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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 65 (1937)

Helbig, K.: Klima und Wetter im südlichen Batak-Land auf Sumatra. 57 
8. VI. Trockenzeit. Nachts 12h beim Aufbruch ist es drückend warm, kaum kühler als am Tage, 
Erst gegen 5h kommt etwas frischer Morgenwind auf, Tau fällt, bisher war es noch ganz trocken. 
Schon um 10% sind 31°, bald 32°. Auch abends nach Sonnenuntergang bleibt es über 830°, 
3, VI. Vor Sonnenaufgang schon zieben weiße Nebel über die Steppe; 6%h sind sie bereits auf- 
gelöst, Temperaturen wie am Vortage kaum erträglich. 
Gebirge. Bila-Ketten: 7. III. 1931. Während der ganzen Nacht Regen, morgens ist alles grau. Wir 
bleiben den ganzen Tag über in diesigem Wetter, oft mit leichtem Tröpfeln. Erst gegen 16%h 
klart es auf, und zuletzt liegt noch heller Sonnenschein über den Bergen, 
8, III. Den ganzen Tag über ist der Himmel bedrohlich bezogen, aber kein Regen, Nachts klarer 
Sternenhimmel. 
9. III. Den ganzen Tag trübe und kühl, Vereinzelte Schauer. 
10. III, Im Tal von Sopo Onang auf etwa 500m zwischen zwei der Ketten morgens sehr frisch, 
Die Sonne liegt schon über den Bergen, erreicht aber erst 8°h das Kampong auf der Talsohle, 
Tagsüber steigen Wolken gleich Dämpfen aus den tiefen Tälern aufwärts und verhüllen die 
Kämme. Im Tal des Botung (zwischen den beiden anschließenden Staffeln) liegt helle Sonne. 
Die stark beschienenen Steine am Ufer des Flusses brennen die Fußsohlen durch; das stagnierende 
Wasser in den Ecken der Sawahs (bewässerten Reisfelder) ist über 40° warm. 
IX. Wir übersteigen den höchsten Kamm des Si Manalaksak auf gut 1700 m von Süd nach 
Nord. Unter uns liegt ein schneeweißes Wolkenfeld; ein Gewitter grollt darin. Dann kommen 
wir binein. Es wird ganz dunkel, und Regen wie aus Wannen prasselt auf uns nieder. Im Tal 
von Sarula nördlich des Hauptkammes regnet und gewittert es bis in die Nacht weiter. Es soll 
hier schon acht Tage lang fast ununterbrochen regnen, während hinter uns, südlich des Haupt- 
kammes, noch die Zwischentrockenzeit herrscht. 
Dolok (Massenbergland). 17. IV, 1931. Wir haben den YTingka Pangaribuan (im Nordteil des Dolok) 
hinter uns. Unter uns im Tal des Pandjamaan gießt es in Strömen. Das Prasseln dröhnt herauf, 
In parallelen Streifen ziehen die Böen vorüber. 
22. IV. Auf dem Marsch vom Sandean-Tal (im Ostteil des Dolok) über den Sibung zum Pane-Tal 
hinüber haben wir schwerste Regen von Vormittag bis in die Nacht hinein, Es ist kühl dabei; 
auf 500 m bei Sonnenuntergang 21°, bei Aufgang nur 17°. 
24. IV. Wir sind in den letzten Tagen nicht mehr trocken geworden, und das Marschieren auf den 
durchweichten Böden wurde zur schwersten Anstrengung. 
