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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 65 (1937)

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Bericht üb. d. erste Teilfahrt d. D. Nordatl, Exped. d. Forschungs- u, Vermessungsschiffes „Meteor“, 
Meine Besatzung bestand aus dem Öffiziersstab: 
Korvettenkapitän Ferber I. O, 
Kapitänleutnant Neuendorf N, O0, 
Oberleutnant (Ing) Parduhn L.I, 
Marine-Oberassistenzarzt Dr“, Francke, 
Oberleutnant (V) Rüting V,O, 
Leutnant z. 5. Franzius, 
Leutnant z. S. Hissink, 
Leutnant z. SS, Möbes 
7 Oberfeldwebeln und Feldwebeln, 
25 Unteroffizieren, 
75 Mannschaften, 
7? Zivilangestellten (Koch, Stewards, Friseur, Handwerker). 
Die Durchführung der wissenschaftlichen Arbeiten lag in den Händen der 
Herren: 
Li. Prof, Dr. A. Defant, Direktor des Institutes und Museums für Meeres- 
kunde, Berlin, 
Ob.-Reg.-Rat Dr. Böhnecke, Vorstand des Marineobservatoriums Wilhelms- 
haven, 
Prof. Dr. Errulat von der Deutschen Seewarte Hamburg, 
Privatdozent Dr. Wattenberg vom Institut für Meereskunde in Kiel, 
Dr. Schröder vom Marineobservatorium Wilhelmshaven, 
Dr, Dietrich vom Institut für Meereskunde Berlin, 
Dr. Krügler vom Reichswetterdienst (Luftkreiskommando VI [See]), 
Dr. Hansen vom Marineobservatorium Wilhelmshaven, 
Techn, Sekretär Graafen und 4 Mechaniker vom Marineobservatorium 
Wilhelmshaven, 
2. Assistent Meyer von der Deutschen Seewarte Hamburg. 
Am 22. Januar konnte ich dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, General- 
admiral Dr. h. ce. Raeder, das Schiff zur Expedition klarmelden. 
Am 4. Februar 1937 lief das Forschungs- und Vermessungsschiff „Meteor“ 
aus Wilhelmshaven aus, verabschiedet vom Chef der Nautischen Abteilung des 
Oberkommandos der Kriegsmarine, Kapitän zur See Kurze, und dem Sach- 
bearbeiter der Expedition beim Oberkommando der Kriegsmarine, Konteradmirala, D, 
Dr. Conrad, 
Die Fahrt verlief zunächst glatt bis zum Westausgang des Kanals, dort 
bekamen wir NW-Sturm und so schwere See, daß ich mich am 8, Februar ent- 
schloß, beizudrehen. Am 9, Februar war die Gefahr bereits vorüber, und es 
wurde bei gutem Wetter die Fahrt nach Funchal (Madeira) fortgesetzt. 
Das Anlaufen eines Hafens schon nach so kurzer Zeit mußte erfolgen, um 
zwei Herren der Atlaswerke-Bremen wieder auszuschiffen, die von Wilhelms- 
haven aus mitgefahren waren. Sie hatten seitens der Firma die Aufgabe, das 
peu eingebaute Echolot (mit Registrierwerk) noch einmal genau zu erproben und 
ainzuregulieren. Dieser erste Hafenaufenthalt vom 12, bis 15. Februar hat, durch 
gutes Wetter und die freundliche Aufnahme der Bevölkerung und Behörden 
begünstigt, der Besatzung viel geboten und war ein guter Beginn der Expedition, 
Der Kurs ging dann bei günstigem Wetter in das Arbeitsgebiet. Der Verlauf 
der Profile ist aus Abbildung 2 (Seite 9) zu ersehen; desgleichen die Lage der 
Stationen, 
Vom 19, bis 21. April wurde eine Tiefseeankerstation auf 2410 m durchgeführt. 
Es herrschte zu dieser Zeit auf dem freien Ozean Windstärke 7. Obwohl auf 
der „Meteor“-Expedition 1925/27 mit der Tiefseeankereinrichtung nur bis zur 
Windstärke 5 geankert worden war — da bei stärkerer Beanspruchung mit 
einem Treiben des Schiffes gerechnet werden mußte —, entschloß ich mich doch 
zur Durchführung dieses Manövers zur Beseitigung einer aufgetretenen Maschinen- 
störung. Durch Undichtigkeiten war in das Motorenschmieröl Seewasser eingetreten, 
so daß ein vollständiges Separieren des Öls notwendig wurde, Diese Störung 
(erner: 
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