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Volltext: Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte, 2 (1879)

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fand gleich bei Antritt der Reise und im allerersten Theile derselben statt; denn es ergibt sich unter Zu- 
C V 
grundelegung von — — —0.031 und -= +0.020 
/. A 
+0.117, 
+0.089, 
+0.028, 
während das Mittel der ganzen Reise unter Ausschluss der Beobachtung in der Nordsee = 0.012 war. Da 
auf der zweiten Reise eine wesentliche Abnahme nicht mehr konstatirt ist, so dürfte jetzt ein nahezu per 
manenter Zustand eingetreten und die Kompensation von B als den Verhältnissen entsprechend anzusehen sein. 
3. Barkschiff Thalassa. Grösse 647 R.-Tons. Im Jahre 1875 auf der Reiherstiegschiffswerfte in 
Hamburg gebaut. Aufstellung des Kompasses genau so wie bei der Melpomene auf der vorderen Reling 
des Kajütsdecks, 3 Meter vor dem eisernen Besahnsmast. Im Februar 1876 wurde das Schiff segelfertig 
und trat Anfang März seine erste Reise an; dieselbe ging zunächst nach Friedrichstadt in Norwegen und 
von dort mit einer Ladung Holz nach Melbourne. Wegen der Winterzeit war es nicht möglich, Beobacht 
ungen zur annähernden Bestimmung der Deviationskoeffizienten und eventuellen Kompensation im hiesigen 
Hafen zu machen, auch gelang es nicht, bei Antritt der Reise das Schiff vollständig zu schwaien, sondern 
nur im nordwestlichen Quadranten auf den Strichen zwischen West und Nord die Deviation zu bestimmen. 
Es ergab sich daraus unter Annahme von A = 0, E — 0: B = +5.8, C = —15?o, D = +4?5, und 
wurde eine mit diesen Werthen berechnete Deviationstabelle dem Kapitän mitgegeben. Nach Berichten des 
Kapitäns aus Friedrichstadt hatte sich diese Tabelle so nahe als richtig erwiesen, dass bei Benutzung der 
selben bemerkenswerthe Fehler in der Bestimmung des Schiffsortes durch die Loggerechnung nicht vorge 
kommen waren. Kompassbeobachtungen konnten nicht gemacht werden; die ersten ausführlicheren finden 
sich im Deviationsjournal am 12. Mai auf 44.° N und 11° W. Es ergab sich hiernach B = +5?8, C = 
—ll?s, also nur eine äusserst geringe Abnahme des permanenten Magnetismus, dann scheint diese in der 
Querschiffskomponente schneller erfolgt zu sein, da schon am 26. Mai auf 6° N und 23° W, G = —4?4 be 
obachtet wurde. Von diesem Zeitpunkte an ergibt die Rechnung für die beiden Reisen die folgenden Werthe 
der Koeffizienten: 
am 7. Juni 1878 auf der Elbe -y = 
P 
„ 14./18. Juni 1878 Nordsee y = 
A 
„ 19./21. Sept. 1878 36° N und 16° W y = 
A 
Reise. 
c 
T 
/ 
X 
V 
T 
v' 
T 
P 
X 
j Wahrsche 
Q einer Beo! 
2 Einheiten d 
II ® 
inl. Fehler 
achtung in 
3. Dezimale 
<E 
I. Mai 76 — Sept. 77. -0.042 
II. Dez. 77 — April 79 - .044 
-0.001 
+ .013 
+0.021 
+ .010 
+0.039 
+ .024 
+0.215 
+ .189 
-0.030 
- .046 
14 
16 
32 
13 
Mittel ¡| -0.041 
+0.006 
+0.016 
+0.032 
+0.202 
-0.038 
15 
23 
Die Induktionskoeffizienten haben einen ähnlichen Werth wie bei den beiden ersten Schiffen, ebenso 
im Mittel die beiden Kurskoeffizienten und i bei beiden macht sich indess gegen die erste Reise eine 
K A 
Abnahme bemerkbar, die auch schon bei Urania auftrat und vielleicht eine Folge von grösseren Schwank 
ungen im magnetischen Zustande während der ersten Reise ist. Im Uebrigen ist von dem angegebenen Zeit 
punkte an auf beiden Reisen nur eine geringe Abnahme des permanenten Magnetismus zu bemerken; die 
Längsschiffskomponente hielt sich trotz ihrer Grösse als nahezu unverändert gegen den gleich anfangs auf 
der Elbe beobachteten Werth. Die Querschiffskomponente zeigt während der ersten Reise beträchtliche 
Schwankungen und zwar grösser, als bei den beiden ersten Schiffen. Während der zweiten Reise hören 
diese Schwankungen vollständig auf, und ist die Darstellung der Beobachtungen durch die berechneten 
Koeffizienten der Formel sogar eine ausserordentlich genaue.
	        
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