a'b', die auf einem Brette AB befestigt sind, um die Axe DD' drehbar, dass derselbe nach beiden Seiten
bin geneigt werden kann; der Grad der Neigung kann in einem jeden Falle an dem Gradbogen op abgelesen
werden. Die Axe des unteren Tisches AB ist parallel zur Axe DD’. Durch 2 Klemmschrauben s s können
die Zapfen d d', um welche das Deck sich dreht, in jeder Neigung festgestellt werden, was auch noch durch
die Klemmschraube am Gradbogen zur grösseren Sicherheit bewirkt werden kann. Der ganze obere Theil,
das Deck, wie auch der mit demselben fest verbundene untere Tisch AB ruht auf einer starken Säule S,
die auf dem Fussboden des Lehrzimmers in irgend einer Weise befestigt sein muss. Die Säule trägt in
ihrer Axe am oberen Theile einen starken Zapfen T, woselbst sich auch eine Kompassrose befindet, welche
an dem Zapfen in der Weise festgeschraubt ist, dass sie an der Drehung des oberen Theiles um den Zapfen
keinen Theil nehmen kann. Der ganze Apparat ist bis auf die Rose des Kompasses am Deck an und für
sich vollkommen eisenfrei konstruirt und ist so aufzustellen, dass die Nadel nicht durch benachbarte Eisen
massen beeinflusst werden kann. Wird nun der Kompass am Deck so adjustirt, dass sein Steuerstrich pa
rallel ist mit der Axe DD', so giebt der Kompass den Kurs des Schiffes an und findet dieses auch An
wendung mit Bezug auf die Axe AB des Tisches, da dieselbe, wie oben bemerkt, mit DD' parallel zu sein
hat. Man hat nun zunächst die untere, auf dem Zapfen ruhende Rose genau auf den Kurs einzustellen,
welchen der Kompass an Deck angiebt und wird man alsdann, wenn keine Deviation vorhanden ist, während
das Schiff gedreht (geschwaiet) wird, in jeder Lage den magnetischen Kurs, sowohl oben am Kompasse,
wie unten an der Rose ablesen können. Sobald der Kompass Deviation hat, was der Fall ist, wenn eine
solche durch Magnete oder weiches Eisen hervorgerufen wird, so vermag man mittels der beschriebenen
Einrichtung den Kompasskurs am Kompasse auf Deck mit dem durch die untere Rose angegebenen mag
netischen Kurse zu vergleichen, d. h. man kann durch Schwaien des Schiffes die Deviation rund um den
Kompass bestimmen. Betrag und Sinn (ob östlich oder westlich) der Deviation lassen sich mittels dieser
einfachen Vorrichtung direkt ablesen.
Zur Hervorbringung (Nachahmung) der halbkreisartigen Deviation wird ein Stabmagnet MN
benutzt, der auf einer Schiene OP in einer bestimmten, an der Theilung der Schiene ablesbaren Entfernung