accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte, 4 (1881)

31 
eine viermalige Einstellung der Objekte, zweimal von rechts, zweimal von links, zu verstehen. In der 
Tabelle ist nur das Schluss-Resultat einer diesbezüglich durchgeführten Untersuchung angegeben. Instru 
mente von offenbar nach falschen Prinzipien ausgeführter Konstruktion (Rothguss, Theilung auf Elfenbein 
u. s. w.) sind hierbei unberücksichtigt gelassen. Die Tabelle gieht einerseits wiederum eine Kritik über die 
Leistungsfähigkeit der Instrumente verschiedener Gattung. Es zeigt sich dabei wiederum, dass die Instru 
mente deutschen Ursprungs recht wohl im Stande sind mit denen von ausländischen Verfertigern zu 
konkurriren. Allerdings ist bei mancher Art von Instrumenten die Anzahl der damit ausgeführten Winkel 
messungen noch zu gering, um darauf Schlüsse basiren zu können, doch kommen auch gerade diese Arten 
von Instrumenten am wenigsten in der Praxis zur Verwendung. Wenn man, wie schon bei Tabelle II be 
merkt, diejenigen Instrumente, welche wirklich in Deutschland verfertigt sind, genauer von denen, welche 
aus dem Auslande bezogen und nur von deutschen Firmen in den Handel gebracht wurden, zu trennen 
vermöchte, so dürfte die Thatsache, dass namentlich die feineren Instrumente, Sextanten und Halb-Sextanten 
besserer Gattung, in Deutschland durchschnittlich besser und korrekter als in anderen Ländern hergestellt 
werden, um so deutlicher hervortreten, wie das eine nebenbei durchgeführte Untersuchung über die un 
zweifelhaft in Deutschland angefertigten Instrumente gezeigt hat. Wenn in späterer Zeit ein noch weit 
reichhaltigeres Material zur Verfügung stehen wird, dürfte eine weitere Ausdehnung dieser Tabelle, in der 
die Instrumente alsdann nicht nur nach ihrer Art, sondern auch nach ihren Verfertigern getrennt werden, 
von besonderem Interesse sein. 
Aus der Tabelle lässt sich ferner die Grösse der mittleren Fehler, welche in der Winkelmessung mit 
Reflektions-Instrumenten verschiedener Gattung von einem geübten Beobachter unter Anwendung der ge 
eignetsten Hülfsmittel (Stativ u. s. w.) noch begangen werden, direkt ersehen. Der Umstand, dass die 
Werthe dieses mittleren Fehlers verhältnissmässig kleiner ausfallen, als nach der Natur der Sache zu 
erwarten steht, dürfte darin seine Erklärung finden, dass auf der Seewarte fast ausschliesslich vom An 
fänge an dieselben Objekte bei den Winkelmessungen zur Prüfung der Instrumente eingestellt wurden, 
und dass daher die mit dieser Prüfung beauftragten Beamten — weitaus die meisten Winkelmessungen 
werden vom Vorsteher der Abtheilung II ausgeführt — in der Schärfe der Einstellung gerade dieser 
Objekte eine ganz besondere Fertigkeit sich erworben haben.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.