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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1937,
VII. Lettland,
Tabelle ». Die Eisrverhiiltnisse in den lettischen Gewässern im Winter 1936/37.
. = © = s zZ FA ;
5 2% 13].2.23]2 @ a |S S| 2| Pe ls
25 Ele zu zälsz 82 Z]5 SE 3 | A| Z|5 SS. 33
33 352 SE 29/55 52 äli> 855,15 2 7) S SSE%
SE E20 BEER |? A A £ BB | 5 SE SE
35 EA E09 EIS EL SG |SEISE ALS Z S*|2 D*
Zahl der Tage: 1. Mit Eis ohne Behinderung der Schiffahrt.
512123 9) 4| 11] 3{ * | 19° 1 1 6| 1| 3]I
2. Mit Eis und erschwerter Segelschiffahrt.
6. 6! 6]10| 8j| 11] 4| 5. 5] %| 5° 7] S'18| 116] 5° 51 8
3, Mit Eis und Schluß der Segelschiffahrt.
JO 21] 18] 27| * ! 3] 40| 56 52 | 82! S4| 82] S1| 49 | 40] 26| 4' 30
4. Mit Eis und Schluß der Segel- und Dampfschiffahrt.
EA ED KANN DSL] 70] 46
5. An denen Eisbrecher tätig waren.
»J 1] 1° 1 5| 24|27[45| 73, 67|60| 1| 6j +)
6. An denen während der Eisperiode Eismeldungen eingegangen sind
21 | 40 | 33 | 41 | 19 | 17] 44| 61| 58 | 89 | 89 | 89] 95| 68 | 59] 8353| 88 | 88
7. Erste Eismeldung am:
23. | 13. | 20, | 25. | 24. | 28, | 17. | 96. | © | | 21 | 21. |-* | 13. 1172. LS 1 19. | 19,
I 1. \ I. 1 I.
8. Letzte Eismeldung am:
12, | 12. | 3] 13. | 12. | | 30. | 4. | 5 | 2. | 23. | 23. 118. | 6. 18 12 | 36. ' 16.
HL. HL IV. V, | V, | UV, | IV, IV.
a Anmerkung: Ein Punkt t*) in der Tabelle bedeutet 0 Tage.
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Bestimmung schneller individueller Temperaturänderungen
in der Atmosphäre.
Von N. Racky, Perleberg (Westprig.).
Zusammenfassung. Es wird gezeigt, wie aus zwei in kurzen Abständen durchgeführten aerolo-
gischen Temperaturregistrierungen und gleichzeitig vorgenommenen Höhenwindmessungen sich der
Wärmetransport und die individuelle Temperaturänderung bestimmen lassen. Der Anteil der Vertikal-
bewegung aus der individuellen Temperaturänderung wird in Beziehung gebracht zu allgemeinen
Wetterbeobachtungen und bei einer Wetterlage genauer erörtert.
Das Ziel der folgenden Arbeit ist die Bestimmung der Wärmezufuhr in der
freien Atmosphäre unter der Wirkung von Wärmeenergie spendenden oder ver-
brauchenden Vorgängen. Dieses Ziel soll auf einem indirekten Wege erreicht
werden durch die Feststellung individueller Temperaturänderungen innerhalb
kurzer Zeitabstände. Man versteht unter der individuellen Temperaturänderung
die Temperaturerhöhung bzw. die Temperaturerniedrigung, die ein individuell
betrachtetes Luftteilchen erfährt und die einesteils bedingt sein kann durch
anisobare Vertikalbewegung (adiabatische Temperaturänderung), anderenteils
durch Kondensation, Verdunstung, Strahlung oder auch durch Vermischung ver-
schiedener Luftmassen. Von diesen Vorgängen kann die rein adiabatische Tempe-
raturänderung bei Vertikalbewegung nicht als Wärmequelle angesehen werden;
ihre Wirkung bleibt unberücksichtigt, wenn man nicht die wahre Temperatur-
änderung betrachtet, sondern die der potentiellen Temperatur 6. Die individuelle
Änderung der potentiellen Temperatur läßt sich bestimmen aus der lokalen
Änderung At und dem Transport verschieden temperierter Luftmassen vV 6,
wobei vd den mittleren Windvektor und 76 den Gradienten der potentiellen
Temperatur bedeuten: 49 = 29 +vVU6.