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Full text: 65, 1937

J6R 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1937, 
Zwei Gefäßen zusammengeschlossen sind (Abb, 1). 
Jedes der beiden Teilthermometer besitzt eine 
zigene Gradskala, jedoch sind die beiden Skalen 
nebeneinander auf einer gemeinsamen Milchglas- 
tafel aufgetragen. Die zu einem Doppelthermo- 
meter zusammengefaßten Teilthermometer sind 
so hergestellt bzw. ausgewählt, daß sie in Grad- 
teilung und Gradabstand nahezu übereinstimmen; 
infolgedessen ist es möglich geworden, die Zahlen- 
beschriftung der Gradskalen für die üblicherweise 
besonders hervorgehobenen 10°.Stufen, die für 
beide Teilthermometer in großer Annäherung je- 
weils in gleicher Höhe liegen, für beide Thermo- 
meter gemeinsam zwischen den Kapillaren an- 
zubringen. 
Das Doppelthermometer ist leicht auswechsel- 
bar und gegen mechanische Einwirkung weitgehend 
geschützt in ein außen vernickeltes oder ver- 
shromtes und hochglanz poliertes Metallrohr ein- 
gesetzt, das unten zwei dünnwandige Metallansatz- 
röhrchen trägt, die gegen Rohr und Thermometer 
gut wärmeisoliert sind und in welche die beiden 
Gefäßschenkel mit dem trockenen und dem feuchten 
Thermometergefäß hineinragen. An seinem oberen 
Ende verjüngt sich das Rohr zu einem zylindri- 
schen Stutzen, der zum Aufsetzen des Aspirators 
bestimmt ist (Abb. 2 und 3), Zum besseren Schutz 
der Thermometergefäße gegen Strahlungs- und 
mechanische Einflüsse sind die beiden unteren 
Ansatzröhrchen noch von einem flachovalen 
etwa 0.5 mm starken Metallrohr umgeben, das 
wiederum nach außen vernickelt und verchromt 
and hochglanz poliert und gegen alle übrigen 
Teile des Psychrometers wärmeisoliert ist. Das 
lange Rohr, welches das Doppelthermometer 
umschließt, ist zwecks Gewährleistung einer guten Ablesbar- 
keit der beiden Thermometerkapillaren und der zu ihnen 
gehörenden Skalen, an zwei einander gegenüberliegenden 
Seiten auf die gesamte Skalenlänge ausgespart. — In dieses 
Rohr ist ein Glaszylinder, dessen innerer Durchmesser nur 
wenige Millimeter größer ist als der äußere Durchmesser 
des Umhüllungsrohres des Thermometers so eingekittet, 
daß der zwischen Thermometerumhüllungsrohr und Glas- 
zylinder liegende Raum nur durch die beiden Ansatzröhrchen 
(unten) und den Ansatzstutzen für den Aspirator , (oben) 
mit der Außenluft in Verbindung steht. Der von dem in 
Gang gesetzten Aspirator angesaugte Luftstrom fließt also 
durch die beiden Ansatzröhrchen an den beiden Thermo- 
metergefäßen vorbei durch den zwischen dem äußeren Glas- 
zylinder und dem Einschlußrohr des Doppelthermometers 
gebildeten Zylindermantel zum Aspirator, 
Durch diese Bauart ist zweifellos eine sehr handliche 
and raumsparende Stabform des Psychrometers erreicht 
worden, Bei einer Gesamtlänge des „Psychrometerstabes“ 
Abb. 8 von etwa 300 mm bis 400 mm, je nach Meßbereich und 
. ee Skalenteilung (1°., }°. oder /,°-Teilung), beträgt der äußere 
Durchmesser nur etwa 40 mm. Um in der Länge des Psychrometers noch 
Einsparungen vornehmen zu können, ohne die Gradabstände und damit die 
er
	        
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