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Full text: 65, 1937

184 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1937, 
die Hose schrumpfte etwa auf den dritten Teil ihres Durchmessers zusammen, 
wurde aber immer noch länger, Die Explosion hatte nur eine vorübergehende 
Zerstörung zur Folge, die Stelle „heilte“ gleich wieder aus und hatte nur die 
angegebene Dickenänderung zur Folge. In ihrem unteren Teil, etwa in halber 
Höhe zwischen Wolke und Erde, verlief die Trombe waagerecht. Langsam begann 
sie sich, von unten anfangend, aufzulösen und war nach 5 bis 8 Minuten Lebens- 
dauer verschwunden. 
Die Höhe der Wolkenunterseite, dort wo die Trombe entstand, schätzte ich 
zu 20° bis 25°. Die Windhose zog gegen den Bodenwind und erstreckte sich 
— von uns aus gesehen — querab nach rechts von ihrer Zugrichtung. 
Joh. Georgi. 
5. Die atmosphärischen Trübungsvorgänge während der totalen Sonnen- 
finsternis 1927 Juni 29 in Gällivare (Lappland). 
Berechnung der Trübungsfaktoren. Diskussion der T-Kurve. 
Die Ergebnisse der Strahlungsbeobachtungen bei der Sonnenfinsternis von 
1936 Juni 19!) lassen es nicht unnütz erscheinen, wenn man die in Lappland er- 
haltenen Strahlungsmessungen der totalen Finsternis von 1927 Juni 29 in 
gleicher Weise bearbeitet. Eine erste Berechnung nach vorwiegend astronomischen 
Gesichtspunkten wurde schon Astr. Nachr. 239, 1930, S. 177 gegeben. Hier tragen 
wir, zur meteorologischen Optik, die Trübungsfaktoren T für Gesamtstrahlung 
nach, die genau in derselben Weise abgeleitet wurden wie die für die Finsternis 
1936 (lo. S. 217, Ziff. 5). 
Trübungsfaktoren T während der totalen Sonnenfinsternis 1927 Juni 29 
in Gällivare (Lappland). 
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6 25 
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> 
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31.45 | 
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0.620 
0.527 
0.430 
0.000 
2.161 
).262 
31361 
0457 
0.549 
3,637 
3.720 
0.796 
0,865 
0.924 
0.971 
2.999 
1.000 
231 
3.98 
4,22 
4,43 
4.61 
4.76 
4,91 
5.06 
5.16 
5.16 
5.15 
5.15 
512 
Totalität 
397 
205 
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40 
45 
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2.73 
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4.38 
147 
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Die Tabelle bringt die aus einer leicht ausgeglichenen Kurve abgelesenen 
Werte T für runde Zeiten, und die Figur gibt den interessanten Verlauf der 
Trübungsvorgänge in der Atmosphäre während der Finsternis anschaulich wieder. 
Unter 1—h steht zur Erleichterung des Überblicks der geometrische freie Flächen- 
teil der Sonnenscheibe und unter s die Weglänge in der homogenen Atmosphäre, 
Das früher schon über den Witterungsablauf in Gällivare Gesagte braucht nicht 
wiederholt zu werden. Die innere zufällige Genauigkeit der Werte T ist minde- 
stens befriedigend. Aus den Resten der beobachteten einzelnen T gegen die 
darstellende Kurve, durch 6 Konstanten reproduzierbar angenommen, folgt der 
mitt}. Fehler eines T zu + 0.034. Später, nach der Finsternis, steigt die Streuung 
allerdings auf + 0.087, 
1) Ann. d. Hydr. 65, 1937, S. 215. 
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