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Full text: 1, 1878

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Das Folgende giebt ein Beispiel der Ausfüllung dieser beiden Seiten: 
2. Seite : 
15 
2 h 20' p. m. 
Barometer Helgoländer Bucht rasch Q j 2 h 30'p. m. 
9 h p. m. 
fallend, mit starkem noch zuneh- | 
am 16. 
menden SW. Signalball aufheissen. 
3. Seite : 
15 
2 h p.m. 
S 2 
wolkig, Wolkenzug aus SW 
3 
756.5 
14 
Horizont sehr sichtig. 
4 h = 
SW 5 
bedeckt, = = WSW 
753.4 
16 
Wind auffrischend, böig. 
Bj h = 
WSW 8 
bedeckt, trübe, feiner Regen 
6 
752.0 
15 
5|—8 h Wind SW—W. 
7 h = 
W 9 
starker Regen, dick verstopfte Luft 
8 
752.5 
12 
Stärke 8—9, häufig Regen. 
8 h = 
WNW 6 
theilweises Aufklaren 
8 
754.0 
9 
Sturm lässt nach. 
10 h = 
NW 4 
heiter, einzelne Wolken aus N 
Nachts NW 2—4, trocken, meist 
sternklar. 
„Das Wasser stand schon vor dem Sturme 0.4 m über Mittelwasser und stieg bis 8 h Abends auf 
1.2 m über Mittelwasser; ein Oderkahn kam in’s Treiben und strandete bei Durch das Auf 
ziehen der Signale wurden 2 Schiffe, die zum Auslaufen bereit waren, rechtzeitig gewarnt; sie verliessen 
den Hafen erst am 16. in der Frühe.“ 
Die erste und letzte Seite jedes Blattes ist für die Notirung der Witterungserscheinungen, unab 
hängig von den Sturmwarnungen, bestimmt. Die erste enthält ein Formular für die regelmässigen täglichen 
Beobachtungen, in der Form, wie dieselben den Zwecken der Seewarte besonders entsprechen würden; die 
mehr oder weniger vollständige Ausfüllung dieses Formulars seitens der Signalisten ist freigestellt, mög 
lichste Vollständigkeit, Regelmässigkeit und Zuverlässigkeit der Eintragungen jedoch sehr wünschenswerte 
Es empfiehlt sich die Beobachtungen sofort einzutragen und sich nicht etwa auf sein Gedächtniss 
dabei zu verlassen. Gelegentliches Ausfallen einer Beobachtung hat keine grosse Bedeutung; dagegen dürfen 
in keinem Falle Angaben eingetragen werden, die nicht durch direkte, sichere Beobachtung erhalten sind 
oder nicht der (innerhalb 5—10 Minuten) genauen Beobachtungszeit entsprechen; in zweifelhaften Fällen 
sind demnach die Angaben lieber ganz fortzulassen. 
50. In die erste Spalte ist der Stand des Aneroids aufzunehmen, welches von der Seewarte ge 
liefert und im Wetterkasten aufgestellt ist, und zwar allein für 8 Uhr Morgens. In die folgende Spalte ist 
die Richtung des Windes, rechtweisend, nach 16 Strichen und die Stärke des Windes nach der 12theiligen 
Skala des Admirals Beaufort einzutragen; deren Wiedergabe in Worten findet sich in der Instruktion für 
die Signalstellen der Seewarte, S. 23. 
In den folgenden drei Rubriken ist das Wetter der Kürze und Uebersichtlichkeit halber mit Ziffern 
nach derjenigen Skala (0—9) zu bezeichnen, welche in der gedachten Instruktion S. 19 angegeben ist, je 
doch so, dass bei Regen, Schnee, Dunst, Gewitter ausser der resp. Ziffer 5, 6, 7 oder 9 auch die Bewölkungs 
ziffer gegeben wird, also z. B. 3, 5 = wolkig, Regen, oder 4, 6 = bedeckt, Schnee u. s. w. sowie überhaupt 
nach Bedarf mehrere Zahlen neben einander gestellt werden können, z. B. 5, 8 — Regen und Nebel. In 
diesen 3 Rubriken sind nur die Niederschläge zu verzeichnen, die zur Zeit der Beobachtung herrschen. 
Hagel und Graupeln sind in den Bemerkungen zu verzeichnen, in welchen überhaupt thunlichst viele Angaben 
über die vorgekommenen Niederschläge und deren genaue Zeit erwünscht sind. Um Platz zu gewinnen, 
empfiehlt es sich, in diesen Bemerkungen für die Niederschläge diejenigen internationalen Zeichen anzuwenden, 
welche auch in den Wetterberichten und Wetterkarten der Seewarte sich finden, namentlich • für Regen, 
-)£ für Schnee, für Nebel u. s. w. 
51. In allen Fällen, vor Allem aber bei besonderen Erscheinungen, wie Stürmen, Regen-, Schnee 
oder Hagel-Böen, Platzregen, plötzlichem Umspringen des Windes bei starkem Wehen, und dgl. ist es nicht 
dringend genug anzuempfehlen genaue Angaben über die Zeit der Erscheinungen zu machen; ohne die 
selben verlieren die Beobachtungen, da es sich um die Verfolgung der Erscheinungen von Ort zu Ort han 
delt, den grössten Theil ihres Werthes.
	        
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