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Full text: 6, 1883

39 
b. Ergebnisse der Prüfung der täglichen, von der Seewarte ausgegebenen 
Wetter-Prognosen (Allgemein) in Prozenten. 
1883 
Nach einzelnen 
Elementen 
Ueberhaupt 
Wetter 
% 
Wind 
% 
Temp. 
% 
günstig 
% 
theilw. 
günstig 
7o 
un 
günstig 
% 
Cresammt- 
resultat 
% 
Januar 
74 
81 
91 
70 
19 
11 
80 
Februar 
68 
76 
81 
61 
25 
14 
74 
März 
81 
78 
88 
74 
14 
12 
82 
April 
77 
81 
81 
77 
24 
9 
79 
Mai 
79 
84 
87 
72 
18 
10 
82 
Juni 
83 
91 
84 
78 
14 
8 
86 
Juli 
87 
88 
91 
81 
14 
5 
88 
August 
78 
86 
88 
73 
20 
7 
83 
September 
76 
79 
80 
67 
21 
12 
78 
Oktober 
86 
80 
80 
76 
14 
10 
83 
November... - 
84 
77 
86 
74 
16 
10 
82 
Dezember 
86 
84 
82 
76 
16 
8 
84 
Mittel 
SO 
82 
85 
73 
16 
11 
82 
Bemerkt mag hier werden, dass 8 Zeitungen, welche bisher die Wetter-Prognosen in Deutschland 
bezogen hatten, dieselben nicht weiter bezogen, was auf den Umstand zurückzuführen ist, dass in den ein 
zelnen Theilen Deutschlands immer mehr Wetter-Bureaux, theils privater, theils amtlicher Natur, entstanden 
und die Inanspruchnahme der Zentral-Stelle in dieser Hinsicht abnehmen konnte. Es muss jedoch der 
Vollständigkeit wegen konstatirt werden, dass im Laufe des Berichts-Jahres 4 andere Zeitungen wieder 
Abonnements auf die Prognosen nahmen und dass das Witterungs-Bureau in Karlsruhe gleichfalls Prog 
nosen bezog. 
Mit Itücksicht auf die näheren Erklärungen über die Bedeutung der Zahlen in den obigen Tabellen, 
wie über die Weise der Mittheilung der Prognosen an die Institute, die Zeitungen u. s. w. wird auf die 
früheren Jahres-Berichte verwiesen. 
V. Aussergewöhnliche Mittheilungen, Sturmwarnungen. 
Die Weise, in welcher der Sturmwarnungs - Dienst geübt wurde, blieb im Berichts-Jahre unverändert 
dieselbe. Durch die Initiative des bei dem Sturmwarnungs-Dienste in erster Linie interessirten Publikums 
wurde im Laufe des Berichts-Jahres die Errichtung einer Anzahl von Signalstellen I. Klasse in Anregung 
gebracht und auch ausgeführt. Es bezogen sich die Neu-Einrichtungen, die von Seiten der Seewarte (des 
Reiches) zur Durchführung kamen, auf die Orte: Stralsund, Neu werk und Schillighörn. Die Noth- 
wendigkeit dieser Signalstellen für die Wirksamkeit des Dienstes an der Nordwest-Küste hatte sich im 
Laufe der Jahre immer deutlicher herausgestellt und wurde schliesslich, wie oben schon angedeutet, durch 
die Oi’ts-Interessenten in eindringlichster Weise der Direktion vorgetragen. In Stralsund war bisher 
nur ein beschränkter Witterungs-Dienst von Seite der Seewarte eingerichtet, indem die Hafen-Telegramme 
und die Witterungs-Bulletins zum Anschläge gelangten. Man hatte bisher mit der Errichtung einer Signal 
stelle I. Klasse daselbst gezögert, weil man der Hoffnung lebte, es liesse sich in dem nahe gelegenen Greifs- 
walder Oie eine solche einrichten. Als die Möglichkeit der Realisirung dieses Planes in immer grössere 
Ferne rückte, erschien die Einrichtung einer Signalstelle I. Klasse in Stralsund unabweisbar. Auf Neuwerk 
erachtete man es sowohl im Interesse des Schiffs-Verkehrs nach und von der Elbe, als auch im Interesse der 
Wattenfahrt zweckmässig, zwischen Kuxhaven einerseits und Weser-Leuchtthurm andererseits noch eine 
Signalstelle I. Klasse einzufügen. Für die Errichtung einer solchen in Schillighörn (Einsegelung in die 
Jahde) waren die Interessen des Verkehrs der Kaiserl. Marine von und nach Wilhelmshaven maassgebend. 
An der Unter-Elbe wurden auf Kosten von Gemeinden, Vereinen p. p. die folgenden Signalstellen ein 
gerichtet: Drochtersen, Neuhaus, Otterndorf und Dorum. Hier galt es vorzugsweise im Interesse 
des Weideviehs Warnungen vor herannahendem Hochwasser (Sturmfluthen) zu geben.
	        
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