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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1937.
Legt man durch S, die Tangente S,O an denm Meridian PS,, so ist S,O=r
der Halbmesser des Breitenkreises g. S,O schneidet den Mittelmeridian unter
dem A. (i—e), d. i. der Meridiankonvergenz. Damit wird
Y == r sin (1 — es) und NS = Ax=ytang zz (A— 6).
Bekanntlich ist
1 1
t => - 008 9 00800 5 (#9 + Po) 800 (P — Po). s=tng (OF Ax= nix |
Daher ist der Heuvelinksche Winkel w = A — & (s. Formel 3a, 3). Diese
Gleichungen folgten unmittelbar aus der Betrachtung der Figur.
Das vierte Gaussische Formelsystem. Im Kugeldreieck ZPS mit den Seiten
PS =p und PZ = p, ist der sphärische Exzeß = £. Im Supplementdreieck ZP,S
ist der Exzeß = 2/i--:, da die Summe der beiden Winkel des Zweiecks = 21
ist. Daraus folgt?):
sin 5-: sin (2) = f;f = tang Bo tang 5.
Ebenso schließt man:
sin 5- sin («— +) = 6:6 = tang © tang =
Die Gleichungen 4 und 4a stellen die Gleichungen von Breitenkreisen bzw. von
Kreisen um Z in Bipolar(zirkular)koordinaten dar, die von P und P, bzw. Z
und Z, ausgehen?). Zieht man SS, = nn, so ist X ZSS, = X ZPS: = A— >
Mithin ist:
8. € z
sin > ; sin (a) = n;tang
(51
Daraus folgt:
= 3 Po PR
n = tang 2 tang 2 tang 2
Ferner ist, wenn man sich das Lot SL auf ZS, gezogen denkt, Z SS,L = 4.
Daher wird:
in £ = nsini= £ Po Ps
esin 5 n sin i = tang 5 tang 5 tang 2 sin A
€ 008 5 = lang 5 42008 A = tang 3. (1 + tan Po tan P. cos 2)
2 2 . 2 E 9 FADE 5 008 A
und?)
ecot 5 sin -5- = tang ° tang 5 sin 4
Fa Po »
6 cOt 5 COS = 3 + tang 5 tang 5 cos 2
Im A ZSN ist
. . & :
esin A = esin (a — 5) = tang B-sin 4
A Po H 3
eC08 A = 6008 [a 5 = tang 5 — tang 5 cos A [= a cos A bei Gauss]
mithin
s=—* cos (a—S +5) =tang 5 c0s a [= + cos (A + B) bei Gauss|
6cöt-5-
2
€ & Z 5
y=— „sin (a— 5 +5) =tang £ sin a [= *.in(A+B) ”
ecot-z
€
1) Wedemeyer, Die Berechnung der Gezeitenstromellipsen. Ann, d. Hydr. 1931, ©. 340.
Daraus ist ersichtlich, daß die stereographische Projektion auch in der harmonischen Analyse gute
Dienste tun kann. — *) Wedemeyer, Winkeltreue Kartennetze in elementarer Behandlung, 58. 24. —
} Krüger hat die beiden ersten Gl. 6 umständlich abgeleitet (S. 25/26), aber den Zusammenhang
er Ganesnaischen Formeln S. 219 und 121 nicht gefunden