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Volltext: 65, 1937

232 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1937. 
regel dahin ab, daß bei Seitenpeilungen von 0° bis 180° der Beschickungswert 
zu addieren, bei Seitenpeilungen von 180° bis 360° der Beschickungswert zu 
subtrahieren ist. 
Beispiel: In einem Flugzeug mit 220 km/h Geschwindigkeit auf dem Kurse 
rw. 140° hat man ein Funkfeuer in 180 km Entfernung in der Seitenpeilung 78° 
gepeilt; welche Peilung ist 4 Min. später zu benutzen, als ein anderes Feuer in 
der Seitenpeilung 159° erscheint? 
Der in 4 Min. zurückgelegte Weg ist Br = 14.7 km, Mit 180 km geht man 
von der Seite in die obere Hälfte der Tafel ein und verfolgt die Horizontale, 
bis man unter den krummen Linien die Stelle 14.7 km findet, Von da verfolgt 
man die Vertikale herunter in die zweite Diagrammhälfte, bis man auf der 
Horizontalen von der Seite her die Seitenpeilung 78° trifft, Dort findet sich die 
Beschickung 4.7°%°, Die weitere Rechnung gibt dann folgendes Schema; 
ı, Seitenpeilung . . . . . = 780 2. Seitenpeiloung . . . . . = 159° 
zeitliche Beschiekung 0.0. = 4,7° IW, N Kte.. . 8 0a = 1400 
zeitliche besch, Peilung ., . = 82.7° 2, zw. Peilung „ . . 2. 4. = 2990 
ıw, Kurs 2 00 = 1409 
1. rw. besch. Peilung . . . 222,79 
Diese beiden Werte sind noch loxodromisch zu beschicken und der Flugzeugort 
durch Zeichnen der Peilstandlinien zu ermitteln. Dieser Flugzeugort gilt für 
den Zeitpunkt der zweiten Peilung. 
Das Diagramm kann grundsätzlich auch in der Seenavigation verwendet 
werden. An der unteren Hälfte ändert sich nichts; nur der obere Teil müßte 
in der Bezifferung etwas abgeändert und den praktischen Verhältnissen mehr 
angepaßt werden. Es empfiehlt sich z, B., was leicht mit dem Rotstift durch- 
geführt werden kann, sowohl bei den Entfernungen wie bei den krummen Linien 
jeweils 1/, der Werte hinzusetzen und diese Zahlen dann als Seemeilen gelten 
zu lassen, 
Beispiel: Auf einem Dampfer, der 25 Knoten läuft und der auf dem 
vw. Kurse 280° steht, peilt man 
um M.G.Z. = 10% 13m Round Island in funkbesch, Seitenpeilung 1009, 
um M.G.Z. = 10h 26m Ouessant in füunkbesch. Seitenpeilung 180°. 
Die Entfernung von Round Island ist etwa 90 Sm. 
Zwischen den Beobachtungen sind 13m verstrichen. In dieser Zeit legt der 
Dampfer le 5.4 Sm zurück, Man geht in die obere Tafel mit der Entfer- 
nung 90 (— 450/5) Sm seitlich ein und verfolgt die Horizontale, bis man auf den 
Wert 5.4 (= 27/5) Sm stößt und findet senkrecht darunter auf der Horizontalen 
ron 100° Seitenpeilung den Wert 3.3° zwischen den krummen Linien 3° und 4°. 
Diese Beschickung ist positir an die Seitenpeilung 100° anzubringen. Man hat 
also das Schema: 
\. Seitenpeilung (10h 13m) ‚ == 1000 2. Seitenpeilung (10h 26m) , , = 180° 
zeitliche Beschickung . . , =.4 3.39 rw, Kurs 2 10.0.0... . = 280° 
besch. Peilung (10h 26m), ‚„ = 103.3° 2. rw. Peilung (Jüh 26m} . . = 10° 
mw. Kurs . , . „+. = 2809 
u rw. Peilung (10h 26m} . = 23.39 
Mit den beiden Peilungen für 10h 26m ist durch Anbringen der loxodro- 
mischen Beschickung die loxodromische Peilung zu bestimmen und mit diesen 
Werten der Schiffsort in die Karte einzuzeichnen, der dann für 10b 26m gilt. 
Berlin, November 1936.
	        
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