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Volltext : Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte, 2 (1879)

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Magnetische  Inklination.  Aus  den  mit  zwei  Inklinations-Nadeln  des  Deviations-Magnetometers  Nr.  369
ausgeführten  Bestimmungen  wurde  der  Mittelwertli  für  1879.3  zu  67°  55'.7  nördlich  abgeleitet.
Swi/nemünde.  Magnetische  Deklination.  Von  dieser  Hauptagentur  liegen  Beobachtungen  vor  für
die  Monate  von  Februar  bis  November,  woraus  sieb  ein  Mittelwerth  ableiten  lässt  für  1879.5  von  11°  6'.4
westlich.  Verbindet  man  diesen  Wertli  mit  jenem  für  1878.5  (siebe  Jahresbericht  I,  Seite  107)  von  11°  12'8,
so  erhält  man  für  die  Säkular-Aenderung  den  Werth  von  —6'.4.
Magnetische  Inklination.  Gleichzeitig  mit  den  Bestimmungen  der  magnetischen  Deklination  wurden
auch  stets  solche  der  Werthe  der  Inklination  ausgeführt.  Durch  die  Reduktion  dieser  Bestimmungen  erhält ­
  man  für  1879.5.  ..  67°  50'.4  nördlich;  verbindet  man  damit  den  Werth  der  magnetischen  Inklination
von  1878.5  zu  67°55'.8,  so  erhält  man  eine  jährliche  Abnahme  dieses  Elementes  des  Erdmagnetismus  von
etwa  5  Minuten,  was  wohl  etwas  zu  hoch  ist.
Neufahrwasser.  Magnetische  Deklination.  Es  liegen  von  dieser  Hauptagentur  Reihen  von  Beobachtungen ­
  für  jeden  einzelnen  Monat  von  Januar  bis  November  vor.  Hier  wie  in  Swinemünde  konnte  eine
Reduktion  auf  das  Tagesmittel  durchgeführt  werden,  woraus  sich  für  1879.5...  9°  22'.2  westlich  ergab.
Magnetische  Inklination.  Gleichzeitig  mit  den  Bestimmungen  der  magnetischen  Deklination  wurden
auch  solche  der  Inklination  ausgeführt  und  daraus  der  Mittelwerth  abgeleitet,  wie  folgt:
1879.5  67°  27'.2  nördlich.
In  Swinemünde,  Neufahrwasser  und  Bremerhaven  wurde  die  Horizontal-Komponente  des  Erdmagnetismus
nicht  auf  absolutem  Wege  bestimmt;  für  die  praktischen  Zwecke  der  Navigation  wurden  stets  die  Relativ-Werthe
  für  jede  Nadel  der  resp.  Deviations-Magnetometer  durch  Schwingungen  und  in  manchen  Fällen
auch  durch  Ablenkungen  ermittelt.
Rostock.  Magnetische  Deklination.  An  dieser  Agentur  der  Seewarte  wurden  die  Beobachtungen
nur  mittelst  eines  Azimut-Kompasses  ausgeführt,  hei  welchem  eine  umlegbare  Rose  nicht  in  Anwendung
kam.  Es  wurde  in  einem  jeden  Monat  von  Januar  bis  Dezember  beobachtet  und  zwar  nahezu  immer  um
die  Stunden  9  Uhr  Morgens  und  2  Uhr  30  Minuten  Nachmittags.  Daraus  wurden  für  1879.5  die  folgenden
Mittelwerthe  abgeleitet:
für  9  Uhr  Morgens....  12°  12'.3  westlich,
„  2.5  „  Nachmittags  12°  20'.o  „
Die  tägliche  Amplitude  der  Variation  der  magnetischen  Deklination  würde  darnach  zu  7'.7  im  Mittel
für  1879  anzunehmen  sein,  während  der  Mittelwertli  der  Deklination  sich  zu  12°  16'.l  westlich  berechnet.
Es  muss  hier  übrigens  bemerkt  werden,  dass  hei  der  Ableitung  der  obigen  Werthe  Bestimmungen,
welche  sich  auf  den  ersten  Blick  als  zu  grosse  Werthe  ergehend  erkennen  liessen,  eine  Berücksichtigung
nicht  gefunden  haben.  Die  Abweichungen  können  entweder  durch  ungenaue  Einstellung  des  Azimut-Kompasses ­
  erklärt  werden  oder  auch  darin  begründet  liegen,  dass  die  Beobachtung  an  einem  Tage  gemacht
wurde,  an  welchem  die  magnetischen  Elemente  gestört  waren.
Wilhelmshaven.  Observatorium  der  Kaiserlichen  Marine.  Die  Werthe  der  magnetischen
Elemente  werden  durch  den  Vorsteher  des  kaiserlichen  Observatoriums  allmonatlich  in  den  dem  Monats-Hefte
  der  Annalen  der  Hydrographie  und  Maritimen  Meteorologie  beigegebenen  Tabellen  der
meteorologischen  Elemente  veröffentlicht.  Eine  Zusammenstellung  der  dort  mitgetheilten  Werthe  der  magnetischen ­
  Elemente  ergiebt  folgende  Mittelwerthe:
Magnetische  Deklination  Magnetische  Inklination  Ilorizontal-Intensität
für  1879.5  14°  25'.o  westlich  68°  0'.6  nördlich  1.7811.
Aus  den  Reihen  der  monatlichen  Bestimmungen  ergiebt  sich  für  die  magnetische  Deklination  eine  jährliche
Abnahme  (Säkular-Aenderung)  von  7'.8  nördlich.

Am  Schlüsse  des  Berichtes  über  die  Thätigkeit  der  Abtheilung  II  muss  hervorgehoben  werden,  dass
derselben  ausser  den  hier  behandelten  wissenschaftlichen  und  praktischen  Leistungen  noch  eine  Anzahl
Arbeiten  zufiel,  die  in’s  Einzelne  gehend  darzulegen  kaum  angezeigt  sein  würde.  Es  genügt  zu  erwähnen,
dass  den  Beamten  der  Ahtheilung  die  Bedienung  des  Sch  reib  er’sehen  Barothermographen  und  die  Ableitung ­
  der  mittelst  desselben  erhaltenen  Registrir-Resultate  oblag.  Um  ferner  von  der  Ausdehnung  der
durch  dieselben  zu  erledigenden  Korrespondenz,  zumeist  wissenschaftlicher  Natur  und  die  Gebiete  berührend,
            
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