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Full text : Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte, 1 (1878)

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Die  Angaben  über  Seegang  sind  nach  der  Skala  0—9  zu  machen,  wie  solche  in  der  Instruktion  für
die  Signalstellen  S.  28  erklärt  sind.
Für  die  genauere  Beschreibung  besonders  hervorragender  Erscheinungen  ist  die  letzte  Seite  jedes
Blattes  offen  gelassen.  Namentlich  sind  dabei  Stürme,  so  weit  sie  nicht  schon  auf  der  vorhergehenden
Seite  im  Zusammenhänge  mit  einer  Sturmwarnung  besprochen  sind,  zu  berücksichtigen.  Die  Form  dieser
Nachrichten  muss  dem  Beobachter  anheimgestellt  bleiben,  allein  es  wird  empfohlen,  auch  in  diesen  Fällen
das  Schema,  welches  auf'  der  vorhergehenden  Seite  für  die  Beschreibung  der  Stürme  gegeben  ist,  sich
zum  Muster  zu  nehmen  und  die  Aufzeichnungen  so  zu  gestalten,  dass  dai'aus  die  Zeiten  der  Aenderungen
in  der  Windrichtung  und  der  Windstärke  (Beginn  und  Ende  des  Sturmes  u.  s.  w.)  deutlich  zu  ersehen
sind,  sowie  die  Zeit  der  grössten  Stärke  des  Sturmes,  die  gleichzeitige  Richtung  desselben  und  endlich  die
verursachten  Schäden  an  Fahrzeugen,  Baulichkeiten  oder  am  Strande.
Das  folgende  Beispiel  der  Beschreibung  eines  Tages  auf  der  ersten  und  der  letzten  Seite  des
Blattes  wird  die  Art,  in  welcher  die  Angaben  über  „Witterungs-Erscheinungen“  gewünscht  werden,  klar
machen.  Unter  a)  „tägliche  Beobachtungen“  kann  z.  B.  vom  11.  November  stehen  :

11.  755.8  WSW  4

WNW  7

NW  5

4.5

3  0

4

1  Vi h  schwere  Graupelböe  mit  Gewitter,

und  da  an  diesem  Tage  eine  schwere  Böe  vorkam,  unter  b)  „besondere  Phänomene“  eine  Beschreibung
in  der  Art  der  folgenden:
„Am  11.  holte  der  am  Morgen  SWliche  Wind  gegen  Mittag  westlicher,  wehte  in  Böen  bis  zur
Stärke  6  und  7,  und  sprang  um  l'/i  Uhr  in  einer  schweren  Böe  (Stärke  bis  9)  mit  Graupeln  und  Regen
nach  NW  um,  darauf  wieder  WNW  in  schwächeren  Böen,  von  1  bis  U/a  Uhr  mehrmals  Blitz  und  Donner.
Das  Dach  einer  Scheune  wurde  abgerissen,  an  Schiffen  aber  kein  Schaden  verursacht.“

59.  Um  genaue  und  vollständige  Ausfüllung  der  für  den  Namen  der  Signalstelle  (oben),  den
Monat  (oben  links)  und  das  Jahr  (oben  rechts)  bestimmten  Stellen  in  den  losen  Blättern  wird  dringend
ersucht.
Signalisten,  welche  zugleich  einer  Normal  -  Beobachtungsstation  der  Seewarte  vorstehen,  brauchen
die  beiden  für  „Witterungs-Erscheinungen“  bestimmten  Seiten  nicht  auszufüllen,  da  vorausgesetzt  wird,
dass  die  betreffenden  Daten  bereits  in  den  ausführlichen  Beobachtungstabellen,  welche  sie  der  Seewarte
einsenden,  enthalten  sind.  Nur  über  etwaige  durch  Stürme  verursachte  Schäden  wären  die  Angaben  auch
von  ihnen  an  dieser  Stelle  (auf  der  letzten  Seite)  zu  verzeichnen,  soweit  sie  nicht  schon  unter  den  Sturmwarnungen ­
  behandelt  sind.
Es  ist  der  Uebersiehtlichkeit  wegen  vortheilhaft,  wenn  alle  Mittheilungen  der  Signalstelle  für  einen
Monat  auf  einem  Blatte  zu  finden  sind,  und  kann  danach  die  Schrift  erforderlichen  Falls  etwas  beengt
werden.  Reicht  aber  in  einem  unruhigen  Monat  der  Platz  nicht  aus,  so  ist  entweder  eine  Klappe  anzukleben ­
  oder  ein  neuer  Bogen  zu  nehmen,  der  dann  neben  dem  Monatsnamen  die  Bezeichnung  II  erhalten  muss.
            
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