accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : 6, 1883

34

Winkel  von  120°  bilden.  Die  ersteren,  welche  mit  der  Richtung  nach  unten  und  nach  rechts  einen  Winkel
von  60°  einschliessen,  sind  punlctirt,  die  letzteren,  welche  mit  der  Richtung  nach  unten  und  nach  rechts
•einen  Winkel  von  120°  bilden,  voll  gezeichnet.  Trägt  man  nun  auf  den  ersteren  Linien  die  auf  den  verschiedenen ­
  Kompass  -  Kursen  beobachteten  Deviationen  in  Theilen  des  Kompassumfangs  (—  360°)  ab  und
verbindet  die  so  erhaltenen  Punkte  durch  eine  krumme  Linie  —  Deviationskurve,  •—■  so  hat  man  natürlich,
wenn  man  umgekehrt  wieder  aus  der  Deviationskurve  die  Deviation  für  irgend  einen  Kompasskurs  entnehmen
will,  den  Abstand  von  dem  Punkte  in  der  vertikalen  Mittellinie,  welcher  dem  fraglichen  Kompasskurse
entspricht,  bis  zur  Kurve  parallel  zu  den  punktirten  Linien  zu  messen.  Da  aber  diese  Linien  mit  der
Mittellinie  einen  Winkel  von  60°  bilden,  so  liefert  dieser  Umstand  ein  sehr  bequemes  und  einfaches  Mittel,
jeden  betreffenden  Kompasskurs  graphisch  in  den  entsprechenden  magnetischen  Kurs  zu  verwandeln.  Man
hat  dazu  nur  nöthig,  von  dem  auf  dem  eben  beschriebenen  Wege  gefundenen  Punkte  der  Kurve,  dessen
Abstand  von  der  Mittellinie,  in  der  Parallelen  zu  den  punktirten  Linien  gemessen,  die  Deviation  für  den
betreffenden  Kompasskurs  ergab,  längs  einer  solchen  Linie  zur  Mittellinie  zurückzukehren,  die  mit  dieser
einen  Winkel  von  120°  bildet.  Alsdann  hat  man  ein  gleichseitiges  Dreieck  konstruirt  (jeder  Winkel  60°),
und  daher  liegt  der  Punkt,  wo  man  mit  der  Mittellinie  wieder  zusammentraf,  vom  Kompasskurs  um  den
Betrag  der  Deviation  entfernt  und  entspricht  somit  dem  gesuchten  magnetischen  Kurse.  Eine  Umkehrung
dieses  Verfahrens  ergiebt  natürlich  den  einem  besimmten  magnetischen  Kurse  entsprechenden  Kompasskurs.
Um  also  Kompasskurse  in  magnetische  zu  verwandeln,  gehe  man  vom  betreffenden  Kompasskurse  auf  der
Mittellinie  parallel  den  punktirten  Linien  aus  bis  zur  Deviationskurve  und  kehre  parallel  den  voll  gezeichneten ­
  Linien  (denn  diese  bilden  ja  einen  Winkel  von  120°  mit  der  Mittellinie)  zur  Mittellinie  zurück.  Der
so  gefundene  Punkt  derselben  entspricht  dem  gesuchten  magnetischen  Kurse.  Um  aber  zu  einem  gegebenen ­
  magnetischen  Kurse  den  ihm  entsprechenden  Kompasskurs  zu  finden,  gehe  man  von  dem,  dem
magnetischen  Kurse  {entsprechenden  Punkte  der  Mittellinie  parallel  zu  den  voll  gezeichneten  Linien  aus
bis  zur  Deviationskurve  und  kehre  von  dieser  parallel  zu  den  punktirten  Linien  zur  Mittellinie  zurück.
Der  Punkt,  wo  die  Mittelline  alsdann  getroffen  wird,  entspricht  dem  gesuchten  Kompasskurse.
Man  merke  sich  für  dieses  Verfahren  folgende  englische  Verse:
„From  compass  course  magnetic  course  to  gain
Depart  by  dotted  and  return  by  plain.“
„But  if  you  seek  to  steer  a  course  allotted,
Take  plain  from  chart  and  keep  her  head  on  dotted.“
Oder  wenn  man  lieber  deutsche  an  deren  Stelle  setzen  will:
„Willst  du  aus  Kompasskurs  magnet’schen  Kurs  erseh’n
Musst  aus  punktirt,  zurück  zur  Mitt’  auf  voll  du  geb’n.“
„Doch  zeigt  den  Kompasskurs  das  Diagramm  dir  auch.
Geh’  aus  auf  voll,  punktirt  zurück,  das  ist  der  Brauch!“

Anhang  II.  Ableitung  der  Koeffizienten  A,  JB,  C,  D,  T  aus  den  Deviations-Beobachtungen
während  einer  vollen  Rundschwaiung.
Aus  einer  Deviationskurve,  wie  sie  durch  Beobachtungen  über  die  Deviation  während  einer  vollen
Rundschwaiung  erhalten  wurde,  leitet  man  die  Deviationen  auf  den  einzelnen  Strichen  im  Allgemeinen
genauer  ab,  als  aus  den  direkten  Beobachtungen,  da  bei  Konstruktion  der  Kurve  einzelne  fälsche  Beobachtungen ­
  sich  als  solche  manifestiren  und  kleinere  Beobachtungsfehler  bei  Zeichnung  der  Kurve  ausgeglichen ­
  werden.
Man  benutzt  daher  auch  in  der  Praxis  zur  Herleitung  der  Koeffizienten  A,  B,  C,  D,  E  im  Allgemeinen
am  besten  die  Deviationskurve,  es  sei  denn,  man  habe  die  Deviationen  genau  auf  den  8  Hauptstrichen  des
Kompasses  beobachtet.  Der  Berechnung  dieser  5  Koeffizienten  hegen  die  Deviationen  auf  den  Strichen
N,  NO,  0,  SO,  S,  SW,  W  und  NW,  welche  wir  bezw.  durch:
<?o,  di,  d 8 ,  di2,  (5i6,  d 20 ,  <?24,  <?28

bezeichnen  wollen,  zu  Grunde.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.