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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 65 (1937)

Kleinere Mitteilungen. 
AB 
10b: Der Wind hat wieder etwas nachgelassen und kommt mit Stärke 3 
aus S, Die Temperatur ist unverändert, und das Rieseln hat aufgehört. Die 
Nebelmasse ändert sich immer wieder in ihrer Dichte. Bald kann man kaum 
noch bis 50 m weit sehen, bald hat es den Anschein, als ob es hell werden wolle. 
11%: Keine wesentliche Änderung. Die Temperatur beträgt 18°, die Sicht- 
weite etwa 100 m. Wind S4. 
12: Gegen 11}h hatte es wieder etwas stärker gerieselt. Ganz unvermittelt 
klart es jetzt auf. Über uns wird stellenweise das Himmelsblau sichtbar, Nach 
S und W ist der Nebel wie weggeblasen. Haufenwolken mit blauen Lücken 
erfüllen nach beiden Richtungen den Himmel, und es ist Fernsicht in die Kissaki- 
und Makataebene, In schroffem Gegensatz hierzu liegt im N und E noch dichter 
Nebel. Der Lukwangule ist unsichtbar. Noch während ich beobachte, schiebt 
sich der Nebel von E her rasch nach W vor, senkt einen leichten Regenmantel 
zur Erde, zieht über mich hin, breitet sich nach W aus, und erstaunlich schnell 
ist die Aussicht nach dieser Richtung wieder unmöglich gemacht. Nach S ist 
og nach wie vor klar, auch im SW. Plötzlich zerreißt wieder die Nebelschicht 
über uns, und durch den feinen Regen hindurch dringen die ersten Sonnen- 
strahlen. t 19% Wind SE 3. 
13b; Nur für kurze Zeit durften wir hoffen, wieder einmal einen sonnigen 
Nachmittag zu bekommen, Der Nebel ist in die Höhe gestiegen, lagert in dicht 
geschlossener Bank etwa in 1650 m Meereshöhe über uns und begrenzt in scharfer 
Linie die östlich und nördlich von uns liegenden Berghänge. Wir fühlen uns 
wie in einem großen Raum, der sich etwa einen Kilometer weit rings um uns aus- 
dehnt. Nur nach W und S besteht unter der Nebelbank hindurch eine beschränkte 
Aussicht. Leicht beginnt es wieder zu rieseln. Wind S3. Die Temperatur war, 
als die Sonne durchbrach, auf 21° gestiegen, Jetzt ist sie schon wieder auf 
181° gesunken, 
j4b: Wieder bricht die Sonne für Augenblicke durch. Im W hat es aufge- 
heilt, und es besteht Weitsicht in die Ebene. Auch gegen N ist es etwas: heller 
zeworden, Dagegen liegt zwischen unserm Standort und dem Lukwangulemassiv 
nach wie vor eine dichte Nebelmasse. Sie zieht sich, dem Massiv und dem 
Mbakanatal folgend, nach S und hüllt den westlichen Abfall des Gebirges voll- 
kommen ein. Durch die Mbakanatalsenke besteht unter der Nebelmasse hindurch 
sine begrenzte Fernsicht bis etwa 30 km, Die Temperatur ist bei E-Wind in 
Stärke 2 wieder auf 20° gestiegen, 
15b; Der inzwischen aufgestiegene Nebel senkt sich wieder und lagert als 
geschlossene Schicht etwa 80 m über uns. Der etwa 1km von unserm Standort 
im N sich hinziehende Teil des Kisakalerückens ist bis zur halben Höhe in die 
Nebelbank eingeschlossen. Im S fällt der Nebel in das Mbakanatal hinab und ent- 
zieht es unseren Blicken, im W scheint die Nebelbank mit dem Lauf des Mgeta 
mit scharfer Begrenzung abzuschließen. Jenseits über der Mkatasteppe sind weiß- 
glänzende Cu sichtbar, und in der Ebene liegen weit ausgedehnte Sonnenflecke, 
Der Wind hat sich etwas verstärkt auf E5. t19°% Wie an dem Westrande der 
Nebelbank erkennbar, befindet sich diese in Bewegung nach N. Der zunächst 
scharfe Rand beginnt zu zerfetzen. Nebelfinger und -arme greifen nach unten 
and werden länger und länger. Von S und SW her schiebt sich die ganze 
Nebelmasse heran. Soweit nach W die jenseitigen Mgetaberge noch sichtbar 
sind, erscheinen sie wie hinter einem leichten Regenschleier. In ganz kurzer 
Zeit besteht nur noch ein sehr beschränkter Blick nach W durch die Senke des 
Mwarasitales. Dann beginnt es leicht zu regnen. 
16h: Wir sind wieder vollkommen im Nebel. Die Sichtweite schwankt zwischen 
50 m und 150 m. Wind SW 4, t 18°. . 
173; Nebel wie zuvor. Der Wind dreht auf E 3, t unverändert. 
18b; Keine wesentlichen Änderungen. Wind etwas lebhafter: E 5. Der Geamt- 
niederschlag beträgt 0.5 mm. Die Temperatur ist auf 17° gefallen, 
20: Der Nebel ist vollkommen verschwunden. Über uns sternklarer Himmel, 
Trotz der Dunkelheit sind die Umrisse des Massivs des Lukwangule und die der 
umliegenden Berge klar sichtbar, Grass, Geh, Reg.-Rat i.R.
	        
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