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Full text: 5, 1882

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IV. Verhältniss der Frequenz der Zugstrassen zu dem Vorkommen der Minima überhaupt. Erratische Bahnen. 
Im Ganzen kamen auf 166 Bahnen 442 Positionen der Minima, welche sich alle auf 8 h resp. 7 h a. m. 
beziehen und von welchen 97 Bahnen mit 243 Positionen auf die kältere und 69 Bahnen mit 199 Positionen 
auf die wärmere Jahreszeit entfallen, wonach also das Bestreben der Minima, eine bestimmte Zugstrasse 
innezuhalten, im Winter grösser ist als im Sommer, da die Anzahl der Minima (nach „Wissenschaftliche 
Ergebnisse etc.“, in Einleitung zur Monatlichen Uebersicht für 1880) in allen Jahreszeiten ziemlich gleich 
ist. Die vorhin angegebene Anzahl der Positionen bildet etwas mehr als den vierten Theil sämmtlicher 
Positionen, welche in dem ganzen Zeitraum auf dem in Frage kommenden Gebiete überhaupt sich zeigten, 
und hieraus könnte man den Schluss ziehen, dass die erratischen Bahnen (mit Einrechnung der stationären 
Depressionen) ungleich häufiger Vorkommen, als diejenigen, welche durch die Zugstrassen gegeben sind. 
Indessen wurden, wie schon oben bemerkt, die Minima südlich von den Alpen, sowie diejenigen der Zug 
strasse V 0 und Va aus der Betrachtung ausgeschlossen, ferner wurden diejenigen Minima nicht berück 
sichtigt, welche nur stückweise die oben angegebenen Zugstrassen verfolgten, und wurde auch der weitere 
Verlauf der Zugstrassei (Ib) nicht in Rechnung gezogen. Ausserdem würden sich hei genauerem Studium 
der Fortpflanzung der Depressionen die erratischen Bahnen wieder in bestimmte Klassen zerlegen lassen, 
die sich zum Theile an die grossen Zugstrassen anlehnen würden, eine Arbeit, die erst dann mit lohnendem 
Erfolge in Angriff genommen werden kann, wenn das Material sich erheblich vermehrt hat. Ich bemerke 
hier beiläufig, dass noch eine nordwärts von den britischen Inseln führende Zugstrasse häufig von den 
Depressionen eingeschlagen wird, welche auf unserem Schema nicht verzeichnet ist. Immerhin aber werden 
die erratischen Bahnen in grosser Anzahl vertreten sein, eine Thatsache, für welche wir unten noch nähere 
Gründe anführen wollen. 
V. Mittlere Tiefe der Minima auf den Zugstrassen. Sturmzentra. 
Die nachstehende Tabelle giebt die mittlere Tiefe der Depressionen auf den verschiedenen Zugstrassen 
für das Jahr und die Jahreszeiten sowohl für die kältere als wärmere Jahres-Epoche, wobei A, B, C 
dieselbe Bedeutung haben, wie in der vorhergehenden Tabelle. In Tabelle IV ist die Anzahl der Sturm 
zentra angegeben, welche in den in Tabelle III verzeichneten Fällen Vorkommen. 
Tabelle III. 
Mittlere Tiefe der Minima nach den einzelnen Zugstrassen (vergl. Tab. I und II) 700 mm +. 
I 
II 
III 
IV 
la 
Vb 
A 
B 
C 
A 
B 
C 
A 
B 
C 
A 
B 
C 
Winter 
38.2 
33.0 
35.5 
38.6 
41.9 
38.3 
38.4 
45.5 
45.1 
36.0 
44.5 
41.5 
45.4 
47.2 
Früh jato .... 
40.o 
47.0 
44.0 
44.4 
45.8 
33.8 
31.4 
37.4 
36.2 
43.5 
34.8 
45.5 
47.0 
45.5 
Sommer 
45.2 
45.4 
46.7 
49.4 
50.2 
47.7 
48.5 
45.0 
46.0 
46.9 
46.4 
46.6 
— 
47.2 
Herbst 
36.5 
34.5 
42.3 
42.9 
42.6 
47.8 
47.0 
44.6 
47.2 
40.9 
40.9 
41.6 
52.2 
49.9 
Jahr 
40.3 
37.8 
42.0 
39.2 
43.7 
41.8 
38.3 
43.5 
43.8 
43.5 
43.0 
44.9 
47.3 
47.0 
Oktb.—März . 
36.8 
31.6 
37.3 
34.9 
40.6 
38.2 
37.2 
43.4 
41.2 
39.4 
38.9 
44.0 
46.5 
47.9 
April — Sept.. 
42.7 
44.0 
44.8 
46.9 
48.4 
47.2 
46.7 
44.3 
47.5 
46.9 
45.2 
46.0 
48.s 
46.3 
Tabelle IV. 
Sturmzentra (vergl. Tah. I und II). 
Oktb.—März . 
9 
10 
6 
9 
18 
6 
13 
12 
7 
7 
6 
5 
5 
6 
April—- Sept.. 
7 
10 
7 
5 
4 
4 
6 
4 
2 
5 
12 
8 
3 
3 
Jahr 
16 
20 
13 
14 
22 
10 
19 
16 
9 
12 
18 
13 
8 
9
	        
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