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Full text: 65, 1937

Stundl, K.: Chemisch-Biologische Untersuchungen im Gebiete von Varna, Bulgarien. 325 
Auf die Möglichkeit der Aufnahme von organisch gebundenem Phosphor 
wies Geßner 1933 (Nitrat und Phosphat im dystrophen See) durch Versuche 
mit Elodea hin. Auch hier könnte diese Möglichkeit bestehen, besonders in dem 
organismenreichen Gebedjesee, wo die löslichen Stickstoff- und Phosphorverbin- 
dungen unter der Erfaßbarkeitsgrenze liegen. Jedenfalls stellt das organisch 
gebundene P und N einen Speicher dar, aus dem die Bakterien lösliche, für die 
anderen Plankter aufnehmbare Nährstoffe bilden. Die Kenntnis der Menge der 
so zur Verfügung stehenden P und N-Menge ist sicher nicht unwichtig, da, wie 
aus den Untersuchungsergebnissen zu sehen ist, das Nährstoffmengenverhältnis 
der Organismenzahl ungefähr gleichlaufend ist. Sicher ist ein gegenseitiges Auf- 
einandereinwirken vorhanden, da beim Absterben größerer Planktonmengen 
zwangsläufig auch größere Mengen von organisch gebundenem P und N vorliegen 
und andererseits bei größerem Vorrat auch mehr Plankton entstehen kann bis die 
Nährstoffe erschöpft sind. 
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Abb. 3. 
An den anderen Untersuchungsorten ist nur Ammoniumstickstoff zu finden, 
lösliches Phosphat nur im Golf in mengenmäßig nicht bestimmbaren Spuren, an 
den anderen Stellen nicht, Nitrit- und Nitratstickstoff an keiner Entnahmestelle 
nachweisbar. Die vielleicht vorhandenen Mengen, die dem Nachweis entgehen 
könnten, müßten (mit Ausnahme des Nitrats) äußerst gering sein, da bei Phosphat 
noch 0.002 mg/L, bei Nitrit 0.005 mg/L nachweisbar sind. Diese Befunde stimmen 
auch mit den Angaben von Karaoglanoff 1934 überein, der den Mangel von 
Stickstoffverbindungen im Varnagolf hervorhebt. 
Die Untersuchung des Gesamtstickstoffs und -phosphats zeigt besonders beim 
Stickstoff, daß im salzärmeren Wasser wesentlich größere Mengen in organisch 
gebundener Form vorliegen, was, wie oben erwähnt, seinen Grund im reicheren 
Planktongehalt haben mag. Die Menge des Gesamt-N ist im Gebedje- und Varnasee 
10 bis 30 mal größer als der gelöste Ammoniumstickstoff, im Golf 4 bis 8 mal, 
Aus dem Schaubild ist ersichtlich. daß Wassermassen aus den grundnahen
	        
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