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Im Allgemeinen sind die positiven Korrektionen grösser, die negativen kleiner in Barth, als in Memel.
Nimmt man für jeden Monat die algebraische Summe aller Korrektionen einzeln für jeden Ort, und dann
zwischen beiden Summen die Differenz, so erhält man nachstehende Werthe. Die Missweisung würde,
wenn mit beiden Grössen berechnet, im Mittel um diesen Wertli abweichen, und zwar würde sie mit den
Barther Korrektionen um so viel grösser werden, als bisher gefunden worden ist:
Januar
. . 0'.44
Februar
CO
o
März
. . 0'.39
April
. . 0'.49
Mai
• • Ob26
Juni
. . O'.ei
Juli
. . 0'.26
August
. . 0'.45
September
. . O'.bo
Oktober
. . 0'.90
November
. . 0'.62
Dezember
. . 0'.37
oder im Mittel . .
. . 0'.48,
was bis auf O'.i mit dem S. 4 gefundenen Werthe übereinstimmt. Es würden daher diese Korrektionen als
nahe richtig angenommen werden können.
Die Inklination konnte wegen gänzlichen Mangels eines geeigneten Instrumentes nicht bestimmt werden.
Es ist jedoch seit Mitte Oktober 1884 versucht worden die Intensität des Erdmagnetismus in Barth zu
finden. Anregung dazu gab das, S. 63 der „Resultate aus den Beobachtungen des magnetischen Vereins
1836. Herausgegeben von Carl Friedrich Gauss und Wilhelm Weber“, von letzterem daselbst an
gegebene Verfahren. Es wird wegen der Berechnung darauf verwiesen werden können und nur einiges
darüber zu bemerken sein. Auf einem ebenen Brette von etwas über 1 m Länge, das auf drei mit Tuch
beschlagenen Füssen ruht, ist in der Mitte eine Skala von 5 zu 5 cm verzeichnet. Der kleine, in der Mitte
befestigte Kompass hat eine Nadellänge von 42 mm. Der parallelep’pedische Ablenkungsmagnet ist 100 mm
lang, 11 mm breit und hat ein Gewicht von 48120 mg. Die Ablenkungs-Beobachtungen wurden auf beiden
Seiten des Kompasses, abwechselnd mit beiden Enden des Magneten in 4—5 Abständen gemacht, und nach
den angeführten Ortes gegebenen Formeln die Intensität berechnet. Der Magnet ist in der Mitte durch
bohrt, und hier vermittelst eines Korkstückchens eine messingene Oese befestigt, in welche ein feiner
kupferner Haken geschoben werden kann, welcher an etwa 20 cm langen Coconfäden hängt. Die Schwin
gungen wurden nach einem Chronometer beobachtet, und zwar stets 100—200 auch mehr Schwingungen
von 10 zu 10 gezählt. Es ist daher anzunehmen, dass das Mittel aus allen 50 Beobachtungen sich von der
Wahrheit nicht allzuweit entfernen wird. Es geben die Beobachtungen mit 4 und 5 Abständen im Mittel 1.7826.
Die letzten 40 Beobachtungen mit 5 Abständen jedoch
1.7837.