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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 65 (1937)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1937. 
groß ist — herauskäme. Doch zeigt eine Untersuchung des Materials kaum etwas 
davon. Weder eine Ausgleichung nach der empirischen Formel J,= J-p"+c, 
noch eine solche nach J;=J-.p:‘(1-+crYs) [c eine kleine Konstante] liefert zu- 
jässige oder verbürgte Lösungen. Dabei ergeben die vorhandenen nicht zahl- 
reichen visuellen Messungsreihen der Himmelshelligkeit im Umfeld der Sonne 
eine totale Intensität von etwa 15% der Helligkeit der Sonnenscheibe für einen 
Himmelskleinkreis von 6° sphärischem Radius um die Sonne als Zentrum bei 
einer ZD© von rund 45°. In der Nähe der Sonnme varliert die Himmelsstrahlung 
nur noch in sehr geringem Maße mit der Wellenlänge. 
4. Es wurden und werden stets die Phänomene in den tiefsten Schichten 
am Horizont mit besonderem Interesse studiert, Extinktionsvorgänge nicht 
minder wie Refraktionen. Es ist klar, daß man die Beobachtungen häufen muß, 
will man da durch den dichten Schleier der scheinbaren Zufälligkeiten zu den 
Gesetzmäßigkeiten im Geschehen von Extinktion und Strahlenbrechung vordringen, 
Auch bei Gelegenheit der Versuche mit der Sperrschichtzelle gehen die Beobach- 
tungen bis nahe an den Horizont heran, und dieser extremen Messungen, bei s >14 
oder ZDC© 5>87°, sei noch expliecite gedacht. Die Sonne war natürlich besonders 
stark geschwächt. Es ließen sich sechs Normalpunkte bilden mit s zwischen 14.40 
und 22,80; tiefste ZDC© == 88.90°. Einige Bemerkungen über die Ergebnisse genügen. 
Eine Darstellung durch die Bouguersche Formel geht nicht an, und die 
Einführung der Umfeldkonstante c bessert daran nichts. Dagegen lassen sich die 
sechs Punkte durch eine gerade Linie reproduzieren mit nur mäßigen Widersprüchen 
(B—R). Also eine merkwürdige Interpolationsformel, ohne physikalische Bedeutung. 
Nun wurde noch aus je zwei aufeinanderfolgenden Gruppenmitteln der Trans- 
missionskoeffizient p abgeleitet, der dann jeweils in dem Zzwischenliegenden 
s-Intervall zu dem mittleren s gehört. Man gelangt zu der folgenden Übersicht: 
Transmissionskoetfizient p Mit Annäherung an den Horizont nehmen die 
T Durchlässigkeiten p entschieden ab. Man erkennt 
in_den horizontnahen Schichten indes, daß die Berechnung von p mit einer aus der 
( Mittl. 8 | Wahre 1 Bouguerschen Formel fließenden notwendigen Voraus- 
ZDC) setzung belastet ist; den Gang von p muß man zwar 
im Auge behalten, aber seiner physikalischen Tatsäch- 
lichkeit ist man nicht sicher. Ausdrücklich ist zu 
betonen, daß diese Beobachtungen gelten für einen 
Horizont mit erheblich verminderter Durchsichtigkeit 
gegenüber den durchschnittlichen Verhältnissen. 
5. Wir stellen die Ergebnisse endlich in einer andern anschaulichen Weise 
zusammen. Man bildet die Transmissionsfaktoren P der absorbierenden 
Medien, also das Verhältnis der durchgelassenen, hinter dem Medium zur 
Messung kommenden Energie zur auffallenden. Die Gruppen laufen wieder wie 
zuvor mit Weglänge s. Bei den Werten a) blieb Gitter 2 immer stehen; die 
Beleuchtungen unter b) — jedenfalls schwächer als 5000 bis 6000 Lux — wirken 
direkt auf die Schicht der Photozelle. 
Transmissionsfaktoren P der absorbierenden Medien, 
Glas R 
P | $ 
Glas G 
P 
| Glas B 
8 P 
Gitter 3 
P 
a) Gi “ar 
G‘trar © “'arzuresfüg‘ 
1.22 
1.70 
2,55 
2.41 
1.50 
3.97 
7124 
0.162 
0.161 
0.163 
0.164 
0.168 
0.177 
0.173 
1.22 
1,70 
2.55 
3,41 
4.50 
5.97 
7.24 
15.00 0.310 15.00 
17.23 0.294 | 17.80 
20.00 0.355 20.00 
n.698 1.22 
0.702 170 
0.712 2,55 
0.726 3.67 
0.731 4.50 
0.748 5.68 
7.745 7.24 
b) Ohne Gitter 2. 
0.857 15,00 
0.827 17.10 
| 0.864 20.00 
0.355 1.23 
0.348 1.71 
0.328 2.37 
0.322 3,31 
0.316 4.53 
0.273 5,92 
2.275 7.55 
0.723 
0.713 
0.693 
0.680 
0.667 
0.632 
0.636 
0.185 16.25 0.656 
0.165 | 18.75 0.579 
0.111 21.30 0,579
	        
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