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Full text: 65, 1937

Kleinere Mitteilungen, 
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nur schwer feststellen kann, Hierdurch wird die Zahl der Beobachtungen etwas 
niedriger. 
2. Es wurde immer darauf geachtet, daß der Horizont in der Umgebung des 
Planeten frei von Häusern oder gar rauchenden Schornsteinen war. 
3. Ferner wurde ausschließlich unter direktem Anvisieren des Planeten, also 
foveal, beobachtet, da sich bei seitlichem Vorbeisehen oft ungleiche Verhältnisse 
ergaben, welche das Material nicht gleichwertig machen, 
4. Von der Anwendung optischer Hilfsmittel (wie Feldstecher, Lochblenden 
oder Spektralfilter) wurde Abstand genommen. 
In der Tab. 1 sind Tabelle 1. 
die Daten, Zeiten - -_ Pr. 
(M.E.Z.) und die Inten- Nr. | Jahr | Tag | Zeit T Intensität | Bemerkungen 
sitäten des Seintillie- 
rens der Venus mit- 
geteilt, 
In der Tab. 2 sind 
die den in der ersten 
Tabelle mitgeteilten 
Beobachtungen ent- 
sprechenden astrono- 
mischen Daten wieder- 
gegeben. 
Es fällt hier auf, 
daß die meisten Be- 
obachtungen in die 
Zeit fallen, zu der 
Venus noch mehr als 
50 Prozent erleuchtet 
ist, also die schein- 
bare Flächenausdeh- ‘ 
nung noch recht erheblich ist, 
während man doch erwarten "NE 
sollte, daß Seintillations-Er- __P4 Btunden nachher 
scheinungen in Zeiten mit Bewölkung | Niederschlag 
großem Phasenwinkel (über 
110°) fallen, wo die scheinbare Regenschauer 
Fläche ein Minimum aufweist, Nebel 
wenn auch der Durchmesser \ | < — 
wächst. > Nebel, Regen 
In der Tab. 3 befinden S Bene 
sich die Angaben über Bewöl- L—mm m — ——— 
kungs- und Niederschlagsverhältnisse für die Zeit von 24 Stunden vor und 
24 Stunden nach dem Seintillieren, 
Hieraus geht hervor, daß alle Tage mit Scintillation wolkenlos oder heiter waren, 
so daß an dem vorhergegangenen Strahlungstag eine stärkere Insolation geherrscht 
hat. Ob die sich in der Tab. 3 andeutende Tatsache, daß nach sechs von sieben 
Seintillations-Erscheinungen eine spürbare Wetterverschlechterung (Bewölkungs- 
zunahme oder sogar Niederschläge) eingetreten ist, lediglich auf Zufall beruht 
oder mit der Erscheinung zwangsweise verknüpft ist, soll hier nicht erörtert 
werden: das vorliegende Material reicht dazu nicht aus. Interessant ist in diesem 
Zusammenhang der Punkt, daß am Tage der Scintillation oder kurz davor solche 
atmosphärischen Zustände vorliegen, bei denen in größeren Höhen andere Wind- 
richtungen herrschten als am Erdboden selbst, Besonders deutlich konnte das 
bei Nr. 1 am 17. März 1934 beobachtet werden: am Erdboden wehte ein steifer 
Südostwind, während im ci-Niveau eine ebenfalls starke Westströmung herrschte, 
was man an den rasch ziehenden ci (Pbdn [SW bis NE]) erkennen konnte, 
Daß alle hier mitgeteilten Beobachtungen in die Zeit von Oktober bis März 
fallen, während der Sommer von April bis September frei ist, rührt wohl daher,
	        
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