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Teil B - Nachweise und Genehmigungserfordernisse
3.4.4 Kabelverlegung und Baustellensicherheit
Es existieren keine (Inter)natlonalen Vorschriften zur Kabelverlegung und -reparatur. Aus diesem Grund
wird Im vorliegenden Standard auf einschlägige Erfahrungen zurückgegriffen. In Bezug auf die Sicher
heitsbestimmungen wird auf die relevanten Internationalen und nationalen Sicherheitsvorschriften ver
wiesen, wegen des hohen Gefährdungspotentials für Taucherarbelten Insbesondere auf die strikte Be
achtung der BGV C23 f441.
Grundvoraussetzung für eine zügige und sichere Verlegung der Seekabel Ist eine fundierte Erkundung
der geplanten Kabeltrasse Im Hinblick auf die Baugrundeigenschaften des Meeresbodens, die meteo-
rologlsch-ozeanographlschen Bedingungen Im Seegebiet sowie bestehenden Nutzungen entlang der
Kabeltrasse.
In diesem Zusammenhang wird auf die folgenden technischen Regelwerke In Ihrer jeweils aktuellen
Fassung verwiesen.:
f 11 Standard Baugrunderkundung, Insbesondere Abschnitt B.6 und
f451 ICPC Recommendatlons, Insbesondere No. 9.
Zusätzlich Ist zu beachten:
• dass auf der Grundlage der o.a. Baugrunderkundung rechtzeitig das geeignete Verlegeverfahren
festzulegen Ist:
Slmultaneous Lay & Burial (SL & B), d. h. Legen und Trenchen In einem Arbeitsschritt und/
oder
Post Lay Burial (PLB), d. h. Kabelleger und Trencher arbeiten zeitlich versetzt voneinander.
• sich frühzeitig Kenntnis über Verfügbarkeit der benötigten Spezialgeräte zu verschaffen, um sichere
Planung und In der Folge möglichst kurze Baustellenzelten zu gewährleisten und
• nach Möglichkeit Kabelmuffen zu vermelden. In jedem Fall sind Muffen mit ausreichendem Abstand
von Schifffahrtswegen zu Installieren.
3.4.5 Kabelschutz
Im Hinblick auf den Schutz des Kabels und der In der Folge damit verbundenen Vermeidung von Kabel
reparaturen und Baustellen Ist zu beachten, dass die Kabel:
• nach Möglichkeit von Seeschifffahrtswegen fernzuhalten sind,
• auf möglichst kurzen Weg Schifffahrtswege unter Berücksichtigung bestehender Offshore-Installa-
tlonen (z. B. Rohrleitungen) kreuzen,
• unter Berücksichtigung der Umweltauswirkungen möglichst tief In den Meeresboden einzubauen
sind,
• Im Hinblick eine möglichst kurze Installationslänge und damit kurze Baustellenphase In Ihrer Rou
tenlänge zu optimieren sind,
• wo notwendig, wie z. B. Im Fall von Kreuzungen mit anderen bestehenden Leitungen, zusätzlich
mechanisch zu schützen sind, und
• eine ausreichende Armierung aufweisen.
3.5 Weitere Komponenten des Offshore-Wlndenergleparks
Weitere zentrale Komponenten des Windenergieparks sind:
• Windmessmast,
• Umspannstation,
• Service-und Wohnplattformen,
• Hebezeuge, Kräne und Anbauten.