1) Bröcking 854 T =
+29.5°
8) Kutter
16
22 T = +24.4°
15) Sackmann 1976 T — +17.o°
2) Bröcking 857 ; —
+ 12.3
9) Eppner
214 : = +23.7
16) Knoblich
1950 = = +22.5
3) Bröcking 749 -- =
+ 6.5
10) Petersen
76 î = +20.6
17) Eckegrèn
800 s = +21.3
4) Eppner 218 > =
+ 17.6
11) Nieberg
614 = = +20.2
18) Bröcking
881 = = +25.2
5) Eppner 210 = =
+ 30.5
12) Iversen
1783 = = +17.9
19) Eppner
215 : = + 9.8
6) Eppner 212 -- =
+25.3
13) Petersen
7o - = +18.2
20) Nieberg
607 = = +21.1
7) Eppner 219 = =
+ 16.2
14) Eckegrèn
801 V = +16.5
Die Gleichungen auf Seite 15 stellen die Gänge der betreffenden Chronometer in den einzelnen
Dekaden dar, um die Gangformeln für die täglichen Gänge zu erhalten, wird man die einzelnen
Quotienten durch 10 zu tlieilen haben, und wollte man sich aus Gangtabelle I die durchschnittlichen täg
lichen Gänge selbst für die betreffenden Zeitintervalle bilden und die Vergleichungen von Neuem ausführen,
so würde man folgende überraschend geringfügige Summen für die in den täglichen Gangdifferenzen übrig
bleibenden Fehlerquadrate erhalten:
1) Bröcking 854 = 0'34
2) Bröcking 857 = 0,26
3) Bröcking 749 = 0,68
4) Eppner 218 0,52
5) Eppner 210 — 0,26
6) Eppner 212 = 0,63
7) Eppner 219 = 1,22
8) Kutter 22 — 0,90
9) Eppner 214 = 0,76
10) Petersen 76 = 0,43
11) Nieberg 614 — 0 S 45
12) Iversen 1783 = 0,53
13) Petersen 75 = 0,29
14) Eckegrèn 801 — 0,72
15) Sackmann 1976 = 0,52
16) Knoblich 1950 = 0,86
17) Eckegrèn 800 = 0,40
18) Bröcking 881 — 1,50
19) Eppner 215 = 1,01
20) Nieberg 607 — 0,71
An der dritten in den Tagen vom 4. Oktober 1879 bis 1. April 1880 abgelialtenen Konkurrenz
prüfung hatten sich 10 deutsche und ein schweizer Fabrikant durch Einlieferung von im Ganzen 41 von
ihnen angefertigten Chronometern betheiligt.
Die Uhren wurden diesesmal die Untersuchungszeit hindurch jeden zweiten und fünften Vormittag
um 10 Uhr durch den Abtheilungs-Assistenten Herrn Dr. Boeddicker mit der Normaluhr der Sternwarte
vermittelst des Registrirapparats auf chronographischem Wege verglichen, und vom Abtheilungsvorsteher
oder dem Observator der Sternwarte Herrn Dr. Schräder an jedem fünften Tage um 2 Uhr Nachmittags
eine zweite unabhängige Vergleichung, zur Herstellung der erforderlichen Kontrolle, ausgeführt; die zur
Ermittelung des Standes der Normaluhr nothwendigen Zeitbestimmungen wurden von Herrn Dr. Schräder
am Meridianinstrumente der Sternwarte angestellt.
Das Verfahren bei der Prüfung selbst schloss sich an das bereits vorhin bei der zweiten Prüfung
beschriebene genau an; es wurden die Temperaturen, denen die Uhren exponirt wurden, in 10- bis
20tägigeu Intervallen von 5 zu 5 Grad variirt, die Chronometer, somit den mittleren Temperaturen 5, 10,
15, 20, 25, 30 Grad Celsius, wobei jede im Ganzen durch einen Zeitraum von drei Dekaden vertreten ist, ausge
setzt. Auf die Innehaltung dieser Temperaturen während der betreffenden Zeitintervalle wurde die grösste.
Sorgfalt verwendet, und es betrug die niedrigste an den meteorologischen Instrumenten abgelesene Dekaden
temperatur -f4.i°, die höchste +30.5°. Die Schwankungen innerhalb der Dekaden- sowie Tagestemperaturen
waren sehr gering, und es überstiegen die Unterschiede der an den Maximum- und Minimum-Thermo
metern abgelesenen Temperaturen für denselben Tag nur in sehr seltenen Fällen den Betrag von 1°.
Die aus den Vergleichungen mit der Normaluhr der Sternwarte abgeleiteten Gänge der einzelnen
Chronometer wurden zu lOtägigen Gangsummen vereinigt, und die Wert he selbst in die nachstehend Seite 18
—21 gegebenen Gangtabellen I und II eingetragen.
Bei der Anfertigung dieser Gangtabellen wurden, zur Herstellung der erforderlichen Gleichmässigkeit,
nur die aus den von Herrn Dr. Boeddicker angestellten Morgen Vergleichungen abgeleiteten Zahlemverthe
zu Grunde gelegt, nachdem eine von uns aus den an den Pentadentagen gemachten Nachmittagsvergleichungen
unabhängig ausgeführte Tabelle in allen Fällen zu nahezu identischen Resultaten geführt hatte.