166 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1937,
der günstigste Punkt. Das Fehlerviereck hat hier allein die Form eines Quadrates.
Bei größerem a als 90°, also im Innern des Halbkreises über der Basis e nimmt
wohl der Tiefenfehler ab, dafür aber der seitliche Fehler zu. Im Außenfeld des
Halbkreises nimmt dagegen sowohl der seitliche Fehler wie der Tiefenfehler zu,
der letztere im stärkeren Maße als der seitliche Fehler,
Diese Verhältnisse werden noch weiter erhärtet, wenn man die Fläche des
Fehlervierecks berechnet. Man erhält sie, wenn man die unter den Winkeln ß
und 7 von den Sendern ausgehenden Peilstrahlen um A ändert und das Viereck 4
(Abb. 7) als Differenzfläche aus den so gebildeten Dreiecken nach folgendem
Schema berechnet:
4=0+2+34+4 +1— (1 + 2) — 1 +3.
Man erhält für das Fehlerviereck die Formel
J = 2e?sin* A cosec*? a sin fsin y (3 + cos? a}.
Tab, 4 gibt über diese Fehlervierecke Aufschluß, Sie sind klein in der Nähe
der Sender, weil hier die Strahlen noch wenig divergieren. Auf der Mittelachse
Tabelle 4, e= 100, A=1°, J=2e*cosec?n ein? A sin P sin y (1 + cos? a}.
|
10° | 20° | 30° | 40° | 309 | 60° | fo | 80° | 90° | 100° | 110° | 120° | 130°
10° 108.1 [11,3 j585.1 [896.2 |1207,2 1481.1 116846 | 17.92.6* 1792.6| 1684.6| 1481.1| 1207.2)896.2
20 | 25.48 64.52 112.38 1163.34 211.20 250.26 1275.74 1284.05} 275.74 250.26 211.20 163.34! 64.52
30 | 9,52 22,34! 36.02 | 51.51] 64.33 | 73.84 78.92; 7902| 73.94 64.33 5151| 3692 22.34
40 484 10.78 17.10 | 23.04 | 31.04 32.14) 81.04 27.87 23.04| 17.10, 10.78/ 4.84
30 288 616 9.43| 12.31' 14.45 | 15.58} 15.581 14.451 12.31 9.43 6.16, 2.88
50 191 385 5,85| 7.42 8441 8.79) 844! 7.42 585 3,95 1.91)
7 1.40 280) 4.04 495. 5144| 3.44 4,95] 4.04 2.80 1.40
3 112 221 38.09! 366[ 385] 3.66! 309 221 112
30 1.04 196 264! 3.00] 3.00 2604 1.9 1.04
100 207 195° 252) 2.72] 252| 1.95 1.07
10 123 215° 264 2.64 2.15| 128
120 1456| 2.58% za 258! 1,56
130 2.14 SS 3.28| 2.14
| 3.16[ 426 1»
150 | 5.07 5.07
160 a |
170
sind die kleinsten Fehlervierecke nicht bei a = 90°, sondern bei a = 105° 32, was
damit begründet ist, daß in dem Innenraum des Halbkreises (a > 90°) die p-Werte
zunächst schneller abnehmen als die s-Werte zunehmen, während im Außenfeld
dieses Halbkreises beide Werte zunehmen und dort die Fehlervierecke stark
anwachsen, Andererseits ist die Größe des Vierecks stark bedingt von dem
Winkel zwischen s und p. Eine Linie relativen Minimums der Fehlervierecke
liegt nicht weit von dem Kreise a= 105° 32’, Für die Beurteilung der Fehler
ist jedoch nicht allein diese Fläche maßgebend, sondern ihre eben durch den
Winkel zwischen 8 und p erzwungene Form, Das Viereck ist je nach dem Über-
wiegen von 8 oder p stark auseinandergezogen und daher liegt die Beurteilung
allein bei s und p selber.
Die Konkurrenzfähigkeit zwischen Funkortung und astronomischer Ortung
[äßt sich also dahin zusammenfassen, daß die Funkortung stark basisgebunden
ist, d. h. von der Länge der Basis abhängig ist, während die astronomische Ortung
von einer solchen Gebundenheit frei ist. Die beste Wirkung der Funkortung
liegt auf dem Halbkreis a == 90°, die Tiefenwirkung erstreckt sich aber höchstens
bis zu einem Betrag y == e/2, soll der Streckenfehler unter einer Sm bleiben, und