Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland.
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Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland.
(Amtlich)
[Fortsetzung und Schluß des Teiles 2.]
2. Häfen am nördlichen Teile der Ostküste Neufundlands,
. Goldson-Arm
heißt die schmale Förde, die sich von Starve Head 3%3/, Sm weit südwestlich er-
streckt. Herring Neck ist der bewohnte Hafen in der Einfahrt.
An- und Einstenerung. Die Joe-Klippe liegt rw. 58° (mw. O01!/N) 41/, Kblg
vom Nordostende Bacalhao-Eilands 5.5 m (3 Fad.) unter Wasser, Die Bacalhao-
Klippe, etwa 1 Sm östlich vom Nordostende von Bacalhao-Eiland, ist 1.2 m (4)
hoch, aber rundumzu von Untiefen umgeben, so daß man an die Klippe nicht
näher als auf !/, Sm heranlaufen darf. Kiar-Riff, etwa 1%, Sm östlich vom Süd-
westende Bacalhao-Eilands, ist bei Niedrigwasser in der Wasserlinie und ist ge-
wöhnlich an Brandung kenntlich. 2 Kblg westlich davon liegt die Blowhard-
Klippe, auf der selbst bei mäßigem Seegang schwere, aber nicht ständige Bran-
dung steht. Die Wassertiefe zwischen ihr und Kiar-Riff ist groß. 3 Sm nord-
östlich vom Kiar-Riff sind einige kleine Stellen mit 13 m bis 26 m (7 bis 14 Fad.)
Wasser darüber, auf denen es bei schwerer See gelegentlich brandet. Herring
Head, eine steile und 80 m (264’) hohe Huk, liegt 1'/4 Sm südöstlich vom Süd-
westende Bacalhao-Eilands und bildet den Ausläufer eines schmalen Vorgebirges
von New World-Eiland, das sich 21!/, Sm weit in nordöstlicher Richtung vor-
schiebt, Die Herring-Inseln, kleine und etwa 6.1 m (20’) hohe Inseln, liegen
2 Kblg vor Herring Head, und die Goose-Inseln liegen mitten zwischen Herring
Head und Berry-Eiland. Beide Inselgruppen sind rundumzu steil. E
Steuert man den Goldson-Arm hinauf, so halte man sich an der Nord-
westseite des Armes, die 1!/, Sm weit unter Wasser steil abfällt, Ein kleines
Schiff kann in Ship Cove, eben innerhalb der nördlichen Huk, oder in Starve
Cove, an demselben Ufer, aber !/, Sm weiter einwärts, ankern. Klippen sind
einige Meter vor der Einfahrt der letzteren Bucht. Ein größeres Schiff findet
in diesen kleinen Buchten nicht Platz und muß, da vor ihnen 55 m (30 Fad,.)
Wasser sind, den Arm weiter hinauflaufen. Zu diesem Zwecke steuere man,
wenn die Mündung des Burnt-Armes offen liegt, unter der Nordseite des Armes
entlang und halte dabei die Klippe nördlich von Herring Neck frei von der
Südostseite des Armes. Man meidet so eine 5.5 m (3 Fad.)-Stelle, die beinahe
mitten im Fahrwasser liegt. Ist man oberhalb der Einfahrt zum Burnt-Arm,
so ankere man auf 18m bis 24 m (10 bis 13 Fad.) Wasser über Schlick.
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1914, Heft V, Tit. VI.
Ein Dampfer kommt von Lewisport im Sommer und Herbst wöchentlich
einmal nach Herring Neck,
Cobbs-Arm,
23/, Sm südlich von Herring Head, ist 4 Kblg breit und schneidet 3 Sm weit in
das Land ein. Im Sommer findet man mittelmäßigen Ankerplatz auf 24 m (13 Fad.)
Wasser vor der engen Einfahrt des flachen Armes, der die, Fortsetzung des
Hauptarmes bildet. Dünung rollt nach Stürmen von See hinein. Kalkstein wird
an der Südseite des Ankerplatzes und in der Fortsetzung des Armes gebrochen.
Landmarken. Red-Eiland, !/, Sm südöstlich von Herring Head, ist klein
und niedrig. Duck-Eiland, 1!/, Sm südöstlich von Herring Head, ist in südwest-
licher Richtung etwa 7 Kblg lang, schmal und 55 m (181’) hoch. Eine schmale,
aber tiefe Durchfahrt trennt das Eiland von den südlich davon liegenden nied-
rigen Grassy-Inselchen. Jacks-Eiland liegt %/, Sm südsüdwestlich von Duck-
Eiland und ist durch seinen höchsten Gipfel, der am Nordostende zu 72 m (235)
Höhe ansteigt, auffällig. Tinker-Eiland ist ein kleiner Kegel von 18 m (60’) Höhe.
An- und Einsteuerung. Vom Nordostende Red-Eilands erstreckt sich ein
Riff 1 Kbly weit, und die Haypook-Klippe mit weniger als 1.8 m (6) Wasser
darüber liegt rw. 190° (mw. SW*/,S) 2 Kblg von Red-Eiland. 1 Kblg vor der