Kleinere Mitteilungen,
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gekrümmtem Südbogen — D, Verf.) durch die Polarfrontzyklonen nur bei einer
bestimmten. Druckverteihung entsteht“ (nämlich wenn in der Arktikluft vor der
Zyklone kein zu mächtiges, abgeschlossenes Bodenhoch vorhanden ist — D. Verf.).
In Wirklichkeit haben eben diese Zyklonenbahnen mit der mechanischen
Widerstandsfähigkeit der dichten Arktikluft recht wenig zu tun: Sie werden
vielmehr ausschlaggebend bestimmt von der Höhenströmung, Das
obere Drückfeld aber ist, wie erwähnt, sowohl von der Bodendruckverteilung
wie von der dreidimensionalen Temperatur (Dichte-)verteilung abhängig. Die
Dichte des „Kaltluftmassivs“ hat also nur den indirekten Einfluß (infolge
stärkerer Druckabnahme darin mit der Höhe), das Massiv zu einer Höhen-
tiefdruckmulde werden zu lassen, welche in entsprechendem Sinne von den
Frontalzyklonen umgangen wird — falls nicht ein zu hoher, kaltluftinnerer
Bodendruck diesem Effekt erfolgreich entgegenwirkt. M. Rodewald,
3. Klimatographische Witterungsschilderung. Nr. 104: Spanien, — Aus
der Sammlung des überseeischen meteorologischen Dienstes der Deutschen Seewarte,
— Witterungsverlauf an Novembertagen in Cartagena. Beobachtungs-
‚age: 3, 9. und 16. November 1935, _
3. November, 7h; t14.,2°, rel. Feuchte f 98%; tmnax 25.5°; tm 13.3°; Windstille;
Regenmessung 0.0 mm, Nb-Wolken bedecken den Himmel vollständig. An den
Gittern der Wetterhütte und am Regenmesser hängen Tautropfen, die Thermo-
meter in der Hütte sind stark beschlagen, die Steinfreitreppe des Hauses ist naß
vom Frühtau, Es herrscht starker Nebel,
Um 7%b bricht bei Windstille der matte Schein der Sonne durch, jedoch
erst nach einer Stunde dringt sie ganz durch das Gewölhk. — 12b; Ein leichter
Wind hat eingesetzt, und die Nb-Bewölkung verdeckt wieder vollkommen den
Himmel, — 14b; t20.2°; f81%; Wind SW 2, Von 14b bis 14%hb regnet es leicht,
Um 15% scheint die Sonne wieder durch den Nbst, — 173; Durch den St leuchtet
das Licht des zunehmenden Mondes, Im W zeigen sich bei leichtem S-Wind
kleine Aufheiterungen. Im E dagegen zieht starkes Cu-Gewölk herauf, das sich
mit der den größten Teil des Himmels bedeckenden St-Decke vereinigt. —
21b: t19.4°; £81%; Wind SSW 2; Himmelsbedeckung 8 (St und Acu). Regen-
messung: 0.0 mm. Mondschein, — $Sonnenscheindauer: vorm. 2 Std, 50 Min.;
nachm. nur 25 Min. E. Zimmermann.
Wetterlage am 3. November 1935 (Abb. 1): Im Zusammenhang mit dem Sturmtief unter 975 mb
westlich von Irland steht ein Druckfallgebiet, das die Iberische Halbinsel überquert und das südost-
spanische Hoch mit über 1020 mb abschwächt, Dieser Vorgang be-
wirkt, daß sich im Laufe des Tages in ganz Spanien südwestliche
Winde einstellen. Jedoch verbleibt Südostspanien im Bereich der
jeuchten Mittelmeerluft, die schon mehrere Tage dort lagert. Erst
am 5, 11. bringt die von Nordwest heranziehende Kaltfront Tempe-
raturrückgang, (Das am 6. 11. morgens abgelesene Minimumtbermo-
meter zeigte 5,3%) Die geringe Bewegung der feuchten Luft gibt im
Verein mit der Ausstrahlung zu der starken Nebel- und Taubildung
Anlaß, Die nach Sonnenaufgang einsetzende Erhöhung des Aus-
tausches in Bodennähe führt zur Auflösung des Nebels. Es bleibt aber,
‚ermuütlich unter einer starken Inversion, eine meist geschlossene
Stratoeumulusdecke erhalten, aus der nur gang vereinzelt leichter
Regen fällt, Gegen Abend stellt sich mit der Abnahme des Aus-
tausches langsam Bewölkungsabnahme ein. W. Rudloff.
9. November, 7b; t4,4°; [85% ; tnax 20,8°; trm 4.0°;
Windstille; Himmelsbedeckung 1. Im W und NW liegen
St-Bänke und Cu. Im SW tauchen hinter den gezackten
Bergen an der Hafeneinfahrt starke Schönwetter-Cu auf, Ab. £ Weltert
während die E- und S-Seite des Himmels zerzauste Ci > November 1035 Sh MEZ.
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uneinus-„Schnörkel“ zeigen. Das Wolkenbild ändert SiCHh /urarack Im Meeresspiegel In mb.
rasch. 72h; Die Ci-„Krallen“ weben sich zu einer feinen,
Jjünnen Ci-Decke zusammen. An einer Stelle im SE bildet sich eine Ci-„Düne“
aus, im N über dem Scipio-Hügel hängt ein Acu-„Zeppelin“ Die „Blumenkohl-
köpfe“ über dem Castillo de la Concepeiön stoßen immer wuchtigere Massen
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