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Volltext : Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte, 1 (1878)

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auf  der  Wand  zu  bilden,  oder  indem  man  die  Wand  mit  Schlingpflanzen  überzieht.  Wo  die  Wand  dem
Winde  sehr  ausgesetzt  ist,  hat  die  zeitweise  Besonnung  derselben  keinen  erheblichen  Einfluss,  ausser  hei
sehr  stillem  Wetter.  Es  ist  wünschenswerth  das  Gehäuse  vor  dem  Fenster  eines  im  Winter  ungeheizten
Raumes  anhringen  zu  können.  Jedenfalls  muss  die  Zeit,  in  der  das  Fenster  vor  der  Ablesung  offen  steht
behufs  Heranziehung  und  Oeffnung  des  Gehäuses,  event,  auch  zur  Befeuchtung  des  nassen  Thermometers
u.  s.  w.  so  kurz  als  irgendwie  möglich  gemacht  werden.  Der  Beobachter  muss  sich  sorgfältig  hüten  hoi  der
Beobachtung  die  Thermometer  zu  berühren  oder  auf  dieselben  zu  athmen,  indem  sonst  unrichtige  Temperaturen ­
  erhalten  werden.
•27.  Das  Thermometergehäuse  besteht  aus  Zinkblech,  ist  in  einem  eisernen  Gestelle  aufgehängt
und  hat  die  aus  den  Figuren  9  a  und  9b  ersichtliche  Einrichtung.  An  der  eisernen  Axe  a  a  ist  zunächst

ein  Schutzdach  festgelothet,  das  mit  einem  Schornstein  zur  Verstärkung  der  Ventilation  versehen  ist.
Darunter  sitzen  zwei  drehbare  durchbrochene  Blechcylinder  auf  der  Axe,  deren  äusserer  von  kreisrundem,
deren  innerer  von  elliptischem  Querschnitte  ist.  Das  obere  und  untere  Tragkreuz  des  inneren  Cylinders
wird  mittelst  zweier  Schrauben  an  der  Axe  festgeklemmt,  während  der  äussere  Cylinder  drehbar  ist.  Ausser
der  Beobachtungszeit  sollen  die  beiden  Halbcylinder  über’s  Kreuz  stehen  und  das  Gehäuse  dadurch  geschlossen ­
  sein.
An  der  Axe  a  a  befinden  sich  ferner  die  Messingarme,  welche  das  Psychrometer,  das  Minimum-Thermometer
  und  den  Glasnapf  für  das  Befeuchtungswasser  für  das  nasse  Thermometer  tragen.  Alle  diese
Theile  sind  bereits  vor  der  Versendung  an  der  Seewarte  annähernd  in  die  richtige  ..Lage  gebracht  und
adjustirt.
Das  eiserne  Gestell  wird  mit  Hülfe  der  beiden  starken  eisernen  Bolzen  b  b,  welche  am  zweckmassigsten
  einzugypsen  sind,  an  der  Mauer  neben  dem  Fenster  in  der  Art  befestigt,  dass  das  Gehäuse,
wenn  herangezogen,  gerade  vor  eine  zur  Ablesung  günstige  Scheibe  des  Fensters  zu  stehen  kommt,  in
solcher  Höhe,  dass  die  Ablesung  der  Thermometer  nicht  durch  die  Fenstersprossen  behindert  werde.
Darnach  schiebt  man  die  Axe  des  Gehäuses  mit  dem  unteren  Ende  in  die  Führung  am  unteren  Gestellarme ­
  ein,  setzt  dieselbe  mit  dem  oberen,  platten  Ende  in  der  Lage  in  die  Gabel  am  oberen  Arme  des
Gestelles,  dass  der  Träger  des  Minimum-Thermometers  vor  das  Psychrometer  zu  liegen  kommt,  wenn  das
Gehäuse  an’s  Fenster  herangezogen  wird  und  befestigt  dieses  obere  Ende  durch  die  horizontale  Schraube
und  Mutter.  Alsdann  muss  das  Gehäuse,  wenn  an’s  Fenster  angezogen,  so  zu  stehen  kommen,  dass  die
Ebenen  der  seitlichen  Oeffnungen  des  inneren  Blechcylindcrs  sowohl  als  jene  der  Messingarme  für  die
Thermometer,  mit  den  Fensterscheiben  parallel  sind;  ist  dieses  nicht  der  Fall,  so  bringt  man  die  Theile,
            
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