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Die Tonnen, welche früher die Untiefen in der Boca und in der Bucht
kennzeichneten, sind eingezogen und durch 1,2m hohe weisse Stangen mit drei-
eckigen Toppzeichen ersetzt worden, welche auf 4,6m Wasser stehen.!)' Es sind
15 solcher Stangen, und die betreffende Nummer ist auf denselben in schwarzen
Zahlen angebracht. Die bei der Spitze Guayacanes stationirte Tonne ist gleich-
falls eingezogen, aber nicht durch eine Stange ersetzt worden.
Küste von Costarica.
Port Limon,°) in 10° 0 N-Br und 83° 3‘ W-Lg, ist von den Offizieren
des V. St. Dampfers „Kansas“ im Jahre 1872 vermessen und als ein sicherer
und bequemer Ankerplatz, mit gut haltbarem Ankergrund, bezeichnet worden.
Gegen die herrschenden NE-Winde schützt Grape Cay die Bucht genügend.
Grape Cay liegt 6 Kblg in Ost von der Spitze, auf welcher die Stadt
Zimon erbaut ist, und ist hei einer Breite von 229m in der Richtung Nord—Süd
366m lang. Auf der höchsten Spitze dieser Iusel, welche eine Höhe von 15m
hat, ist ein Leuchtthurm erbaut worden, auf welchem 18,3m über dem Erdboden
cin weisses festes Feuer brennt, welches bei klarer Luft 6 bis 8 Sm weit
sichtbar ist.?)
Der Erdboden auf Grape Cay besteht aus schwarzer Gartenerde; os ge-
deihen fast alle Sorten tropischer Früchte und Pflanzen daselbst, auch befinden
sich grosse Waldungen auf der Insel. Auf den die Insel umgebenden Felsen-
riffen sind sehr viele Fische und am Strande finden sich viele Sorten von
Schalthieren.
Die Stadt Limon wurde 1872 begründet und ist seit ihrer Verbindung
mit der Costa Rica-Eisenbahn im Jahre 1873 sehr angewachsen. Der Grund,
auf welchem sie erbaut, ist aufgeschüttet, um für die Häuser einen besseren
Untergrund zu haben. Der Ort ist im Allgemeinen gesund, denn das Wechsel-
fieber ist daselbst nicht so gefährlich und in seinen Folgen nicht so schädlich,
als das „Chagres-Ficber“, welches hier gar nicht vorkommt.
Die Produkte dieses Distrikts sind Gummi, Sassaparilla, Schildpatt,
Cedernholz und Kaffee. Die Einfuhr dagegen besteht grösstentheils aus Proviant
und hat einen Werth von ca 600 000.4, wogegen die Ausfuhr nur einen Werth
von ca 200000 „A repräsentirt, Der Handel wird hauptsächlich durch ameri-
kanische Schoner betrieben.
Küste von Honduras.
Insel Bonacea.“*) Nach einem Bericht des Lieut. W. G. Le Cocq,
von I. Br. M. S. „Zephyr“, 1878, befindet sich au der Südseite der Insel auf
Cay XIT ein festes Feuer, welches 6 Sm weit sichtbar ist. Dasselbe ist, vom
Ankerplatz gesehen, roth uud im Uebrigen weiss, soll jedoch in nächster Zeit
in ein nach allen Richtungen weisses Feuer umgeändert werden.
Die Bevölkerung, welche wegen der Fliegen auf der Insel hauptsächlich
auf den Cays lebt, betrug im Jahre 1878 ca 350.
Insel Utilla.®) Derselbe Offizier hat ferner berichtet, dass auf dem
Ostriffe des East Harbour ein kleiner hölzerner Leuchtthurm steht, auf welchem
ein weisses festes Feuer brennt,. welches 4 bis 5 Sm weit sichtbar ist. Man
darf sich jedoch nicht zu sehr auf das Brennen dieses Feuers verlassen.
Auf dieser Insel leben ca 200 Engländer, welche hauptsächlich Früchte
bauen, die in grossen Mengen nach New-Orleans verschifft werden. Im Jahre
1877 wurde die Insel Utilla von einem Orkan heimgesucht, welcher grossen
Schaden anrichtete. .
Hafen von Belize.) Auf English Cay brennt jetzt an einem weissen
Mast ein weisses festes Feuer, welches sich 13,7m über Hochwasser befindet
1) s. No. 714 qd, „Nachr. £, Seef,“ 1878.
%) Vgl. pag. 652,
5) 8. No. 116 d. „Nachr, £, Seef,“ 1879.
Ya. a. O. pag. 296 und No. 1124 d. „Nachr. f, Seef.“ 1879,
5) a. 8a. O. pag. 305 und No. 1125 d. „Nachr. f. Seef,“ 1879,
Ya. 8. OO. Dpag. 396-—329 und No. 1053 d. „Nachr. £. Seef.“ 1879.