Vulkangebirge von Angkola, Westseite, 1. V. 1931, Von Si Pirok aus kommend, sind wir hinter 
dem Bualbuali bald in Wolken. Ganz fein umgibt uns der tropfige Nebel, hin und wieder geht 
er als leichter Regen nieder. Kühler Wind geht den ganzen Tag und beschüttet uns mit kalten 
Tropfen aus den Bäumen. Gegen Mittag wird es etwas wärn er, auf 900 m 24°, Nachmittags aber 
schwerste Regen; das Gebirge hängt ganz in Wolken. Wir müssen den Marsch frühzeitig abbrechen, 
2, V. Der gestrige Regen hält bis heute gegen 10h durch. Die hochangeschwollenen Flüsse er- 
schweren den Weitermarsch, 
Hochfläche von Mittel-Habinsaran. ARegenzeit. Parsoburan (1160 m) und Nachbarschaft 
mitten auf der Fläche. 28. X. 1930. 6h; 14,5%, bewölkt, jedoch Gebirge klar, Gras bis gegen 
10h naß vom Tau. Dann Sonne, doch Bewölkung bieibt, Gegen 14h kurzer Regenschauer, ab 
14%”h wieder hell. Von 15h Regen aus S, Habu-Habu (am Ostrand der Fläche, 2300 m hoch) 
ganz in Gewittern, bis in die Nacht. 18h; 19°, 
29. X. Regen bis gegen 7h, Habu-Habu kommt später klar heraus, um bereits vor 10h wieder in Wolken 
zu verschwinden. 1lh;: 23.5°; 13h; 26°, Kurz vor 14h Regen, klart von 16h wieder auf. 19h: 16°, 
30. X. 6h: 15%. An den Bergen Wolken. Von 10h an klart es auf; um 14h am Habu-Habu 
Gewitter. Ab 16h Regen über der Steppe, lebhafter Wind dabei. 17h: 18.5°, man fröstelt. 
Regen bis in die Nacht. 
31,X. 6h: 13.5°%, Ab 7h helle Sonne. Heftiger Westwind. Noch um 10h nur 17°, um 13h 250, 
Am westlichen Randgebirge Regen, später weiße Wolkenbänke am Habu-Habu und ab 19h 
Allenthalben Landregen bis in die Nacht. 20h; 16.59, 
XI. 6h;: 14°, bewölkt. 10h: 17°, Gegen 12h einen Augenblick Durchbruch der Sonne, 26°. 
Bei einsetzendem Regen um 13h fällt die Temperatur sofort auf 23°, Es regnet mit kurzen 
Unterbrechungen wolkenbruchartig weiter, 16h: 17°, Vor dem Habu-Habu tiefliegende Wolken- 
bänke. Es ist klar ersichtlich, daß es am und vor dem Gebirge häufiger regnet als in der freien 
Steppe. 20h; 14° 1, 
XI. Ab 9%h Sonne bei Cu-Bewölkung. Es wird warm. 14h; 27°, Dann Wolken aus SE, 
Habu-Habu verschwindet schnell. Temperatur sinkt auf 23° und weiter, um 16h nur noch 18,5°, 
Wolkenbrüche, Im W und SW über der Steppe dagegen glänzend heller Himmel, wie häufig, 
wenn es hier regnet. Nach dem Regen steigt die Temperatur wieder: 17h; 19°, Klarer Sonnen- 
untergang. 18h; 18°. Gegen 20h wieder starker, gleichmäßiger Regen. 
XI. Wolkig, aber klare Sicht, Mittags in der sonnigen Steppe 27°, auf schattigen Waldwegen 
nur 23 bis 24°, Ab 14h Regen. 16h: 20°, Bei strahlendem Sonnenuntergang 19°, Um 20h 
läßt der Regen nach, 
XI. 6h:; 14,5%. Heller Vormittag. Ab 14h starker Regen bis 16%h, In den Tälern des Gebirges 
überall noch Wolken. Klarer Sonnenuntergang. Später Nebel über der Steppe, doch ist es warm 
dabei, da kein Wind. Ab 19h wieder wolkenbruchartiger Regen, so daß man meint, das Well- 
blechdach breche durch, 
5. XI. 6h: 14%, Bewölkt, Von 14h an Regen, der an Heftigkeit bald zunimmt und bis abends 
anhält. 24h; 15°. 
1) Vgl. das Sprichwort der Eingeborenen: „Wenn sich der Habu-Habu in Wolken hüllt, den 
Wanderer die Furcht vor Regen erfüllt! 
Ann. d. Hydr. usw. 1937, Heft IL 
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