Kleinere Mitteilungen.
AB
10b: Der Wind hat wieder etwas nachgelassen und kommt mit Stärke 3
aus S, Die Temperatur ist unverändert, und das Rieseln hat aufgehört. Die
Nebelmasse ändert sich immer wieder in ihrer Dichte. Bald kann man kaum
noch bis 50 m weit sehen, bald hat es den Anschein, als ob es hell werden wolle.
11%: Keine wesentliche Änderung. Die Temperatur beträgt 18°, die Sicht-
weite etwa 100 m. Wind S4.
12: Gegen 11}h hatte es wieder etwas stärker gerieselt. Ganz unvermittelt
klart es jetzt auf. Über uns wird stellenweise das Himmelsblau sichtbar, Nach
S und W ist der Nebel wie weggeblasen. Haufenwolken mit blauen Lücken
erfüllen nach beiden Richtungen den Himmel, und es ist Fernsicht in die Kissaki-
und Makataebene, In schroffem Gegensatz hierzu liegt im N und E noch dichter
Nebel. Der Lukwangule ist unsichtbar. Noch während ich beobachte, schiebt
sich der Nebel von E her rasch nach W vor, senkt einen leichten Regenmantel
zur Erde, zieht über mich hin, breitet sich nach W aus, und erstaunlich schnell
ist die Aussicht nach dieser Richtung wieder unmöglich gemacht. Nach S ist
og nach wie vor klar, auch im SW. Plötzlich zerreißt wieder die Nebelschicht
über uns, und durch den feinen Regen hindurch dringen die ersten Sonnen-
strahlen. t 19% Wind SE 3.
13b; Nur für kurze Zeit durften wir hoffen, wieder einmal einen sonnigen
Nachmittag zu bekommen, Der Nebel ist in die Höhe gestiegen, lagert in dicht
geschlossener Bank etwa in 1650 m Meereshöhe über uns und begrenzt in scharfer
Linie die östlich und nördlich von uns liegenden Berghänge. Wir fühlen uns
wie in einem großen Raum, der sich etwa einen Kilometer weit rings um uns aus-
dehnt. Nur nach W und S besteht unter der Nebelbank hindurch eine beschränkte
Aussicht. Leicht beginnt es wieder zu rieseln. Wind S3. Die Temperatur war,
als die Sonne durchbrach, auf 21° gestiegen, Jetzt ist sie schon wieder auf
181° gesunken,
j4b: Wieder bricht die Sonne für Augenblicke durch. Im W hat es aufge-
heilt, und es besteht Weitsicht in die Ebene. Auch gegen N ist es etwas: heller
zeworden, Dagegen liegt zwischen unserm Standort und dem Lukwangulemassiv
nach wie vor eine dichte Nebelmasse. Sie zieht sich, dem Massiv und dem
Mbakanatal folgend, nach S und hüllt den westlichen Abfall des Gebirges voll-
kommen ein. Durch die Mbakanatalsenke besteht unter der Nebelmasse hindurch
sine begrenzte Fernsicht bis etwa 30 km, Die Temperatur ist bei E-Wind in
Stärke 2 wieder auf 20° gestiegen,
15b; Der inzwischen aufgestiegene Nebel senkt sich wieder und lagert als
geschlossene Schicht etwa 80 m über uns. Der etwa 1km von unserm Standort
im N sich hinziehende Teil des Kisakalerückens ist bis zur halben Höhe in die
Nebelbank eingeschlossen. Im S fällt der Nebel in das Mbakanatal hinab und ent-
zieht es unseren Blicken, im W scheint die Nebelbank mit dem Lauf des Mgeta
mit scharfer Begrenzung abzuschließen. Jenseits über der Mkatasteppe sind weiß-
glänzende Cu sichtbar, und in der Ebene liegen weit ausgedehnte Sonnenflecke,
Der Wind hat sich etwas verstärkt auf E5. t19°% Wie an dem Westrande der
Nebelbank erkennbar, befindet sich diese in Bewegung nach N. Der zunächst
scharfe Rand beginnt zu zerfetzen. Nebelfinger und -arme greifen nach unten
and werden länger und länger. Von S und SW her schiebt sich die ganze
Nebelmasse heran. Soweit nach W die jenseitigen Mgetaberge noch sichtbar
sind, erscheinen sie wie hinter einem leichten Regenschleier. In ganz kurzer
Zeit besteht nur noch ein sehr beschränkter Blick nach W durch die Senke des
Mwarasitales. Dann beginnt es leicht zu regnen.
16h: Wir sind wieder vollkommen im Nebel. Die Sichtweite schwankt zwischen
50 m und 150 m. Wind SW 4, t 18°. .
173; Nebel wie zuvor. Der Wind dreht auf E 3, t unverändert.
18b; Keine wesentlichen Änderungen. Wind etwas lebhafter: E 5. Der Geamt-
niederschlag beträgt 0.5 mm. Die Temperatur ist auf 17° gefallen,
20: Der Nebel ist vollkommen verschwunden. Über uns sternklarer Himmel,
Trotz der Dunkelheit sind die Umrisse des Massivs des Lukwangule und die der
umliegenden Berge klar sichtbar, Grass, Geh, Reg.-Rat i.R.