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Volltext: 65, 1937

16 Bericht üb, d, erste Teilfahrt d. D. Nordatl. Exped. d. Forschungs- u. Vermessungsschiffes „Meteor“, 
(Rahmenrichtung) registriert. Der Rahmen hängt parallel zur Schiffsachse. 
Seine Richtung ist also durch den Schiffskurs gegeben, Dieser Schiffskurs und 
die vom Gerät angezeigte Abweichung vom Aufhängerahmen geben die Strom- 
richtung an, die unabhängig vom magnetischen Feld des Schiffes ist. In größerer 
Tiefe, also auch größerer Entfernung vom Schiff, wird das Gerät an einem 
Draht aufgehängt und besitzt zur Feststellung der Richtung einen Kompaß, Die 
Verbindung der aus der gleichzeitig registrierten Rahmen- und Kompaßrichtung 
entnommenen Stromrichtungen gibt zugleich die Möglichkeit, die Deviation des 
Strommesserkompasses, der bei der eindrähtigen Aufhängung benutzt wird, zu 
ermitteln. 
Die Anzeigeelemente für die Umdrehungen des Propellers (Abb. 7, S. 15), die 
Rahmenrichtung und Kompaßrichtung bestehen aus horizontal gelagerten Scheiben, 
die auf ihrem Außenrand erhabene Ziffern (ähn- 
lich den Typen einer Schreibmaschine) tragen. 
An diesen Scheiben wird durch das Gangwerk 
sin Streifen Zinnfolie vorbeigezogen, der in wahl- 
weise einzustellenden Abständen von 2, 5 oder 
(0 Minuten durch Schlaghämmer auf die Scheibe 
gedrückt wird. Durch diesen Schlag der Hämmer, 
die in einer Kassette untergebracht sind, werden 
die Ziffern der Scheiben, die die Umdrehungen 
les Propellers in einem der oben genannten Zeit- 
abstände bezeichnen, sowie die Ziffern der Rahmen- 
richtungs- und Kompaßscheibe auf den Zinnstreifen 
zedruckt, Die Zahl der Schläge bzw. der Re- 
gistrierungen ist das Maß für die Zeit. Ein Muster 
siner Registrierung zeigt Abb. 8. Die eingehende 
Beschreibung des Gerätes muß dem endgültigen 
Bericht vorbehalten bleiben. 
Zur Erprobung des Strommessers und zur 
Vornahme der Messungen standen der Expedition 
zwei Instrumente zur Verfügung. Das eine 
dieser Geräte -— auf Backbordseite — war an 
zwei Drähten nebst Rahmen aufgehängt; es 
wurde mittels Handwinden betätigt und für Tiefen 
zwischen Oberfläche und 50 m benutzt. Der 
zweite Strommesser hing auf Steuerbordseite an einem Draht, wurde mittels 
ainer elektrischen Winde gefiert und gehievt und diente für Messungen zwischen 
100 und 800 m Tiefe, 
Die Messungen selbst waren so angelegt, daß für die Tiefenstufen von 5, 
15, 30 und 50 m in jeder Stunde eine Registrierung von etwa 15 Minuten Dauer 
erhalten wurde. Für die Meßtiefen von 100, 300, 500 und 800 m Tiefe konnte 
infolge der langen Zeit, die zum Fieren und Hieven erforderlich war, nur alle 
zwei Stunden eine Registrierung von etwa 135 Minuten Dauer erzielt werden. 
Eine Übersicht über die Meßzeiten und die Ergebnisse der ersten 12 Stunden 
ist in Abb, 9 (Anhangstafel) niedergelegt, in der die horizontalen Striche die Zeit 
und die Meßdauer, die Ziffern über dem Strich die Geschwindigkeit in em/sec und 
die Ziffern unter dem Strich die rechtweisende Richtung in Graden als Mittelwert 
für die jeweilige Registrierung angeben. Die gelegentlichen Lücken in diesem 
Beobachtungsnetz sind entstanden durch Kassettenwechsel und Erneuerung des 
Registrierstreifens, die durchschnittlich auf jeder Wache einmal, also etwa alle 
4 Stunden, vorgenommen wurden. Dieser relativ häufige Wechsel wurde zunächst 
noch aus Sicherheitsgründen durchgeführt, dürfte in Zukunft aber überflüssig 
sein, da der Strommesser bei einer 2 Minuten-Registrierung über 10 Stunden 
and bei 5 Minuten-Registrierung schon über 12 Stunden läuft. 
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