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Full text: Jahresbericht 1951

Jahresbericht 
Nr. 6/1951 
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11 Bezugsorte wurden die Darstellungen der mittleren Spring- und Nipp 
tidenkurven neu berechnet und gezeichnet. 
Die Sammlung der deutschen Hoch- und Niedrigwasserbeobachtungen ist 
durch laufende Auswertung der Pegelaufzeichnungen aus dem Bereich der 
Marsehenbauämter Husum und Heide sowie der Wasser- und Schiffahrtsämter 
Tönning und Emden, aus dem Bereich der übrigen Ämter an Hand der ein 
gegangenen Wasserstandslisten fortgesetzt worden. Die 1947 begonnene Ab 
lesung stündlicher Wasserstände von den Aufzeichnungen des Pegels Cuxhaven 
ab 1938 wurde bis zum laufenden Quartal fortgeführt. Auf Bitte der Arbeits 
ausschusses, Küstenausschuß „Nord- und Ostsee“, wurde auch versuchsweise 
mit der Auswertung der Helgoländer Pegelbeobaehtungen von 1881 bis 1890 
begonnnen, die vielleicht Aufschluß über die seitherige Änderung des mittleren 
Wasserstandes oder des mittleren Hochwassers geben werden. 
c) Besondere Arbeiten 
Wie in den vorhergehenden Jahren sind teils für eigene Zwecke, teils für 
die Zwecke einiger Wasser- und Schiffahrtsämter die Gezeitengrundwerte einer 
Reihe von Pegelstellen durch Fourier-Analyse der halbmonatlichen Ungleich 
heiten ermittelt worden. Es handelt sich um 11 deutsche Pegel im Gebiet der 
Ems und Leda, 2 niederländische Pegel an der Ems, von denen die Directie 
Algemene Dienst, Rijkswaterstaat, die Beobachtungen freundlicherweise zur 
Yerfügimg stellte, 5 Pegel an der ostfriesischen Küste und im Jadegebiet, 
4 Pegel an der Hunte und 3 Pegel an der nordfriesischen Küste. Für die 
Pegel Biisum, Wittdün und List wurden die halbmonatlichen Ungleichheiten 
in Höhe aus 9jährigen Beobachtungen neu bestimmt. 
Alle übrigen nonharmonischen Bearbeitungen von Gezeitenbeobachtungen 
sind zurückgestellt worden, um die im Vorjahr begonnenen Versuche zur 
direkten harmonischen Darstellung der Hoch- und Niedrigwasser halbtägiger 
Seichtwassergezeiten zu fördern. Bereits die erste, nach einer Vörabschätzung 
der voraussichtlich wichtigsten Glieder vorgenommene strenge Ausgleichung 
von Cuxhavener Hochwasserzeiten aus 7 Jahren, die gleichmäßig über einen 
19 jährigen Zeitraum verteilt waren, ergab eine Darstellungsgenauigkeit, welche 
die der bisherigen Berechnungsverfahren merklich übertrifft. In dieser Ent 
wicklung waren 44 periodische Glieder berücksichtigt, die sich bei Einführung 
mondknoten-abhängiger Korrektionen zu 28 Hauptgliedern zusammenfassen 
lassen. Die nach der Methode der kleinsten Quadrate erforderlichen Multi 
plikationen und die zu den Beobachtungsterminen gehörigen Argument- und 
Funktionswerte hatte das Dezernat L im Hause mittels der Lochkarten 
maschinen berechnet. Die Hochwasserzeiten des vollen 19 jährigen Zeitraums 
nach diesem Verfahren auszugleichen, erwies sich leider als eine zu umfang 
reiche Aufgabe für die verfügbare Maschinenkapazität. 
Die strenge Ausgleichung ist daher durch ein Näherungsverfahren ersetzt 
worden, bei dem die Beobachtungen nach Argumentgruppen von Hundertstel 
zu Hundertstel des Kreisumfangs zusammengefaßt und gruppenweise mit 
Faktoren multipliziert werden, die sich entsprechend der Einordnung der Be 
obachtungen in die einzelnen Gruppen bestimmen. Die hierzu nötige Vor 
arbeit ist beim Lochkartendezernat beendet und darauf mit der eigentlichen 
Ausgleichung begonnen worden, welche sich nunmehr auf die vollständigen 
19 jährigen Beobachtungen der Hoch- und Niedrigwasserzeiten und -höhen von 
Cuxhaven (1925—1943) erstrecken wird. Vorher wurden die 53 412 Beob 
achtungen graphisch aufgetragen und von groben meteorologischen Störungen 
befreit, ferner sind die voraussichtlich wichtigsten Glieder in den Entwick-
	        
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