Sind  endlich  zwei
Induktions-Axen  vorhanden,  von  denen  die  eine  -\-A  und  -)-E,  die  andere  —A'  und  —E'  giebt,  so  müssen
dieselben  symmetrisch  zum  Kompass  liegen,  wie  sich  das  aus  dem  vorher  über  die  Deviation,  welche  durch  die
verschiedenen  Axen  hervorgerufen  wird,  Gesagten  unmittelbar  ergiebt.  Haben  nun  die  in  ihnen  induzirten
magnetischen  Pole  gleiche  ablenkende  Wirkung  in  Bezug  auf  den  Kompass,  so  wird  +A—A'  +  E—E'  —  0
werden  und  es  zeigt  sich  daher  keine  Deviation.  (Man  erinnere  hier  an  den  Intensitäts-Multiplikator!)
In  allen  anderen  Fällen  giebt  jede  einzelne  exzentrische  Axe  für  sich  A  und  E.  Aus  diesem  Grunde  pflegt
man  gewöhnlich  zu  sagen:  „Alles  unsymmetrisch  um  den  Kompass  vertheilte  Eisen  ruft  die  beiden  Koeffizienten ­
  A  und  E  hervor.“  Es  kann  jedoch  auch  strenge  genommen,  symmetrisch  um  den  Kompass  vertheiltes
  Eisen  A  und  E  hervorrufen,  in  dem  Falle  nämlich,  wo  dasselbe  in  seinen  einzelnen  Massen  nicht
die  gleiche  Induktions-Fähigkeit  für  flüchtigen  Magnetismus  besitzt,  das  +  A  und  +  E  der  einen  Eisenmasse
            
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