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Full text: 5, 1882

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Hiernach wurde aufgestellt folgende] 
Korrektions - Tabelle 
für den durch Siedehitze maximal deprimirten Nullpunkt: 
Bei 
Korrektion 
Bei 
Korrektion 
Bei 
Korrektion 
0° 
+0°08 
35° 
+0?12 
<1 
O 
O 
—0?04 
5° 
+0.03 
40° 
+0.11 
75° 
+ 0.01 
10° 
+0.03 
45° 
+0.14 
0 
0 
00 
+0.07 
15° 
+0.04 
50° 
+0.14 
85° 
+0.06 
to 
0 
0 
+0.10 
55° 
+0.10 
Z£> 
O 
0 
+0.07 
25° 
+0.11 
O 
O 
ZD 
0.00 
95° 
+0.05 
O 
O 
CO 
+0.14 
65° 
—0.05 
100° 
—0.04 
Vor der Siedepunkts-Bestimmung am 26. Januar 1883 betrug die Nullpunkts-Korrektion —0?20. 
Die Depression des Nullpunkts durch Siedehitze betrug daher bei diesem Thermometer 0.28. 
Soll die obenstehende Tabelle unmittelbar benutzt werden, so muss das Thermometer vor jeder Tem 
peratur-Bestimmung etwa V2 Stunde lang der Siedehitze ausgesetzt und darf alsdann nicht zu schnell abge 
kühlt werden; anderenfalls gilt die Formel: 
c = ft+ [i-( i J 5 )’](w-ao9) > 
C — die gesuchte Korrektion, 
Co = die Korrektion laut obiger Tabelle, 
t = die Temperatur, für welche C gesucht wird, 
N = die gerade statthabende Nullpunkts-Korrektion 
(Vergleiche Anlage I.) 
b. Zertifikate für ärztliche und andere Thermometer; Bemerkungen auf den Zertifikaten. 
Für alle anderen, als diejenigen Normal-Thermometer, welche wegen der Länge ihrer Skala Siedepunkts- 
Bestimmungen zulassen, existirt nur ein gemeinschaftliches Formular der Prüfungsscheine. Natürlich lässt 
auch dieses durch die Bemerkungen über das zugehörige Thermometer keinen Zweifel zu, welches Instrument 
gemeint ist. Die Temperaturen, für welche die Korrektionen angegeben worden, sind nicht vorgedruckt, da 
diese Thermometer, mit Ausnahme derjenigen für ärztliche Zwecke, in den meisten Fällen den Wünschen 
der Einlieferer entsprechend untersucht werden. In den Anlagen II bis V fiuden sich Beispiele über die 
Ausstellung der hierher gehörigen Prüfungs-Atteste. Es dürfte denselben nur noch Einiges über die Be 
deutung der Worte „Korrektion bei“ hinzuzufügen sein. 
Streng genommen und dem Wortlaute nach müsste man durch geeignete Temperirung des Wassers 
jedes einzelne Thermometer genau auf die an seiner Skala angegebene bezeichnete Prüfungs-Temperatur 
bringen und es dann mit dem Normal vergleichen. Der gefundene Unterschied würde dann die Korrektion 
ergeben. Dabei würde natürlich die Absicht, mehrere Thermometer gleichzeitig zu prüfen, einen äusserst 
geringen Zweck haben und für Maxima-Thermometer überhaupt völlig vereitelt werden. Aus diesem Grunde 
und der Erfahrung, dass selbst bei weniger guten Thermometern die Korrektions-Unterschiede von Grad 
zu Grad, oder selbst von 5 zu 5 Graden eine gewisse Grenze selten übersteigen, wurde an dem Prinzip 
festgehalten, die Temperatur des Wassers auf den vollen Grad zu bringen und nun danach die Thermometer- 
Korrektionen zu bestimmen. Ist also beispielsweise im Zertifikat ausgesprochen: „Bei 40° beträgt die 
Korrektion —0?12“, so erhellt nach dem Vorhergehenden, dass zur Zeit der Prüfung das zu untersuchende 
Thermometer eine Ablesung von 40?12 ergab und das Wasser 40?00 warm war, nicht aber, dass die Ab 
lesung 40?00 war und das Wasser eine Temperatur von 39?88 hatte. 
Wie aus den unter d. gemachten statistischen Angaben hervorgeht, war es in verhältnissmässig seltenen 
Fällen nothwendig, Thermometer in den Prüfungsscheinen als unbrauchbar zu bezeichnen. Es wurde in 
solchen Fällen der Grund, welcher hierzu Veranlassung gab, als Anmerkung dem Prüfungs-Zertifikat bei 
gefügt. So wurde beispielsweise gesagt: 
worin 
bedeutet.
	        
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