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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1937,
In der Tabelle Nr. 1 sind nun die Kalkgehaltsergebnisse dahin zusammen.
gefaßt worden, daß nicht 9 [siehe unter (z) auf S. 12 und unter (3) auf 8. 8 bis 11},
sondern bis jetzt 12 Regionen im ganzen Hoofdengebiet unterschieden worden
sind, Nach Auffassung des Verfassers werden sich diese verschiedenen Wasser-
arten bei zukünftigen Untersuchungen in diesem Gebiet immer wieder heraus-
heben und kartographisch feststellen lassen, Die einheitliche Namensgebung der
einzelnen Regionen und ihre Abgrenzung gegeneinander muß einstweilen noch
dahingestellt bleiben, Es wäre verfrüht, wenn man jetzt schon auf Grund dieser
arsten Ergebnisse starre Grenzen in das Untersuchungsgebiet einzeichnen würde,
über deren „mittlere“ Lage und deren jahreszeitliche Veränderungen man noch
vollkommen im Unklaren schwebt. Es sind daher die Ergebnisse des Verfassers
mit denen von Kalle [siehe unter (s) die Tabelle 7 auf S. 11] zusammengestellt
worden (siehe Tabelle Nr. 1), Da der Gehalt des Oberflächenwassers an gelöstem
und ungelöstem Kalk für den Aufbau der Zellen gewisser Planktonten von
lebenswichtiger Bedeutung ist, so soll auch der Kalk als Minimumstoff in diesem
Zusammenhang zu den Nährstoffen gerechnet werden. Die drei Kalkgehalts-
komponenten sind in der Tabelle Nr. 1 daher mit solchen Nährstoffen ver-
glichen worden, die auf ähnliche Weise im Wasser bestimmt werden: mit den
Phosphorkomponenten. Der Gesamtphosphorgehalt ist dem Gesamtkalkgehalt,
der Phosphatgehalt dem Kalkgehalt oder der Alkalinität und der Gehalt an
geformtem Phosphor demjenigen an ungelöstem Kalk gegenübergestellt worden.
Genau so sind die Bezeichnungen der einzelnen Wasserkörper nach Kalle und
nach dem Verfasser einander zugeordnet worden. Die „Leistungsfähigkeit“ der
vier Bestimmungsmethoden (siehe Tabelle Nr. 1) ist nach der Anweisung von
Kalle (3) geprüft worden (siehe auch unter Anmerkung der Tabelle Nr. 1). Die
gesamten Grunderscheinungen im Untersuchungsgebiet werden von den ersten
drei Bestimmungsmethoden: Salzgehalt, Gesamtkalkgehalt und Alkalinität mit
75% ‚Treffern belegt, von der vierten Methode: Gehalt an ungelöstem Kalk mit
last 60%. In diesem Zusammenhang soll noch einmal betont werden, daß es in
diesem Untersuchungsgebiet der Hoofden und des englischen Kanals gelungen
ist, auch aus der horizontalen und vertikalen Verteilung der Temperatur und
des Salzgehaltes zusammen (2) auf vorhandene hydrographisch einheitliche Wasser-
körper zu schließen,
Die Leistungsfähigkeit der eigentlichen Nährstoffbestimmungsmethoden bei
dieser Gegenüberstellung bewegt sich zwischen 60 und 70% Treffern. Nahezu
vollkommene Übereinstimmung herrscht bei folgenden Wasserkörpern nach beiden
Verfassern: 1. Kanalstrom- und Hoofdenwasser, 2, Nordwest-Region, 3. Themse-
und Gegenzunge, 4. Rhein—Maas-Gebiet, hier vor allem bei der südlichen und
Küstenzunge, 5, Minimumgebiete und 6. Küstenwassergebiete zwischen Seine- und
Sommemündung,
Die in der Tabelle Nr, 1 unter 10, bis 12. angeführten Wasserkörper sind von.
Kalle (s) nicht in seiner Zusammenfassung der Ergebnisse der Nährstoffunter-
suchungen angegeben worden. Zwei von ihnen, das Küstengebiet vor Yarmouth-
Lowestoft und das zwischen Seine- und Sommemündung gelegene sind vom
Verfasser auch in den von Kalle veröffentlichten Übersichtskarten der einzelnen
Nährstoffkomponenten (s) aufgedeckt worden, Daher ist die Steigerung der
Leistungsfähigkeit der Methoden nach Kalle bei der zusammenfassenden Be-
urteilung der hydrographischen Grunderscheinungen am Schluß der Tabelle Nr. 1
zu verstehen, Die Region des Terschellingbankwassers ist von Kalle bei seiner
Untersuchung nicht erfaßt worden und kann nur mit den Karten der Kalkgehalts-
untersuchung belegt werden. Das Küstenwasser vor Kap Gris Nez kann nach
den Methoden des Verfassers nur mit 50% erfaßt werden im Gegensatz zu Kalle:
mit 100% Treffern. Der durch die abfließenden Wassermengen aus dem Texeler
Seegat von Helder mit dem Hoofdenwasser geschaffene Mischwasserkörper ist
nach den Methoden des Verfassers besser begründet als nach denen von Kalle.
Vollkommene Nichtübereinstimmung herrscht bei Festlegung der wahrscheinlich
nur aus den Nährstoffuntersuchungen zu schließenden zwei Wasserkörper: das
sekundäre Kanalküstenwasser und das biologische Altwasser, Wie weit diese