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Beide Verfahren haben Schwierigkeiten, in Küstennahe
Eis zu detektieren, bzw. in Küstennahe wird auch Eis
gefunden, wenn gar keines vorhanden ist. So wird im
Sommer in der Ostsee östlich von löTE von beiden
Verfahren Eis diagnostiziert, bei SSMI etwa viermal so
viel wie bei AMSR. Der Faktor vier entspricht auch
etwa dem Unterschied in der Fläche der Footprints.
Weiterhin wird sehr lockeres Eis oder Neueis
manchmal nicht detektiert.
Wegen des großen Einflusses der Küsten sind die
Satellitendaten in dieser Form in der südwestlichen
Ostsee (Abbildung 2.5) nicht zu gebrauchen. Der
höchste Peak in den AMSR Daten stimmt zwar zeitlich
mit dem Maximum der Eisbedeckung im Modell
überein, ist im Rauschen aber nicht signifikant von
anderen Peaks verschieden, so dass die
Übereinstimmung auch nur reiner Zufall sein könnte.
Betrachtet man aber nur den Bereich östlich von 15°E
(Abbildung 2.6), so ist zum einem das Verhältnis
Küstenzone - offenes Meer kleiner und die
Eisbedeckung des offenen Wassers größer, so dass
hier die Satellitendaten gut zu gebrauchen sind. Bei
höherer Eisbedeckung stimmen die SSMI und AMSR
Daten gut überein, SSMI gibt etwas höhere Werte, was
höchstwahrscheinlich durch den größeren
Küsteneinfluss bedingt ist. Ist die Eisbedeckung erst
einmal groß genug, um in den AMSR Daten gut
erkennbar zu sein, so ist die Eisbedeckung im Modell
immer größer als die Eisbedeckung aus den AMSR
Daten. Ein Grund dafür ist wohl die Tatsache, dass
AMSR sehr lockeres Eis nicht erkennen kann; diese
Gebiete fehlen dann im Vergleich zu dem Modell. Aber
auch das Modell ist nicht perfekt.
Both methods have difficulties detecting ice close to the
coast, i.e. they may also detect ice in coastal waters
although there is none. For example, in summer, both
methods detected ice in the Baltic Sea east of 15^,
SSMI indicating about four times the quantity detected
by AMSR. The factor four corresponds more or less to
the difference in the footprint size. Besides, very open
ice or new ice sometimes fails to be detected at all.
Because of the considerable influence of the coasts,
satellite data in this form is unsuitable for use in the
area of the southwestern Baltic Sea (Figure 2.5).
Although the highest peak in the AMSR data
temporally matches the modelled maximum of ice
coverage, this match may be mere coincidence
because it does not differ significantly from other peaks
within the noise. However, considering only the area
east of 15^ (Figure 2.6), the ratio between coastal
zone and open sea is smaller and the ice cover of the
open water larger, so that the satellite data are well
suitable in this area. With larger ice coverage, there is a
good match between SSMI data and AMSR data,
although SSMI produces slightly higher values,
probably due to the greater influence of the coast.
Once the ice coverage is large enough to be easily
detected in the AMSR data, the modelled ice cover is
always larger than that derived from the AMSR data.
This may be attributable to the fact that open ice
cannot be detected and these areas are missing, in
contrast to the model. But the model, too, has its
deficiencies.
Baltic east of 15E
Abbildung 2.6. Eisbedeckung der Ostsee östlich von 150 aus AMSR (blau), SSMI (rot) und BSH-
Modell (grün) Daten
Figure 2.6. Ice coverage of the Baltic Sea east of 15E computed from AMSR (blue), SSMI (red), and
from BSH model data (green)