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Full text: Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte, 3 (1880)

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Tabelle II. 
Grenzen der Windgebiete zwischen 85°—95° östlieher Länge. 
Nordgrenze 
des 
NE-Monsuns. ') 
Südgrenze 
des 
NE-Monsuns. 
Nordgrenze 
des 
NW (SW)-Mons. 
Südgrenze 
des 
NW (SW)-Mons. 
Nordgrenze 
des 
SE-Passates. 
Südgrenze 
des 
SE-Passates. * 2 ) 
Zahl 
Zahl 
Zahl 
Zahl 
Zahl 
Zahl 
Monat. 
Breite. 
der 
Beob. 
Breite. 
der 
Beob. 
Breite. 
der 
Beob. 
Breite. 
' 
der 
Beob. 
Breite. 
der 
Beob. 
Breite. 
der 
Beob. 
Januar . . 
15.6° N 
12 
3.3° N 
21 
0.3° N 
23 
6.2° S 
25 
9.0° S 
29 
30.9° s 
14 
Februar . 
13.3 N 
32 
5.o N 
19 
0.6 N 
19 
8.4 S 
15 ljlO.9- S 
23 
29.9 S 
9 
März.... 
12.8 N 
33 
4.8 N 
37 
2.5 N 
41 
7.4 S 
41 
9.5 S 
51 
29.0 S 
12 
April.... 
12.2 N 
12 
5.0 N 
17 
4.6 N 
29 
3.5 S 
31 
6.4 S 
33 
30.4 S 
13 
Mai 
— 
— 
— 
— 
9.9 N 
12 
1.7 S 
17 
6.6 S 
20 
24.9 S 
10 
Juni .... 
— 
— 
— 
— 
11.9 N 
7 
0.5 N 
13 
8.0 S 
10 
25.i S 
7 
Juli 
— 
— 
— 
—• 
15.6 N 
2 
0.9 S 
3 
4.4 S 
2 
24.2 S 
6 
August . . 
— 
— 
— 
— 
15.2 N 
1 
1.7 S 
3 
7.9 S 
6 
24.6 S 
2 
Septemb. 
— 
— 
— 
— 
5.2 N 
1 
1.5 S 
2 
7.8 S 
2 
24.1 S 
6 
Oktober . 
— 
—- 
— 
— 
— 
— 
5,o S 
1 
27.9 S 
7 
November 
— 
_ 
— 
— 
4.o N 
1 
3.8 S 
2 
1.8 S(?) 
7 
25.4 S 
12 
Dezember 
— 
5.6° N 
7 
3.4 N 
7 
5.1 S 
11 
6.0 S 
20 
28.5 S 
23 
Wie man sieht, sind die Grenzen des SE-Passates, besonders die äquatoriale, am unregelmässigsten, 
namentlich gilt dies für die Herbstmonate und es wird noch weitaus zahlreicherer Beobachtungen bedürfen, 
um die Lage der einzelnen Windsysteme genauer abgrenzen zu können. 
In dem Uebergangsgebiete von dem einen Windsystem in das andere haben sich eigentliche Calmen- 
gebiete bis jetzt mit Sicherheit noch nicht nachweisen lassen; es herrschen daselbst entweder leichte, 
variable Winde, oder eine Windrichtung geht nicht selten in allmählicher Drehung und als leichter Zug in 
die andere über, so dass Schiffe zuweilen fast gar keinen Aufenthalt durch Windstille haben, während 
freilich zuweilen auch der entgegengesetzte Fall eintritt, wo andauernde Stillen den Fortgang hemmen. Ein 
regelmässiges Auftreten dieser Stillen hat sich bis jetzt aber, wie bereits bemerkt, aus den bisherigen 
Beobachtungen nicht ergeben. 
§ 5. Die Regenverhältnisse des Indischen Ozeans. 
Um zunächst die Grenzen eventueller Regenzonen aufzufinden und um gleichzeitig die Frage zu unter 
suchen, in wie weit die einzelnen Windsysteme durch Regenhäufigkeit gekennzeichnet sind und wie sich in 
dieser Beziehung die im vorigen § erwähnten beiden Uebergangsgebiete, nämlich das vom SE-Passat zu 
dem westlichen Monsun und von hier zum Gebiet der Monsune des bengalischen Busens verhalten, wurde 
der Streifen von 80°—100° ö. L., weil für diesen das meiste Material vorhanden war, für jedes einzelne 
Feld von 5° Länge und 2° Breite und für jeden Monat, soweit die Beobachtungen hierzu vorhanden waren t 
die Prozentsätze der Tage mit Regen berechnet. Diese Tabelle möge hier folgen, es sind in derselben 
gleichzeitig die jeweiligen ungefähren Grenzen der einzelnen Windsysteme durch schwarze Linien angedeutet. 
Um den Einfluss des Landes zu eliminiren, sind von 20° n. Br. bis zum Erdgleicher die Beobachtungen in 
dem Streifen 95°—100° ö. L. weggelassen, weil dieselben von den Beobachtungen unter gleichen Breiten in 
den mittleren Theilen des Busens wesentlich abwichen und sind dieselben dann in einer besonderen Tabelle 
gegeben (Tabelle IV a). Die erste Tabelle giebt die Anzahl der Beobachtungstage und darunter die Anzahl 
der Regentage für je 2 zu 2 Breitengrade fortschreitend, die zweite Tabelle giebt die Prozentsätze der 
Regentage. Die Gewichte dieser Zahlen lassen sich dann aus der ersten Tabelle erkennen. 
•) Weiter nördlich wird die Windrichtung nördlicher und geht schliesslich bis KW, entsprechend der nordwestlichen 
Richtung dieses Monsunes über der Gangesebene. 
2 ) Zwischen 70°—95° ö. L.
	        
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