418 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1937,
verschieden beurteilen und prüfen muß. Schulz hat dhher schon in der von ihm
genannten Veröffentlichung [siehe unter (e)] auf vier Dezimalen abgerundete
Koeffizienten der verschiedenen bis damals bekannten A/S-Beziehungen wieder-
zegeben. Der Verfasser glaubt daher, durch Anwendung der Fehlerberechnung
dieser kritischen Beurteilung am ehesten gerecht zu werden,
Im folgenden sollen nun an Hand der Tabelle Nr. 2 die einzelnen A/S-
Beziehungen daraufhin besprochen werden.
Aus den vorliegenden Ergebnissen der Untersuchung der Größe der Kalk-
gehaltskomponenten im Oberflächenwasser des englischen Kanals und der Hoofden
sind vom Verfasser folgende mittlere A/S-Beziehungen für den Salzgehaltsbereich
34.50—35.,50 berechnet worden:
Ay =0.067808 4 0.0012 \
..#.S | Asa = 0.085698 £ 0.00015 } mäquiv/L.
Bemerkenswert ist der relativ große Unterschied zwischen den beiden
Koeffizienten für den Gesamtkalkgehalt und für die Alkalinität. Der mittlere
Fehler des Mittelwertes ist für den Gesamtkalkgehalt ein wenig kleiner als für
die Alkalinität berechnet worden.
Die vom Verfasser aus Cooper’s zwölf A/S-Mittelwerten berechnete mittlere
A/S-Beziehung, gültig für das Wasser des englischen Kanals und für den Salz-
gehaltsbereich 34.85—35.15%, lautet:
Be Ay = 0.06772 8 44: 0.00008 mäquiv/L.
Die von Cooper angegebenen A-Mittelwerte sind aus der Bestimmung des
Kalkgehaltes an unfiltrierten Wasserproben gewonnen worden und gelten damit
nur für den Gesamtkalkgehalt. Erstaunlich ist der sehr kleine Fehler des nur
aus wenigen Mittelwerten abgeleiteten Koeffizienten. Vergleicht man die für Az
und für dieses Gebiet berechneten Koeffizienten (siehe die Gleichungen [1] und [2)),
so muß man unter Berücksichtigung des angegebenen Fehlers zwischen beiden
eine sehr gute Übereinstimmung feststellen. Die Fehlerbereiche beider Koeffi-
zienten überschneiden sich nämlich. Wenn man die möglichen Extremwerte für
Ay aus den Fehlergrenzen berechnet, so lauten sie
0.06792 und 0.06768 nach Gleichung [1]
und 0.06780 „ 0.06764 ” (:l.
Es ist daher wohl erlaubt, beide für das Wasser des englischen Kanals und der
Hoofden ermittelten Koeffizienten zu vereinigen und für den Salzgehaltsbereich
34.50 bis 35.50% als A/S-Beziehung folgend für die Berechnung des Gesamtkalk-
gehaltes gültige Gleichung anzugeben:
B) 000 e un A, = 0.067756 8 4: 000010 mäquiv/L,
lür die Berechnung des Kalkgehaltes oder der Alkalinität bleibt die unter [1]
Kir A, angegebene Gleichung.
Wenn man die Zusammenstellung in der Tabelle Nr. 2 übersieht, so stellt
man fest, daß die Verringerung der zu den einzelnen Koeffizienten zugehörigen
Fehlergrenzen in erster Linie nur durch Untersuchung einer größeren Anzahl
von Wasserproben auf Kalkgehalt und seine Komponenten erreicht werden kann.
Daher sollen auch die aus wenigen A,- und A,;-Werten und zugehörigem Salz-
gehalt berechneten A/S-Beziehungen von vornherein von dieser Diskussion aus-
geschlossen werden.
Es ist nun weiterhin interessant, daß die für die offene südliche Nordsee
and insbesondere für das Gebiet der westlichen Deutschen Bucht schon früher
[siehe unter (s) auf S. 26] festgesetzten endgültigen A/S-Beziehungen hinsichtlich
der Gesamtkalkgehaltsverhältnisse ausgezeichnet mit der soeben für die Hoofden
abgeleiteten Beziehung übereinstimmen. Sie lauten
; Ay = 0.06788 8 4 0.000089 ı
He { 47 = 0.0667 8 + 0.00027 ) mäquinfl.,
Der vom Verfasser aus den von Schulz angegebenen Ay-Werten berechnete
mittlere Fehler — 0.00006 — (siehe Tabelle Nr, 2) für den Gesamtkalkgehalt ist
beinahe nur einhalb Mal so groß wie der vom Verfasser für den später erhaltenen
yleichen Koeffizienten berechnete Fehler — 0.00011. Als endgültiger Fehlerbereich
4]