vergrößerten sich noch durch Remineralisierungsprozesse. In der mittleren Deutschen Bucht
waren die Nährsalzkonzentrationen am niedrigsten. Die Wassersäule war hier durchmischt
und auch die durch Remineralisierung freigesetzten Nährsalze wurden schnell vom
Phytoplankton wieder aufgenommen (Abbildung 3, 4 und 5).
Erhöhte Ammoniumkonzentrationen in Bodennähe (ENTE 3: 3,5 umol/L; HLOCH:3 umol/L;
ELBE1: 6,8 uMol/L, URST5: 2,2 uUMol/L) zeigten an, dass die Remineralisierung (Abbau
organischen Materials in Bodennähe) begonnen hat. Auch die erhöhten Nitritwerte in diesen
Regionen bestätigten diese Annahme (siehe Abbildung 6 und 7). Durch Nitrifizierung wird
Ammonium unter Sauerstoffverbrauch zu Nitrit als Zwischenprodukt und anschließend
wieder zu Nitrat umgesetzt.
Die an der Station ELBE 1 gemessenen hohen Ammonium- (6,8 uUMol/L) und Nitrit-
konzentrationen (0,3 UMol/L) sind einerseits zurückzuführen auf den schnellen
Remineralisierungsprozess im flachen Küstenbereich und andererseits auf die durch die
Elbe zugeführten Nährstoffmengen.
Die Chlorophylligehalte, als Maß für das Phytoplanktonvorkommen, waren während dieser
Monitoringaufnahme niedrig. Das im Vergleich zu den Vorjahren geringere Algenvorkommen
lässt sich einerseits auf die insgesamt zurückgehenden Nährstoffeinträge zurückführen, aber
auch auf die in diesem Jahr eher unternormalen Wassertemperaturen.
Die im flachen Küstenbereich höheren Chlorophyllgehalte sind dadurch erklärbar, dass hier
die Wassersäule gut durchmischt ist. Hier stehen dem Plankton die remineralisierten
Nährsalze schnell zur Verfügung, aber auch die durch die Flüsse in das Küstenwasser
transportierten Nährstoffe.
Die an einigen Stationen in Bodennähe gemessenen höheren Chlorophyllkonzentrationen
(bis 2,6 uUg/L) sind wahrscheinlich auf absterbendes oder bereits abgestorbenes Plankton
zurückzuführen (Abbildung 8 und 9).
Während in der Nährstoffanalytik die löslichen Nährsalze Nitrat, Nitrit, Ammonium, Phosphat
und Silikat sofort an Bord analysiert wurden, werden die durch Tiefkühlung konservierten
Wasserproben erst im Landlabor auf Gesamt-Phosphor und Gesamt-Stickstoff untersucht.
Die Proben der Radiochemie werden ebenso wie die der organischen Chemie und
Schwermetallanalytik erst in den verschiedenen Landlaboren analysiert, so dass Ergebnisse
noch nicht vorliegen.
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